Mittwoch, 27. August 2014
Beiträge aus dem Sommerloch: Denkverbote und Scheinlösungen
Schade, nachdem durch den Planungsverband zumindest ein Denkverbot aufgehoben wurde, nämlich auch andere ÖPNV Möglichkeiten zu diskutieren als die zentrisch ausgerichtete S-Bahn, so keimte nur kurz die Hoffnung, dass dies auch für die Debatte um die Umfahrungen gelten könnte. Nein, zumindest hier funktionieren eingeschliffenen Denkmuster noch. Es ist hochinteressant, da wird von „Lösungen für das drohende Verkehrschaos“ gesprochen und von „Ertüchtigung“ des Straßenverkehrs, doch am Ende geht es immer nur um das Gleiche. Mehr Autoverkehr. Man kann sich fast schon in die 60er Jahre zurückversetzt fühlen, als dem Dogma der autogerechten Stadt gehuldigt wurde. Die Idee der Funktionalen Trennung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit der Nachkriegszeit hat uns doch genau die Verkehrsprobleme beschert, mit denen wir nun kämpfen. Darum hilft es auch nicht, mehr Verkehr mit mehr Straßen bekämpfen zu wollen. Es ist darum umso unverständlicher, dass viele diesen Ideen immer noch anhängen. Aus welchen Gründen auch immer.
Jeder der verspricht, durch Straßenausbau, Umgehungsstraßen und Verkehrsbeschleunigung alle Probleme des individuellen Autoverkehrs lösen zu wollen, gaukelt den Bürgern Scheinlösungen vor.
Dies gilt im besonderen Maße für Dachau selbst. Denn tatsächlich verschweigen die Befürworter eine simple Wahrheit, es muss ein weiteres Denkverbot aufgehoben werden - die Reduzierung des Autoverkehrs. Und bei dieser Diskussion werden wir gerne dabei sein.
Montag, 25. August 2014
Nordost-Umweg: CSU gegen CSU, SPD gegen SPD
Während Die Grünen Karlsfeld und Dachau, sowie das Bündnis für Karlsfeld und Das Bündnis für Dachau eine eindeutige Haltung gegen die Nordostumfahrung einnehmen, streiten die Parteien und Fraktionen der CSU gegen die CSU und die der SPD gegen die SPD.
Wenigstens wird jetzt diskutiert, das muss nicht unbedingt schlecht sein.
Wenn dabei am Ende eine Westumfahrung rauskommt, können vielleicht alle damit leben.
Dachauer SZ: Ärger programmiert
Wenigstens wird jetzt diskutiert, das muss nicht unbedingt schlecht sein.
Wenn dabei am Ende eine Westumfahrung rauskommt, können vielleicht alle damit leben.
Dachauer SZ: Ärger programmiert
Donnerstag, 21. August 2014
Auch Karlsfelder CSU will keine Nordostumfahrung
Heute berichten die Dachauer Nachrichten und die Dachauer SZ, dass der Ortsverband der CSU eindeutig Stellung gegen die Nordostumfahrung um Dachau bezieht.
Damit ist nach der Karlsfelder SPD auch ein Teil der Karlsfelder CSU von der Haltung abgekommen, die Umfahrungslösung in einer Großen Koalition zu unterstützen.
Spannend bleibt was die Vertreter Karlsfeld insbesondere der CSU unternehmen wollen um das Projekt zu verhindern. Sich zurückzulehnen und seine ablehnende Haltung zu dokumentieren ist ein bisschen wenig um glaubwürdig die Karlsfelder Bürgerinteressen zu vertreten.
Eine Stellungnahme der Karlsfelder SPD- und CSU Kreisräte wäre wohl der nächste Schritt.
Dachauer Nachrichten 21.08.14
Nord-Ost-Umfahrung Dachau: Karlsfelder CSU-Chef sagt kategorisch nein
Dachauer SZ 21.08.14
Damit ist nach der Karlsfelder SPD auch ein Teil der Karlsfelder CSU von der Haltung abgekommen, die Umfahrungslösung in einer Großen Koalition zu unterstützen.
Spannend bleibt was die Vertreter Karlsfeld insbesondere der CSU unternehmen wollen um das Projekt zu verhindern. Sich zurückzulehnen und seine ablehnende Haltung zu dokumentieren ist ein bisschen wenig um glaubwürdig die Karlsfelder Bürgerinteressen zu vertreten.
Eine Stellungnahme der Karlsfelder SPD- und CSU Kreisräte wäre wohl der nächste Schritt.
Dachauer Nachrichten 21.08.14
Nord-Ost-Umfahrung Dachau: Karlsfelder CSU-Chef sagt kategorisch nein
Dachauer SZ 21.08.14
Mittwoch, 20. August 2014
Tempo 30 in der Stadt bringt erhebliche Flächengewinne
Ein interessanter Artikel der Seite Zukunft Mobilitär zum Thema Flächenverbrauch verschiedener Verkehrsmittel zeigt auf, dass wir in der Stadt Dachau grundsätzlich eine andere Richtung einschlagen sollten. Der Artikel enthält noch weit mehr Infos als dieses Bild zeigt.
Montag, 18. August 2014
Grüne beantregen Einführung eines Dachau-Tagestickets
Für die Fahrt innerhalb von Dachau (aktuell eine Fahrt = 1Streifen, Rückfahrt erneut 1 Streifen)
wird ein neues Tagesticket: „Dachau-Ticket“ eingeführt, das zu beliebig vielen Busfahrten
innerhalb Dachaus an einem Tag berechtigt.
Die Konditionen sind vergleichbar mit Innenraumticket, XXL-Ticket, XXL-Partnerticket zu
gestalten (Vorschlag: Preis von ca. 2 Streifen).
Begründung:
Es gibt in Dachau bereits einen nennenswerten innerörtlichen Verkehr, dieser kann und soll
ausgebaut werden. Mit einem Tagesticket vereinfacht sich die Tarifstruktur und es können neue
Fahrgäste gewonnen werden. Die Attraktivität des innerstädtischen Busverkehrs wird erhöht
und die Dachauer Straßen werden entlastet.
Nach Auskunft aus dem Landratsamt ist die Einführung eines neuen Tickets auf Antrag beim
MVV möglich
wird ein neues Tagesticket: „Dachau-Ticket“ eingeführt, das zu beliebig vielen Busfahrten
innerhalb Dachaus an einem Tag berechtigt.
Die Konditionen sind vergleichbar mit Innenraumticket, XXL-Ticket, XXL-Partnerticket zu
gestalten (Vorschlag: Preis von ca. 2 Streifen).
Begründung:
Es gibt in Dachau bereits einen nennenswerten innerörtlichen Verkehr, dieser kann und soll
ausgebaut werden. Mit einem Tagesticket vereinfacht sich die Tarifstruktur und es können neue
Fahrgäste gewonnen werden. Die Attraktivität des innerstädtischen Busverkehrs wird erhöht
und die Dachauer Straßen werden entlastet.
Nach Auskunft aus dem Landratsamt ist die Einführung eines neuen Tickets auf Antrag beim
MVV möglich
SPD stellt Antrag auf Westumfahrung
Die Dachauer SPD stellt einen Antrag auf Untersuchung einer Westumfahrung.
In der Begründung wird angeführt, dass eine Nord- und Ostumfahrung der Stadt keine Entlastung bringt.
Schon heute gäbe es im Westen von Dachau einen „Schleichverkehr“, der an Dachau vorbei über das GADA und die kleinen Straßen im Westen über das Gemeindegebiet von Bergkirchen fließe. Im Rahmen der Untersuchung soll nun ermittelt werden, ob der Ausbau und die Verknüpfung vorhandener Straßen eine Entlastung durch eine so entstehende Westumfahrung ergeben kann, die an der Anschlussstelle „Dachau/Fürstenfeldbruck“ der A8 auf das überörtliche Straßennetz trifft.
In direkten Zusammenhang dazu ist auch der Antrag der SPD hinsichtlich der Südumfahrung zu sehen.
"Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit den zuständigen Bundesstellen Verhandlungen mit dem Ziel aufzunehmen, die Auf-/Abfahrten an der B 471 so zu ergänzen, dass überall in beiden Richtungen auf-/abgefahren werden kann.
Notfalls sollte erwägt werden, dass diese Maßnahme in Sonderbaulast von Landkreis und/oder Stadt Dachau durchgeführt wird."
In der Begründung schreibt Verkehrsreferent Volker c. Koch:
"Der innerstädtische Verkehr wird in Dachau erheblich durch Verkehr belastet, der nicht direkt auf die B 471 abfließen kann. Bei Fe1dgeding hat man keine Möglichkeit aus und in Richtung Schleißheim auf- und abzufahren. Dadurch ist der Verkehr aus Günding und dem dortigen Gewerbegebiet gezwungen durch das Dachauer Stadtgebiet zu fahren.
Auch aus der Münchner Straße kann man nicht in Richtung Schleißheim {Deggendorfer- und Nürnberger Autobahn) einbiegen. Der Autofahrer ist gezwungen über Münchner-, Frühling- oder Theodor-Heuss- und Schleißheimer-Straße zu fahren- Dies gilt auch, für eine fehlende Abfahrt aus Richtung Schleißheim.
Dieser ganze Verkehr - besonders die LKWs aus den Gewerbegebieten Günding - Münchner Straße (Wettersteinring) fließt unnötigerweise durch die Große Kreisstadt. Die B 471 könnte als „Südumfahrung“ eine echte Entlastung als Umgehung für Dachau bringen.
Dafür ist es aber dringend notwendig, die Auf- und Abfahrten in beiden Richtungen zu ermöglichen. Dadurch kann man unnötigen Verkehr aus Dachau herausbringen und so einen wirksamen Beitrag zur innerstädtischen Verkehrsberuhigung leisten."
In der Begründung wird angeführt, dass eine Nord- und Ostumfahrung der Stadt keine Entlastung bringt.
Schon heute gäbe es im Westen von Dachau einen „Schleichverkehr“, der an Dachau vorbei über das GADA und die kleinen Straßen im Westen über das Gemeindegebiet von Bergkirchen fließe. Im Rahmen der Untersuchung soll nun ermittelt werden, ob der Ausbau und die Verknüpfung vorhandener Straßen eine Entlastung durch eine so entstehende Westumfahrung ergeben kann, die an der Anschlussstelle „Dachau/Fürstenfeldbruck“ der A8 auf das überörtliche Straßennetz trifft.
In direkten Zusammenhang dazu ist auch der Antrag der SPD hinsichtlich der Südumfahrung zu sehen.
"Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit den zuständigen Bundesstellen Verhandlungen mit dem Ziel aufzunehmen, die Auf-/Abfahrten an der B 471 so zu ergänzen, dass überall in beiden Richtungen auf-/abgefahren werden kann.
Notfalls sollte erwägt werden, dass diese Maßnahme in Sonderbaulast von Landkreis und/oder Stadt Dachau durchgeführt wird."
In der Begründung schreibt Verkehrsreferent Volker c. Koch:
"Der innerstädtische Verkehr wird in Dachau erheblich durch Verkehr belastet, der nicht direkt auf die B 471 abfließen kann. Bei Fe1dgeding hat man keine Möglichkeit aus und in Richtung Schleißheim auf- und abzufahren. Dadurch ist der Verkehr aus Günding und dem dortigen Gewerbegebiet gezwungen durch das Dachauer Stadtgebiet zu fahren.
Auch aus der Münchner Straße kann man nicht in Richtung Schleißheim {Deggendorfer- und Nürnberger Autobahn) einbiegen. Der Autofahrer ist gezwungen über Münchner-, Frühling- oder Theodor-Heuss- und Schleißheimer-Straße zu fahren- Dies gilt auch, für eine fehlende Abfahrt aus Richtung Schleißheim.
Dieser ganze Verkehr - besonders die LKWs aus den Gewerbegebieten Günding - Münchner Straße (Wettersteinring) fließt unnötigerweise durch die Große Kreisstadt. Die B 471 könnte als „Südumfahrung“ eine echte Entlastung als Umgehung für Dachau bringen.
Dafür ist es aber dringend notwendig, die Auf- und Abfahrten in beiden Richtungen zu ermöglichen. Dadurch kann man unnötigen Verkehr aus Dachau herausbringen und so einen wirksamen Beitrag zur innerstädtischen Verkehrsberuhigung leisten."
Donnerstag, 14. August 2014
Haben die Finnen tatsächlich den Richtigen für das MD-Gelände
Unter ein Vielzahl von Firmen steht immer eine Person: Herbert Ullmann
Auch die sogenannte Dachauer Entwicklungsgesellschaft kurz DEG, die das MD-Gelände "entwicklen" soll. Heute berichten die Dachauer Nachrichten wie weit her es mit der Sachkompetenz des Entwicklers ist.
Auch die sogenannte Dachauer Entwicklungsgesellschaft kurz DEG, die das MD-Gelände "entwicklen" soll. Heute berichten die Dachauer Nachrichten wie weit her es mit der Sachkompetenz des Entwicklers ist.
"Gehweg soll bald asphaltiert werden"
Interessant auch die Aussage des Bauamtsleiter Simon der im Artikel zitiert wird. Wenn nicht einmal die Pläne für einen Gehweg den Anforderungen des Bauamts genügen, wie will die DEG dann ein Gelände wie das MD Gelände entwickeln.
Dienstag, 12. August 2014
Bordell: Bauvorhaben ohne Bautafel
Art 9 BayBO Absatz 3
3) Bei der Ausführung nicht verfahrensfreier Bauvorhaben hat der Bauherr an der Baustelle ein Schild, das
die Bezeichnung des Bauvorhabens sowie
die Namen und Anschriften
des Bauherrn und
des Entwurfsverfassers
enthalten muss, dauerhaft und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus sichtbar anzubringen.
Eine Bautafel ist nicht vorhanden, vielleicht ist das Vorhaben ja schon in Betrieb?
3) Bei der Ausführung nicht verfahrensfreier Bauvorhaben hat der Bauherr an der Baustelle ein Schild, das
die Bezeichnung des Bauvorhabens sowie
die Namen und Anschriften
des Bauherrn und
des Entwurfsverfassers
enthalten muss, dauerhaft und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus sichtbar anzubringen.
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| Foto: Axel Feiereisen |
Eine Bautafel ist nicht vorhanden, vielleicht ist das Vorhaben ja schon in Betrieb?
Montag, 11. August 2014
Beiträge aus dem Sommerloch: Löwl macht seine Hausaufgaben nicht!!
Wie alt ist die Plannung zu dieser ominösen Nord-Ost-Umgehung von Dachau. Wir können uns schon gar nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall schon sehr alt. Der Alt-Landrat Christmann hat sie ins Leben gerufen - zu einer Zeit in der der motorisierte Individualverkehr das Maß aller Dinge war und jede neue Straße Fortschritt bedeutete.
Jetzt haben wir einen neuen Landrat. Herr Löwl hat das Amt übernommen und in seinem Wahlkampf hätte man glauben können, dass er neue Wege beschreiten könnte, eine moderne CSU verkörpern könnte. Weit gefehlt. Offensichtlich verwaltet er mit tiefster Überzeugung das Erbe des Alt-Landrats Christmann. Er ist eben ein Verwaltungsjurist. Kritiklos übernimmt er z.B. die Forderung der Nord-Ost-Umgehung.
Erst dieses Wochenende erschien in der Süddeutschen Zeitung ein großer Artikel über den Wandel der deutschen Mobilitätskultur. Selbst die Manager der großen Autokonzerne erkennen die Endlichkeit des motorisierten Individualverkehrs und investieren kräftig in das neue Geschäftsmodell Car-Sharing. Die Verkehrsprognosen des Herrn Kurzak sind immer unter dem Hinweis erstellt, dass diese so eintreten, wenn der Status Quo so beibehalten wird. Klar, wenn wir nichts machen bleibt der Status Quo.
Bleiben wir beim Thema Car-Sharing. Im Landkreis Ebersberg gibt es bereits ein Landkreis weites Car-Sharing. Das reduziert noch nicht die Anzahl der Fahrten im Landkreis. Aber es fördert ein neues Mobilitätsverhalten und fördert die Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel. Bevor wir also über eine Nord-Ost-Umgehung sprechen, sollten wir hier Initiativen starten.
Nehmen wir das Dachau Agil Projekt ‘Zwischen Dorf und Metropole’. Hier wird im Leitbild Verkehr gefordert, dass auch bei steigendem Siedlungsdruck die Verkehrslast mit minimalem Flächenverbrauch gemeistert werden sollte. Allein dieses Projekt müsste eigentlich Anlass sein, die Verkehrsplanung neu zu überdenken. Nur zählt halt Bürgerbeteiligung in den Augen der CSU nicht viel. Betrachtet man aber das Straßennetz genauer, dann könnte man erkennen, dass wir eigentlich die Ortsumfahrung von Hebertshausen UND Ampermoching ja schon haben. Über die Kreisstraße von Lotzbach nach Amperpettenbach und weiter über Haimhausen und der B13 kommt man genauso schnell zur MTU und MAN wie auf den geplanten Ortsumgehungen von Ampermoching, Hebertshausen und Dachau. Hier fehlt nur ein kleines Stück Ortsumfahrung Haimhausen und wir könnten uns 20 km Umgehungsstraßen sparen.
Hier kommen wir schon in den Themenbereich Verkehrsplanung generell an. Im Nahverkehrsplan für den Landkreis Dachau aus dem Jahr 2005 steht geschrieben, das kein Ort im Landkreis weiter als 15 km von einer Autobahn entfernt liegt. Allein diese Aussage ist wieder ein Anlass die Verkehrsplanung im Landkreis zu überdenken. Wäre es nicht geschickter den notwendigen Individualverkehr weiträumig auf die vorhanden Autobahnen zu leiten, als durch den Trichter Dachau-Karlsfeld und dies mit diversen Umgehungstraßen auch noch zu fördern? Zu solchen Überlegungen, muss man auch überprüfen, ob eine Westumgehung von Dachau nicht sinnvoller ist, als eine Nord-Ost-Umgehung.
Der Nahverkehrsplan für den Landkreis Dachau aus dem Jahr 2005. Viele Projekte aus diesem Plan sind tatsächlich realisiert worden. Nur eine Fortschreibung ist nicht erfolgt. Dieser Nahverkehrsplan ist hoffnungslos veraltet und ein Mitarbeiter des Landratsamtes schreibt dazu, dass eine Fortschreibung leider auf Grund von Personalmangels nicht geleistet werden konnte. Herr Löwl, Sie übernehmen die Forderung für eine neue Nord-Ost-Umgehung für Dachau und haben nicht einmal geprüft, ob eine Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs nicht viel effektiver sein könnte als eine Umgehungsstraße???? Nebenbei bemerkt, glauben wir, dass nur eine gestärkter Öffentlicher Nahverkehr die Verkehrsprobleme lösen kann.
Im Regionalverkehrsplan des MVV ist dazu vermerkt, das allein eine Verbesserung des Service 10 % des motorisierten Individualverkehrs auf den ÖPNV umleiten könnte, eine Ausweitung des Verkehrsangebotes ist dabei noch gar nicht berücksichtigt. Das ist bei weitem mehr als eine Nord-Ost-Umfahrung an Entlastung bringen würde.
Das Bündnis für Dachau fordert Sie auf, Herr Löwl, machen Sie Ihre Hausaufgaben!
Jetzt haben wir einen neuen Landrat. Herr Löwl hat das Amt übernommen und in seinem Wahlkampf hätte man glauben können, dass er neue Wege beschreiten könnte, eine moderne CSU verkörpern könnte. Weit gefehlt. Offensichtlich verwaltet er mit tiefster Überzeugung das Erbe des Alt-Landrats Christmann. Er ist eben ein Verwaltungsjurist. Kritiklos übernimmt er z.B. die Forderung der Nord-Ost-Umgehung.
Erst dieses Wochenende erschien in der Süddeutschen Zeitung ein großer Artikel über den Wandel der deutschen Mobilitätskultur. Selbst die Manager der großen Autokonzerne erkennen die Endlichkeit des motorisierten Individualverkehrs und investieren kräftig in das neue Geschäftsmodell Car-Sharing. Die Verkehrsprognosen des Herrn Kurzak sind immer unter dem Hinweis erstellt, dass diese so eintreten, wenn der Status Quo so beibehalten wird. Klar, wenn wir nichts machen bleibt der Status Quo.
Bleiben wir beim Thema Car-Sharing. Im Landkreis Ebersberg gibt es bereits ein Landkreis weites Car-Sharing. Das reduziert noch nicht die Anzahl der Fahrten im Landkreis. Aber es fördert ein neues Mobilitätsverhalten und fördert die Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel. Bevor wir also über eine Nord-Ost-Umgehung sprechen, sollten wir hier Initiativen starten.
Nehmen wir das Dachau Agil Projekt ‘Zwischen Dorf und Metropole’. Hier wird im Leitbild Verkehr gefordert, dass auch bei steigendem Siedlungsdruck die Verkehrslast mit minimalem Flächenverbrauch gemeistert werden sollte. Allein dieses Projekt müsste eigentlich Anlass sein, die Verkehrsplanung neu zu überdenken. Nur zählt halt Bürgerbeteiligung in den Augen der CSU nicht viel. Betrachtet man aber das Straßennetz genauer, dann könnte man erkennen, dass wir eigentlich die Ortsumfahrung von Hebertshausen UND Ampermoching ja schon haben. Über die Kreisstraße von Lotzbach nach Amperpettenbach und weiter über Haimhausen und der B13 kommt man genauso schnell zur MTU und MAN wie auf den geplanten Ortsumgehungen von Ampermoching, Hebertshausen und Dachau. Hier fehlt nur ein kleines Stück Ortsumfahrung Haimhausen und wir könnten uns 20 km Umgehungsstraßen sparen.
Hier kommen wir schon in den Themenbereich Verkehrsplanung generell an. Im Nahverkehrsplan für den Landkreis Dachau aus dem Jahr 2005 steht geschrieben, das kein Ort im Landkreis weiter als 15 km von einer Autobahn entfernt liegt. Allein diese Aussage ist wieder ein Anlass die Verkehrsplanung im Landkreis zu überdenken. Wäre es nicht geschickter den notwendigen Individualverkehr weiträumig auf die vorhanden Autobahnen zu leiten, als durch den Trichter Dachau-Karlsfeld und dies mit diversen Umgehungstraßen auch noch zu fördern? Zu solchen Überlegungen, muss man auch überprüfen, ob eine Westumgehung von Dachau nicht sinnvoller ist, als eine Nord-Ost-Umgehung.
Der Nahverkehrsplan für den Landkreis Dachau aus dem Jahr 2005. Viele Projekte aus diesem Plan sind tatsächlich realisiert worden. Nur eine Fortschreibung ist nicht erfolgt. Dieser Nahverkehrsplan ist hoffnungslos veraltet und ein Mitarbeiter des Landratsamtes schreibt dazu, dass eine Fortschreibung leider auf Grund von Personalmangels nicht geleistet werden konnte. Herr Löwl, Sie übernehmen die Forderung für eine neue Nord-Ost-Umgehung für Dachau und haben nicht einmal geprüft, ob eine Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs nicht viel effektiver sein könnte als eine Umgehungsstraße???? Nebenbei bemerkt, glauben wir, dass nur eine gestärkter Öffentlicher Nahverkehr die Verkehrsprobleme lösen kann.
- Wie wirkt sich die Elektrifizierung der Linie A aus?
- Wie kann mehr Verkehr auf diese neue Linie A verlagert werden (Stichwort P+R Breitenau)?
- Wie kann Schönbrunn (größter Arbeitgeber im Landkreis mit derzeit 6 Busfahrtentäglich dorthin) besser angebunden werden?
- Kann der Tarifraum XXL bis nach Röhrmoos und Schwabhausen ausgedehnt werden?
Im Regionalverkehrsplan des MVV ist dazu vermerkt, das allein eine Verbesserung des Service 10 % des motorisierten Individualverkehrs auf den ÖPNV umleiten könnte, eine Ausweitung des Verkehrsangebotes ist dabei noch gar nicht berücksichtigt. Das ist bei weitem mehr als eine Nord-Ost-Umfahrung an Entlastung bringen würde.
Das Bündnis für Dachau fordert Sie auf, Herr Löwl, machen Sie Ihre Hausaufgaben!
Samstag, 9. August 2014
Maximale Klatsche für Landrat Löwl, Karlsfeld schert aus
Die Karlsfelder SPD hat mit ihrer Kehrtwende in der Haltung zur Nordostumgehung die Karten auf den Tisch gelegt. Franz Trinkl analysiert in einem Interview in der Dachauer SZ zutreffend , dass der Kuschelkurs mit der CSU Karlsfeld und der des Landkreises dazu geführt hatte, dass die Wähler zum Bündnis für Karlsfeld gewechselt sind.
Die Landkreispolitiker verwiesen bisher beim Thema Nordostumgehung stets darauf, dass sowohl SPD als auch CSU Karlsfeld für die Umfahrung wären, wenn gewisse Randbedingungen eingehalten werden würden.
Dieses Argument ist nun dahin. Nicht einmal für eine Sonderbaulast durch den Landkreis wollen die Karlsfelder stimmen. " Es kann nicht sein, dass die Gemeinde (Karlsfeld) künftige Mehrbelastungen auch noch mitfanziert."
Damit ist zwar noch lange keine Mehrheit gegen die Nordostfahrung auf die Beine gestellt, aber die Taktik der CSU mit der SPD im Boot den Karlsfeldern die Steigerung des Verkehrsaufkommens in Karlsfeld durch die Dachauer Umgehung schon verkaufen zu können ist dahin: denn die SPD wehrt sich jetzt wie das Bündnis für Karlsfeld, zurück bleibt die CSU als alleinig verantwortliche Partei, die den Verkehrswahn zu Lasten ihrer Bürger mitträgt.
Der SPD Dachau erleichtert der Paradigmenwechsel der Karlsfelder auf den Zug aufzuspringen. Noch dazu da die bessere von den schlechten Lösungen vom Oberbürgermeister der SPD längst ins Spiel gebracht wurde: Die Westumfahrung, denn sie muss nicht zwangsläufig durch die Amperauen führen. Das einzige Problem ist für Landrat Löwl: sie führt an den CSU-Hochburgen vorbei, dort wo der Verkehr durch maßlose Baugebietsausweisungen herkommt.
Wenn Landrat Löwl diese Alternative nicht ernsthaft prüft, dann belegt er damit, dass ihn von weiland Christmann nichts unterscheidet, Parteipolitik geht vor Bürgerpolitik. Das ist die Chance für Löwl sich von diesem Politikstil zu lösen.
Die Landkreispolitiker verwiesen bisher beim Thema Nordostumgehung stets darauf, dass sowohl SPD als auch CSU Karlsfeld für die Umfahrung wären, wenn gewisse Randbedingungen eingehalten werden würden.
Dieses Argument ist nun dahin. Nicht einmal für eine Sonderbaulast durch den Landkreis wollen die Karlsfelder stimmen. " Es kann nicht sein, dass die Gemeinde (Karlsfeld) künftige Mehrbelastungen auch noch mitfanziert."
Damit ist zwar noch lange keine Mehrheit gegen die Nordostfahrung auf die Beine gestellt, aber die Taktik der CSU mit der SPD im Boot den Karlsfeldern die Steigerung des Verkehrsaufkommens in Karlsfeld durch die Dachauer Umgehung schon verkaufen zu können ist dahin: denn die SPD wehrt sich jetzt wie das Bündnis für Karlsfeld, zurück bleibt die CSU als alleinig verantwortliche Partei, die den Verkehrswahn zu Lasten ihrer Bürger mitträgt.
Der SPD Dachau erleichtert der Paradigmenwechsel der Karlsfelder auf den Zug aufzuspringen. Noch dazu da die bessere von den schlechten Lösungen vom Oberbürgermeister der SPD längst ins Spiel gebracht wurde: Die Westumfahrung, denn sie muss nicht zwangsläufig durch die Amperauen führen. Das einzige Problem ist für Landrat Löwl: sie führt an den CSU-Hochburgen vorbei, dort wo der Verkehr durch maßlose Baugebietsausweisungen herkommt.
Wenn Landrat Löwl diese Alternative nicht ernsthaft prüft, dann belegt er damit, dass ihn von weiland Christmann nichts unterscheidet, Parteipolitik geht vor Bürgerpolitik. Das ist die Chance für Löwl sich von diesem Politikstil zu lösen.
SPD Karlsfeld gegen Nord-Ost-Umfahrung von Dachau
7. August 2014
Pressemiteilung der SPD Karlsfeld
SPD Karlsfeld gegen Nord-Ost-Umfahrung von Dachau
Die Karlsfelder SPD ist gegen die Nord-Ost-Umfahrung von Dachau. In Zeiten knappen Geldes sollten die vorhandenen Mittel besser zum Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) eingesetzt werden.
Es ist seit langem bekannt, dass die diskutierten Umfahrung der Stadt Dachau kaum Entlastung bringt. Wie jeder neue Straßenbau wird sie aber zusätzlichen Individualverkehr erzeugen. Dieser Mehrverkehr wird dann in Karlsfeld die Verkehrsbelastung weiter verschärfen. Alle erforderlichen Maßnahmen um eine Mehrbelastung von Karlsfeld zu vermeiden werden am Geld scheitern. Die Karlsfelder SPD sieht daher keinen Nutzen in der Nord-Ost-Umfahrung sondern Verschwendung von öffentlichen Geldern, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden.
Eine zielführende Verkehrsplanung kann nur im Zusammenspiel aller Landkreisgemeinden – wie auch im Projekt ‘Zwischen Dorf und Metropole’ gefordert – eine für alle befriedigende und erträgliche Lösung bringen. Eine finanzielles Engagement des Landkreises, an der Karlsfeld durch die Kreisumlage beteiligt ist, lehnt die SPD strikt ab. Es kann nicht sein, dass die Gemeinde künftige Mehrbelastungen auch noch mitfinanziert.
Freitag, 8. August 2014
Beiträge aus dem Sommerloch. Heute: „Mehr Radkomfort in Dachau“.
Mit der Umgestaltung der extrem unfallträchtigen Kreuzung Sudetenland Straße und Theodor-Heuss-Straße hat Dachau regelrecht Neuland betreten.
Barrierefrei und für Dachauer Verhältnisse geradezu bahnbrechend, ein vorgezogener Haltestreifen für Radfahrer. Damit bleiben Radfahrer beim Warten im Sichtbereich der Autos. Gut so. Insbesondere weil in absehbarer Zeit für Radfahrer sowieso die Autofahrerampel gilt.
Aber, der Rad fahrende Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Es ist interessant zu beobachten, wie Radfahrer vom Radweg auf den Gehweg wechseln nur um fünf Meter weiter vorne auf das Grünlicht zu warten.
Diese Erfindung kommt ursprünglich aus Dänemark und ist so erfolgreich, dass auch Ulm solche Bügel installiert hat. Diese kleine Verbesserung hat mehrfachen Nutzen:
Ach ja, die Stadt Ulm hat Standard-Absperrbügel durch den Bauhof mit den Fußabstellbrettern aufrüsten lassen und den Hinweis "RadHalt" entwickelt.
Vielen Dank an Tom Schiller, Radbeauftragter in der Stadtverwaltung der Stadt Ulm, für das informative und anregende Gespräch und die Genehmigung das Foto auf unserem Blog zu verwenden.
Das Bündnis für Dachau wird jedenfalls einen Antrag dazu vorbereiten.
Bernhard Sturm/Stadtrat
Barrierefrei und für Dachauer Verhältnisse geradezu bahnbrechend, ein vorgezogener Haltestreifen für Radfahrer. Damit bleiben Radfahrer beim Warten im Sichtbereich der Autos. Gut so. Insbesondere weil in absehbarer Zeit für Radfahrer sowieso die Autofahrerampel gilt.
Aber, der Rad fahrende Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Es ist interessant zu beobachten, wie Radfahrer vom Radweg auf den Gehweg wechseln nur um fünf Meter weiter vorne auf das Grünlicht zu warten.
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| RadlerInnen warten auf dem Gehweg. Außerhalb der Sichtachse der Autofahrer. |
Unser Vorschlag, ein Anhalte- und Fußabstellbügel für wartende Radfahrer.
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| Der sogenannte "RadHalt" der Stadt Ulm. © Stadt Ulm |
- Der Bügel animiert die Radfahrer an der richtigen Stelle zu warten.
- Es ist sogar davon auszugehen, dass durch den höheren Wartekomfort weniger Rotlichtverstöße begangen werden.
- Durch die Bügel zeigt Dachau, dass wir es mit der Förderung des Radverkehrs ernst meinen.
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| So könnte es aussehen. |
Ach ja, die Stadt Ulm hat Standard-Absperrbügel durch den Bauhof mit den Fußabstellbrettern aufrüsten lassen und den Hinweis "RadHalt" entwickelt.
Vielen Dank an Tom Schiller, Radbeauftragter in der Stadtverwaltung der Stadt Ulm, für das informative und anregende Gespräch und die Genehmigung das Foto auf unserem Blog zu verwenden.
Das Bündnis für Dachau wird jedenfalls einen Antrag dazu vorbereiten.
Bernhard Sturm/Stadtrat
Donnerstag, 31. Juli 2014
Besuch des ältesten bayerischen Abenteuerspielplatzes “ABIX”
Informationsfahrt des Bündnis’ für Dachau
Besuch des ältesten bayerischen Abenteuerspielplatzes “ABIX”
Bündnis für Dachau-Vorstand lädt die Referentin für Bäder, Spiel- und Bolzplätze, Ingrid Sedlbauer zu einer Besichtigungsfahrt des ältesten Abenteuerspielplatzes in München-Hasenbergl ein. Neben Ingrid Sedlbauer (ÜB) und Sabine Geißler (Fraktionsvorsitzende Bündnis) nimmt auch Stadträtin Anke Drexler (SPD) teil.
Von Mike Berwanger und Margot Heinze-Ehrlich
Dachau kann viele Freizeitaktivitäten anbieten: Sportvereine, Freibad, Halfpipe, JUZ und einen neuen Boolplatz am ehemaligen Moorbad. Jedoch fehlt es an öffentlich zugänglichen, für alle nutzbaren Frei- und Grünflächen, die jeder in Anspruch nehmen kann, egal wie alt, und ohne Vereinsmitgliedschaft. Außerdem fehlt es gerade in den Neubauvierteln bzw. zu planenden Vierteln (wie Augustenfeld) an Speilangeboten für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren. Dabei gibt es seit den 70er Jahren Konzepte für betreute und integrierende Abenteuerspielplätze. Gemeint ist damit, ein von Sozialpädagogen betreutes Gelände mit einem festen Kinderhaus. Auf der Freifläche bauen Kinder von sechs bis 14 Jahren Holzhütten, lernen dabei mit Material und Werkzeug umzugehen, gemeinsam zu gestalten, Freiräume zu nutzen und sich abzusprechen. Das Haus ist sowohl für schlechtes Wetter zum Spielen als auch zum Hausaufgaben machen, Kochen und Essen und für besondere Einzel- und Gruppenaktivitäten.
Ein Besuch mit Erlebnischarakter
Um sich ein Bild von einem gut funktionierenden betreuten Abenteuerspielplatz zu machen hat Bündnis-Vorstand und Sozialpädagogin Margot Heinze-Ehrlich die neue Referentin für Bäder, Spiel- und Bolzplätze, Ingrid Sedlbauer, am Freitag, 25. Juli, zu einem nachmittäglichen Besuch eingeladen. Da es durchaus Interesse an zusätzlichen Ideen zu Freizeitkonzepten gibt, nehmen neben den Stadträtinnen Anke Drexler und Sabine Geißler auch die Bündnis-Vorstände Marion Boehm und Lena Wirthmüller teil sowie der Bündnis-Sprecher, Mike Berwanger.
Auf dem weiten Areal des ABIX (Abenteuerspielplatz Hasenbergl) an der Weitlstraße empfängt Christian Fichtl die interessierte Gruppe. Der Sozialpädagoge, der seit zwölf Jahren die Kinder auf dem Spielplatz betreut, kann voller stolz auf die über 40-jährige Erfahrung des ABIX verweisen. Das ABIX ist ein Spielplatz, wo Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ohne Anmeldung und kostenlos aus Holz und Nägeln Hütten und Baumhäuser selbständig bauen dürfen. Damit das nicht in vollkommenem Chaos endet gibt es ein paar einfache Grundregeln:
- Jeder muss sich sein Baumaterial durch Gemeinschaftsarbeit verdienen.
- Für fünf Minuten Gemeinschaftsarbeit gibt es einen Taler (= 1 Beilagscheibe).
- Für einen Taler kann man sich fünf Nägel kaufen.
- Altes Holz ist kostenfrei, neues muss gekauft werden.
- Die Umgangssprache ist Deutsch (in ganzen Sätzen).
- Schimpfwörter untereinander sind verpönt, Zuwiderhandelnde bekommen eine Strafe aufgebrummt in Form von fünf Minuten Gemeinschaftsarbeit.
Das hört sich schon fast wie Reglementierung an, funktioniert aber bestens und gibt den Kindern Halt und Gemeinschaft. Denn neben dem Bauspielbereich gibt es für alle Kinder jeden Tag (Mo-Sa!) ein warmes kostenfreies Mittagessen, dazu dreimal die Woche ein Angebot zur Hausaufgabenunterstützung, ein Spielhaus für Schlechtwetter mit Toberaum, Instrumenten und Kreativangeboten sowie Ausflüge und Ferienfahrten.
„Natürlich kostet das alles etwas“, meint Christian Fichtl, „aber bei uns gibt es Etliche, die noch nie in einem Wald waren, die gar nicht wissen, wie Hammer und Säge funktionieren“.
Es geht lärmig zu auf dem Platz, während Fichtl alles erklärt. Scharen von Kindern spielen mit Begeisterung an den Brunnen (denn es ist ein heißer Sommertag) und die Informationsgruppe staunt nicht schlecht über die holzgewordenen Fantasien der Kinder. Dort gibt es Blockhäuser mit Wendeltreppe und Geheimgang, Baumhäuser mit Strickleitern und Wallzäune mit Wehrgang. Dazu noch Brunnen mit Staubecken und Ablaufrinnen. Und als absoluter Höhepunkt ein originalgetreuer Nachbau (1:5) der Mayflower, dem Auswandererschiff der Pilgrim Fathers aus dem 17. Jh., das Betreuer und Kinder in vierjähriger Arbeit gemeinsam gebaut haben.
Direkt angrenzend neben dem ABIX befindet sich ein weiträumiges Wiesenareal mit vereinzelten Spielplatzelementen für Kleine, Bänken und Bolzplatz,. Aber hauptsächlich bietet es viel Platz für Jedermann, zum Frisbee- oder Federballspielen, zum Rumtollen oder einfach nur zum Faulenzen.
„Jetzt denk ich die ganze Zeit schon, wo wir sowas in Dachau machen könnten“, sinniert Anke Drexler von der SPD, bevor es noch zu einer Bezirkssportanlage und einem Brachfeld in der Fröttmaninger Heide geht.
Auf dem Bild von links nach rechts
SPD-Stadträtin Anke Drexler,
Bündnis-Vorständin Marion Boehm,
Christian Fichtl (ABIX),
ÜB-Stadträtin Ingrid Sedlbauer,
Bündnis-Vorständin Margot Heinze-Ehrlich
Bündnis Stadträtin Sabine Geißler
Besuch des ältesten bayerischen Abenteuerspielplatzes “ABIX”
Bündnis für Dachau-Vorstand lädt die Referentin für Bäder, Spiel- und Bolzplätze, Ingrid Sedlbauer zu einer Besichtigungsfahrt des ältesten Abenteuerspielplatzes in München-Hasenbergl ein. Neben Ingrid Sedlbauer (ÜB) und Sabine Geißler (Fraktionsvorsitzende Bündnis) nimmt auch Stadträtin Anke Drexler (SPD) teil.
Von Mike Berwanger und Margot Heinze-Ehrlich
Dachau kann viele Freizeitaktivitäten anbieten: Sportvereine, Freibad, Halfpipe, JUZ und einen neuen Boolplatz am ehemaligen Moorbad. Jedoch fehlt es an öffentlich zugänglichen, für alle nutzbaren Frei- und Grünflächen, die jeder in Anspruch nehmen kann, egal wie alt, und ohne Vereinsmitgliedschaft. Außerdem fehlt es gerade in den Neubauvierteln bzw. zu planenden Vierteln (wie Augustenfeld) an Speilangeboten für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren. Dabei gibt es seit den 70er Jahren Konzepte für betreute und integrierende Abenteuerspielplätze. Gemeint ist damit, ein von Sozialpädagogen betreutes Gelände mit einem festen Kinderhaus. Auf der Freifläche bauen Kinder von sechs bis 14 Jahren Holzhütten, lernen dabei mit Material und Werkzeug umzugehen, gemeinsam zu gestalten, Freiräume zu nutzen und sich abzusprechen. Das Haus ist sowohl für schlechtes Wetter zum Spielen als auch zum Hausaufgaben machen, Kochen und Essen und für besondere Einzel- und Gruppenaktivitäten.
Ein Besuch mit Erlebnischarakter
Um sich ein Bild von einem gut funktionierenden betreuten Abenteuerspielplatz zu machen hat Bündnis-Vorstand und Sozialpädagogin Margot Heinze-Ehrlich die neue Referentin für Bäder, Spiel- und Bolzplätze, Ingrid Sedlbauer, am Freitag, 25. Juli, zu einem nachmittäglichen Besuch eingeladen. Da es durchaus Interesse an zusätzlichen Ideen zu Freizeitkonzepten gibt, nehmen neben den Stadträtinnen Anke Drexler und Sabine Geißler auch die Bündnis-Vorstände Marion Boehm und Lena Wirthmüller teil sowie der Bündnis-Sprecher, Mike Berwanger.
Auf dem weiten Areal des ABIX (Abenteuerspielplatz Hasenbergl) an der Weitlstraße empfängt Christian Fichtl die interessierte Gruppe. Der Sozialpädagoge, der seit zwölf Jahren die Kinder auf dem Spielplatz betreut, kann voller stolz auf die über 40-jährige Erfahrung des ABIX verweisen. Das ABIX ist ein Spielplatz, wo Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ohne Anmeldung und kostenlos aus Holz und Nägeln Hütten und Baumhäuser selbständig bauen dürfen. Damit das nicht in vollkommenem Chaos endet gibt es ein paar einfache Grundregeln:
- Jeder muss sich sein Baumaterial durch Gemeinschaftsarbeit verdienen.
- Für fünf Minuten Gemeinschaftsarbeit gibt es einen Taler (= 1 Beilagscheibe).
- Für einen Taler kann man sich fünf Nägel kaufen.
- Altes Holz ist kostenfrei, neues muss gekauft werden.
- Die Umgangssprache ist Deutsch (in ganzen Sätzen).
- Schimpfwörter untereinander sind verpönt, Zuwiderhandelnde bekommen eine Strafe aufgebrummt in Form von fünf Minuten Gemeinschaftsarbeit.
Das hört sich schon fast wie Reglementierung an, funktioniert aber bestens und gibt den Kindern Halt und Gemeinschaft. Denn neben dem Bauspielbereich gibt es für alle Kinder jeden Tag (Mo-Sa!) ein warmes kostenfreies Mittagessen, dazu dreimal die Woche ein Angebot zur Hausaufgabenunterstützung, ein Spielhaus für Schlechtwetter mit Toberaum, Instrumenten und Kreativangeboten sowie Ausflüge und Ferienfahrten.
„Natürlich kostet das alles etwas“, meint Christian Fichtl, „aber bei uns gibt es Etliche, die noch nie in einem Wald waren, die gar nicht wissen, wie Hammer und Säge funktionieren“.
Es geht lärmig zu auf dem Platz, während Fichtl alles erklärt. Scharen von Kindern spielen mit Begeisterung an den Brunnen (denn es ist ein heißer Sommertag) und die Informationsgruppe staunt nicht schlecht über die holzgewordenen Fantasien der Kinder. Dort gibt es Blockhäuser mit Wendeltreppe und Geheimgang, Baumhäuser mit Strickleitern und Wallzäune mit Wehrgang. Dazu noch Brunnen mit Staubecken und Ablaufrinnen. Und als absoluter Höhepunkt ein originalgetreuer Nachbau (1:5) der Mayflower, dem Auswandererschiff der Pilgrim Fathers aus dem 17. Jh., das Betreuer und Kinder in vierjähriger Arbeit gemeinsam gebaut haben.
Direkt angrenzend neben dem ABIX befindet sich ein weiträumiges Wiesenareal mit vereinzelten Spielplatzelementen für Kleine, Bänken und Bolzplatz,. Aber hauptsächlich bietet es viel Platz für Jedermann, zum Frisbee- oder Federballspielen, zum Rumtollen oder einfach nur zum Faulenzen.
„Jetzt denk ich die ganze Zeit schon, wo wir sowas in Dachau machen könnten“, sinniert Anke Drexler von der SPD, bevor es noch zu einer Bezirkssportanlage und einem Brachfeld in der Fröttmaninger Heide geht.
Auf dem Bild von links nach rechts
SPD-Stadträtin Anke Drexler,
Bündnis-Vorständin Marion Boehm,
Christian Fichtl (ABIX),
ÜB-Stadträtin Ingrid Sedlbauer,
Bündnis-Vorständin Margot Heinze-Ehrlich
Bündnis Stadträtin Sabine Geißler
SZ: Stillstand beim sozialen Wohnungsbau
Wir möchten auf einen lesenswerten Artikel in der Dachauer SZ von Petra Schafflik hinweisen, mit der Thematik hat sich auch unsere gestrige Veranstaltung Aufbruch Dachau beschäftigt.
Dachauer SZ vom 29.07.14
Nur die Stadt Dachau hat sich bisher darum gekümmert, dass auch Menschen mit geringeren Einkommen eine Bleibe gefunden haben. Im Landkreis tut sich so gut wie nichts.
Stillstand beim sozialen Wohnungsbau
Hoffen wir mal, dass unter dem neuem Landrat Löwl 30 Jahre Stillstand, Starre und Tatenlosigkeit, oder sollen wir es Totalversagen nennen, ihr Ende finden. Das erforderte natürlich auch die Konzentration auf Kreisthemen. Die Stadtthemen, wie Verlagerungen und Erweiterungen von Sportgeländen können sehr gut den zuständigen Gremien überlassen werden.
Dachauer SZ vom 29.07.14
Nur die Stadt Dachau hat sich bisher darum gekümmert, dass auch Menschen mit geringeren Einkommen eine Bleibe gefunden haben. Im Landkreis tut sich so gut wie nichts.
Stillstand beim sozialen Wohnungsbau
Hoffen wir mal, dass unter dem neuem Landrat Löwl 30 Jahre Stillstand, Starre und Tatenlosigkeit, oder sollen wir es Totalversagen nennen, ihr Ende finden. Das erforderte natürlich auch die Konzentration auf Kreisthemen. Die Stadtthemen, wie Verlagerungen und Erweiterungen von Sportgeländen können sehr gut den zuständigen Gremien überlassen werden.
Presseschau zur Umgehung
30.07.14 Dachauer SZ Wer soll das bezahlen?
Leider ist der Kommentar von in der heutigen Ausgabe Wolfgang Eitler nicht online, der ist auch lesenswert.
31.07.14 Dachauer Nachrichten / Münchner Merkur Dachauer Stadtrat sagt Ja zur Nord-Ost-Umfahrung
Lustig der Satz: "Löwl hatte zuvor gegenüber den Dachauer Nachrichten betont, dass die kommunale Sonderbaulast der Ostumfahrung ganz klar bei der Stadt Dachau liege." Das sieht nicht mal die Dachauer CSU so, zumindest bis Dienstag.
Aus Karlsfelder Sicht, so eindeutig wie oft getan wird scheinen die Karlsfelder nicht hinter der Dachauer Ost-Umgehung zu stehen
31.07.14 Dachauer Nachrichten / Münchner Merkur Dachau will die Nord-Ost-Umfahrung - Karlsfeld befürchtet Verkehrskatastrophe
Auch Indersdorf bekommt Druck von der Regierung
30.07.14 Dachauer SZ
Gemeinsam gegen die Blechlawine
Mittwoch, 30. Juli 2014
Ostverwehung: CSU in der Logik Falle
Nach der gestrigen Stadtratssitzung fallen die Wertungen des Abstimmungsergebnisses unterschiedlich aus. Für das Bündnis für Dachau wurde aus der Ostumgehung eine Ostverwehung.
Immerhin hat sich die Dachauer CSU dazu durch gerungen, dem staatlichen Bauamt Freising keinen Blankoscheck auszustellen. Die CSU Stadträte haben der Verwaltung so lange Fragen zur rechtlichen Situation gestellt, bis diese sich während der Sitzung beim staatlichen Bauamt in Freising rückversicherte, dass ein Beschluss zur Kostenübernahme (Sonderbaulast) nicht notwendig sei um das Verfahren zur Planfeststellung zu starten.
Aber die CSU setzt noch immer auf das Prinzip Hoffnung sticht Gutachten:
Die beiden Umfahrungen haben überschaubaren Nutzen für die Verkehrsentlastung in der Stadt Dachau (entlastet werden v.a. die Sudetenlandstraße, die Schleißheimer Straße und die Alte Römer-Straße, nur unwesentlich die Münchner und die Mittermayerstraße)
Beide Gutachten sagen zu diesem Thema, in Dachau gibt es keine nennenswerte Entlastung.
Die CSU hofft auf "erheblichen Nutzen für den Landkreis Dachau, z.B. für Hebertshausen, aber auch deshalb, weil sich die Schleichverkehre auf die Umgehungen zurückverlagern werden." Hebertshausen ist wahrscheinlich die einzige Gemeinden, die auf eine Entlastzung tatsächlich hoffen kann, aber auf Kosten des Ortsteils Ampermoching, denn die Umfahrung Hebertshausen endet mit einem Anschluss an die St 2339 südlich von Ampermoching. Das heißt der komplette Verkehr der bisher durch Hebertshausen führt, muss sich durch die Engstelle in der Kreuzung Ampermoching pressen.
Weiter im Text der CSU: "Die Umfahrungen sind also insbesondere eine Frage der Solidarität mit dem Landkreis (dem die Stadt bekanntlich angehört...)"
1. Was ist denn das für eine Solidarität? eine einziger Ortsteil der Gemeinde Hebertshausen wird entlastet!
2. Ein anderer Ortsteil der Gemeinde Hebertshausen (Ampermoching) wird belastet!
3. Dafür wird Natur entlang der Amper zerstört!
Wenn die Umgehung so wichtig für den Landkreis wäre, warum nimmt sie dann der Landkreis nicht in die Sonderbaulast? 50% des Landkreishaushaltes werden von der Stadt Dachau aufgebracht. Solidarischer kann man ja gar nicht sein!
Die CSU kritisiert das Bündnis für Dachau:
"Die Bevölkerungsentwicklungsprognosen und die Verkehrsentwicklungsprognosen haben sich im Vergleich zur Erstellung der vorliegenden Gutachten drastisch verändert - mehr Menschen, mehr Verkehr, v.a. mehr Schwerlastverkehr sind die Folge. Stadt und Landkreis müssen den drohenden Verkehrskollaps verhindern. Mit welcher realistischen Alternative zur Nord-Ost-Umfahrung das möglich sein soll, dazu kein Wort von Grünen und Bündnis.
Das Bündnis für Dachau soll eine Alternative zu keiner Lösung präsentieren. Null mal Null ist Null!
Wir können die Baugietsausweisungen im Hinterland nicht stoppen, der Landkreis kann es schon!
Da gibt es keine Alternative, die Christmann CSU versagt seit 30 Jahren und konnte keine Lösungen anbieten.
Die CSU selbst sagt, dass die Umfahrung keine Entlastung für Dachau bringt. Also ist die Alternative dazu obsolet.
Der Verursacher für den Verkehr im Hinterland sind die massiven Baugebietsausweisungen.
Die Lasten sollen Dachau und Karlsfeld tragen und am Besten auch noch bezahlen.
Die CSU wettert auch gegen eine Westumfahrung und plötzlich spielt Naturschutz eine Rolle:
- "müsste die Westumfahrung voll durch das Ampergebiet geführt werden - ökologisch eine Katastrophe."
und durch welches Gebiet führt die Hebersthauser Umfahrung? Gibts da keine Amper?
- "eine vorgeschlagene Westumfahrung funktioniert nicht, weil die Umfahrung spätestens an der A8 im Stau endet"
und warum soll dann eine Ostumfahrung funktionieren? die endet ebenfalls im täglichen Stau, der sogar teilweise bis zum Ortseingang Dachau reicht.
Anmerkung zur Umfahrung Hebertshausen, zu der ins Auge gefassten Wahltrasse 1
Umfahrung Hebertshausen:
Die Wahltrasse 1 der Umfahrung Hebertshausen beginnt mit einem höhenfreien Anschluss an die geplante Ostumfahrung Dachau. Sie führt in nordöstlicher Richtung über bestehende Fischteiche hinweg. Anschließend verläuft sie über landwirtschaftlich genutzte Flächen, passiert südlich ein einzelnes Wohnhaus mit einem Abstand von etwa 40 Metern und verläuft zwischen einem Sportgelände und der Schiebestation der Bayern Gas AG hindurch. Der weitere Verlauf richtet sich weitgehend nach einem bestehenden landwirtschaftlichen Weg durch ein Landschaftsschutzgebiet bzw. Naherholungswald. Nach diesem Waldstück verlässt die Wahltrasse 1 den bestehenden Weg und führt über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, durchquert ein Biotop mit zwei Fischteichen. Danach schwenkt sie mit einer Linkskurve Richtung Norden und quert einen öffentlichen Feld- und Waldweg, welcher im weiteren Verlauf als Privatweg eine Verbindung zwischen Ampermoching und Gut Obergrashof darstellt. Das Bauende der Wahltrasse 1 ist der Anschluss an die bestehende St 2339 südlich von Ampermoching.
Immerhin hat sich die Dachauer CSU dazu durch gerungen, dem staatlichen Bauamt Freising keinen Blankoscheck auszustellen. Die CSU Stadträte haben der Verwaltung so lange Fragen zur rechtlichen Situation gestellt, bis diese sich während der Sitzung beim staatlichen Bauamt in Freising rückversicherte, dass ein Beschluss zur Kostenübernahme (Sonderbaulast) nicht notwendig sei um das Verfahren zur Planfeststellung zu starten.
Aber die CSU setzt noch immer auf das Prinzip Hoffnung sticht Gutachten:
Die beiden Umfahrungen haben überschaubaren Nutzen für die Verkehrsentlastung in der Stadt Dachau (entlastet werden v.a. die Sudetenlandstraße, die Schleißheimer Straße und die Alte Römer-Straße, nur unwesentlich die Münchner und die Mittermayerstraße)
Beide Gutachten sagen zu diesem Thema, in Dachau gibt es keine nennenswerte Entlastung.
Die CSU hofft auf "erheblichen Nutzen für den Landkreis Dachau, z.B. für Hebertshausen, aber auch deshalb, weil sich die Schleichverkehre auf die Umgehungen zurückverlagern werden." Hebertshausen ist wahrscheinlich die einzige Gemeinden, die auf eine Entlastzung tatsächlich hoffen kann, aber auf Kosten des Ortsteils Ampermoching, denn die Umfahrung Hebertshausen endet mit einem Anschluss an die St 2339 südlich von Ampermoching. Das heißt der komplette Verkehr der bisher durch Hebertshausen führt, muss sich durch die Engstelle in der Kreuzung Ampermoching pressen.
Weiter im Text der CSU: "Die Umfahrungen sind also insbesondere eine Frage der Solidarität mit dem Landkreis (dem die Stadt bekanntlich angehört...)"
1. Was ist denn das für eine Solidarität? eine einziger Ortsteil der Gemeinde Hebertshausen wird entlastet!
2. Ein anderer Ortsteil der Gemeinde Hebertshausen (Ampermoching) wird belastet!
3. Dafür wird Natur entlang der Amper zerstört!
Wenn die Umgehung so wichtig für den Landkreis wäre, warum nimmt sie dann der Landkreis nicht in die Sonderbaulast? 50% des Landkreishaushaltes werden von der Stadt Dachau aufgebracht. Solidarischer kann man ja gar nicht sein!
Die CSU kritisiert das Bündnis für Dachau:
"Die Bevölkerungsentwicklungsprognosen und die Verkehrsentwicklungsprognosen haben sich im Vergleich zur Erstellung der vorliegenden Gutachten drastisch verändert - mehr Menschen, mehr Verkehr, v.a. mehr Schwerlastverkehr sind die Folge. Stadt und Landkreis müssen den drohenden Verkehrskollaps verhindern. Mit welcher realistischen Alternative zur Nord-Ost-Umfahrung das möglich sein soll, dazu kein Wort von Grünen und Bündnis.
Das Bündnis für Dachau soll eine Alternative zu keiner Lösung präsentieren. Null mal Null ist Null!
Wir können die Baugietsausweisungen im Hinterland nicht stoppen, der Landkreis kann es schon!
Da gibt es keine Alternative, die Christmann CSU versagt seit 30 Jahren und konnte keine Lösungen anbieten.
Die CSU selbst sagt, dass die Umfahrung keine Entlastung für Dachau bringt. Also ist die Alternative dazu obsolet.
Der Verursacher für den Verkehr im Hinterland sind die massiven Baugebietsausweisungen.
Die Lasten sollen Dachau und Karlsfeld tragen und am Besten auch noch bezahlen.
Die CSU wettert auch gegen eine Westumfahrung und plötzlich spielt Naturschutz eine Rolle:
- "müsste die Westumfahrung voll durch das Ampergebiet geführt werden - ökologisch eine Katastrophe."
und durch welches Gebiet führt die Hebersthauser Umfahrung? Gibts da keine Amper?
- "eine vorgeschlagene Westumfahrung funktioniert nicht, weil die Umfahrung spätestens an der A8 im Stau endet"
und warum soll dann eine Ostumfahrung funktionieren? die endet ebenfalls im täglichen Stau, der sogar teilweise bis zum Ortseingang Dachau reicht.
Anmerkung zur Umfahrung Hebertshausen, zu der ins Auge gefassten Wahltrasse 1
Umfahrung Hebertshausen:
Die Wahltrasse 1 der Umfahrung Hebertshausen beginnt mit einem höhenfreien Anschluss an die geplante Ostumfahrung Dachau. Sie führt in nordöstlicher Richtung über bestehende Fischteiche hinweg. Anschließend verläuft sie über landwirtschaftlich genutzte Flächen, passiert südlich ein einzelnes Wohnhaus mit einem Abstand von etwa 40 Metern und verläuft zwischen einem Sportgelände und der Schiebestation der Bayern Gas AG hindurch. Der weitere Verlauf richtet sich weitgehend nach einem bestehenden landwirtschaftlichen Weg durch ein Landschaftsschutzgebiet bzw. Naherholungswald. Nach diesem Waldstück verlässt die Wahltrasse 1 den bestehenden Weg und führt über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, durchquert ein Biotop mit zwei Fischteichen. Danach schwenkt sie mit einer Linkskurve Richtung Norden und quert einen öffentlichen Feld- und Waldweg, welcher im weiteren Verlauf als Privatweg eine Verbindung zwischen Ampermoching und Gut Obergrashof darstellt. Das Bauende der Wahltrasse 1 ist der Anschluss an die bestehende St 2339 südlich von Ampermoching.
Ostumfahrung sinnlos - oder die Suche nach dem letzten Argument
In der gestrigen Stadtratssitzung wurde es offenbar. Die Befürworter der Ostumfahrung suchen nach dem letzten Argument für dieses Strassenbauprojekt.
Abgesehen von der ÜB, die glaubensgleich an einer Nord-Ostumfahrung fest halten, nagen an allen anderen nennenswerten Befürwortern die fehlenden Argumente.
Die Entlastungswirkung der Nord-Ostumgehung auf den Innenstadtverkehr in Dachau: Jahrelang verhinderte eine Allianz aus ÜB und CSU Maßnahmen zur Verkehrsentlastung in Dachau (insbesondere Münchner Straße) mit dem Hinweis auf Verbesserungen durch eine fiktive Nord-Ostumgehung. Seit gestern wird auch hier akzeptiert, dass diese Straße keinen Effekt auf den Innenstadtverkehr hat. Selbst die letzte Hoffnung, dass der morgendliche Berufsverkehr abgemildert werden könnte, entpuppt sich als Trugbild. Der gemeine Autofahrer akzeptiert eben keine endlosen Umwege, die noch dazu im unvermeindliche Stau enden.
Die Kosten: Im Laufe der Diskussion der letzten Wochen keimte bei den Beführwortern plötzlich Hoffnung auf. Landrat Löwl verkündete per Dekret, dass die Ostumghung nur 5 Mio EUR Kosten würde. Nicht dazu gesagt hat er, dass das der Anteil für die Stadt Dachau wäre. Auch hat er nicht erwähnt, dass das nicht das Ende der Fahnenstange ist. Dazu kommen die Anschlüsse an das Gewerbegebiet, eine höchstwahrscheinliche Aufständerung und der Unterhalt der Straße.Dazu kommt die Sonderbaulast für die Südumfahrung Hebertshausen. Dazu kommt die Sonderbaulast für die Nordumfahrung von Dachau. Dazu kommt die Sonderbaulast für die Ostumfahrung Ampermoching. Die CSU hat erklärt, dass Sie dem Wähler es gerne erklärt, dass wegen all der Straßen halt keine wirklich wichtigen Investitionen mehr getätigt werden können. Mal sehen wieviel Verzicht der Dachauer Wähler akzeptieren kann.
Die Solidarität: Das scheinbar letzte Argument der Befürworter. Mantraartig wurde es in der gestrigen Sitzung wiederholt. Wir sind Teil des Landkreises und damit müssen wir eben mit dem Landkreis solidarisch sein. Sören Schneider hatte dazu den richtigen Spruch. "Wir sind solidarisch, aber wir sind nicht doof". Und da hat er wohl recht. Wo ist die Solidarität des Landkreises in Sachen Sozialer Wohnungsbau. Wo ist die Solidarität bei der massiven Ausweisung von Baugebieten ohne darauf zu achten, dass auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Wo ist die Solidarität bei der Verbesserung des ÖPNV. Während in Dachau die Ausweitung des Busverkehrs bis 22.00 Uhr vor der Tür steht, fährt der letzte Bus in Richtung Günding um 19.05 Uhr. Nach Schönbrunn - immerhin der größte Arbeitgeber im Landkreis - gibt es gerade mal 6 ( die letzte um 17.46 Uhr) Verbindungen am Tag.
Michael Eisenmann
Stadtrat
Abgesehen von der ÜB, die glaubensgleich an einer Nord-Ostumfahrung fest halten, nagen an allen anderen nennenswerten Befürwortern die fehlenden Argumente.
Die Entlastungswirkung der Nord-Ostumgehung auf den Innenstadtverkehr in Dachau: Jahrelang verhinderte eine Allianz aus ÜB und CSU Maßnahmen zur Verkehrsentlastung in Dachau (insbesondere Münchner Straße) mit dem Hinweis auf Verbesserungen durch eine fiktive Nord-Ostumgehung. Seit gestern wird auch hier akzeptiert, dass diese Straße keinen Effekt auf den Innenstadtverkehr hat. Selbst die letzte Hoffnung, dass der morgendliche Berufsverkehr abgemildert werden könnte, entpuppt sich als Trugbild. Der gemeine Autofahrer akzeptiert eben keine endlosen Umwege, die noch dazu im unvermeindliche Stau enden.
Die Kosten: Im Laufe der Diskussion der letzten Wochen keimte bei den Beführwortern plötzlich Hoffnung auf. Landrat Löwl verkündete per Dekret, dass die Ostumghung nur 5 Mio EUR Kosten würde. Nicht dazu gesagt hat er, dass das der Anteil für die Stadt Dachau wäre. Auch hat er nicht erwähnt, dass das nicht das Ende der Fahnenstange ist. Dazu kommen die Anschlüsse an das Gewerbegebiet, eine höchstwahrscheinliche Aufständerung und der Unterhalt der Straße.Dazu kommt die Sonderbaulast für die Südumfahrung Hebertshausen. Dazu kommt die Sonderbaulast für die Nordumfahrung von Dachau. Dazu kommt die Sonderbaulast für die Ostumfahrung Ampermoching. Die CSU hat erklärt, dass Sie dem Wähler es gerne erklärt, dass wegen all der Straßen halt keine wirklich wichtigen Investitionen mehr getätigt werden können. Mal sehen wieviel Verzicht der Dachauer Wähler akzeptieren kann.
Die Solidarität: Das scheinbar letzte Argument der Befürworter. Mantraartig wurde es in der gestrigen Sitzung wiederholt. Wir sind Teil des Landkreises und damit müssen wir eben mit dem Landkreis solidarisch sein. Sören Schneider hatte dazu den richtigen Spruch. "Wir sind solidarisch, aber wir sind nicht doof". Und da hat er wohl recht. Wo ist die Solidarität des Landkreises in Sachen Sozialer Wohnungsbau. Wo ist die Solidarität bei der massiven Ausweisung von Baugebieten ohne darauf zu achten, dass auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Wo ist die Solidarität bei der Verbesserung des ÖPNV. Während in Dachau die Ausweitung des Busverkehrs bis 22.00 Uhr vor der Tür steht, fährt der letzte Bus in Richtung Günding um 19.05 Uhr. Nach Schönbrunn - immerhin der größte Arbeitgeber im Landkreis - gibt es gerade mal 6 ( die letzte um 17.46 Uhr) Verbindungen am Tag.
Michael Eisenmann
Stadtrat
Stadtrat will Umgehung nicht in Sonderbaulast umsetzen
Einigkeit herrschte bei der gestrigen Diskussion im Stadtrat zur Ostumfahrung zwischen CSU, SPD, Grünen, Bündnis für Dachau, und ÜB:
- der Nutzen der Umgehung für die Stadt Dachau ist überschaubar (CSU) bzw. nicht vorhanden
- einen Blankoscheck für die Übernahme einer Sonderbaulast wird es nicht geben
Die Stadtverwaltung räumte zudem ein, dass zu den 4,5 Millionen städtischer Eigenbeteiligung noch die Kosten für die beiden Erschließungsstraßen zum Gewerbegebiet mit knapp einer Millionen € kommen, und dass die Übernahme der Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht ebenso weinig in der Kosten enthalten ist.
Der Entscheidungsdruck auf den Stadtrat seitens des Straßenbauamts liegt in der neuen Kompensationsverordnung begründet. Diese von der Landes-CSU entwickelte Verordnung sieht bessere Umweltstandards vor. Das ist natürlich ganz schrecklich. Bessere Umweltschutz zu Lasten des Straßenbaus sind für viele unvorstellbar. Alle Umwelt-Gutachten würden verfallen, wenn man nicht vor 1.9.14 die Planfeststellung eingeleitet hat.
Zur Kostenübersicht
13,25 Mio € + X Baukosten für die Ostumfahrung,
davon bleiben geschätzt bei der Stadt hängen
4,50 Mio €
0,77 Mio € für die Erschließungstraßen zum neuem Gewerbegebiet
X,XX Mio € für Unterhalt-, Sanierung und Verkehrsicherungspflicht, die ansonsten der Staat tragen würde
Diese Beträge können verdoppelt werden, wenn die Straße auf Stelzen gebaut werden muss, was sich aber erst im Verfahren herausstellen wird.
Dazu kommen noch die Kosten für die Nordumfahrung, denn ohne Nordumfahrung macht die Ostumfahrung keinen Sinn, was man aber nicht gerne benennen will. Die Strecke ist länger und somit die Kosten auch höher. Dazu kommen die Kosten für die Hebertshauser Umfahrung, die entlang des Amperufers auf die Ostumfahrung stösst. Summa summarum geht es hier um ein 50 Millionen-Projekt.
Mit der gestrigen Willensbekundung für den Bau und die Planung, jedoch mit der Vertagung der Entscheidung zur Übernahme der Sonderbaulast, hat man das staatliche Bauamt Freising zumindest das Planfeststellungsverfahren einzuleiten.
Eine Entscheidung gegen den Umweltschutz. Für Umweltschutz stimmten lediglich Grüne und Bündnis für Dachau.
- der Nutzen der Umgehung für die Stadt Dachau ist überschaubar (CSU) bzw. nicht vorhanden
- einen Blankoscheck für die Übernahme einer Sonderbaulast wird es nicht geben
Die Stadtverwaltung räumte zudem ein, dass zu den 4,5 Millionen städtischer Eigenbeteiligung noch die Kosten für die beiden Erschließungsstraßen zum Gewerbegebiet mit knapp einer Millionen € kommen, und dass die Übernahme der Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht ebenso weinig in der Kosten enthalten ist.
Der Entscheidungsdruck auf den Stadtrat seitens des Straßenbauamts liegt in der neuen Kompensationsverordnung begründet. Diese von der Landes-CSU entwickelte Verordnung sieht bessere Umweltstandards vor. Das ist natürlich ganz schrecklich. Bessere Umweltschutz zu Lasten des Straßenbaus sind für viele unvorstellbar. Alle Umwelt-Gutachten würden verfallen, wenn man nicht vor 1.9.14 die Planfeststellung eingeleitet hat.
Zur Kostenübersicht
13,25 Mio € + X Baukosten für die Ostumfahrung,
davon bleiben geschätzt bei der Stadt hängen
4,50 Mio €
0,77 Mio € für die Erschließungstraßen zum neuem Gewerbegebiet
X,XX Mio € für Unterhalt-, Sanierung und Verkehrsicherungspflicht, die ansonsten der Staat tragen würde
Diese Beträge können verdoppelt werden, wenn die Straße auf Stelzen gebaut werden muss, was sich aber erst im Verfahren herausstellen wird.
Dazu kommen noch die Kosten für die Nordumfahrung, denn ohne Nordumfahrung macht die Ostumfahrung keinen Sinn, was man aber nicht gerne benennen will. Die Strecke ist länger und somit die Kosten auch höher. Dazu kommen die Kosten für die Hebertshauser Umfahrung, die entlang des Amperufers auf die Ostumfahrung stösst. Summa summarum geht es hier um ein 50 Millionen-Projekt.
Mit der gestrigen Willensbekundung für den Bau und die Planung, jedoch mit der Vertagung der Entscheidung zur Übernahme der Sonderbaulast, hat man das staatliche Bauamt Freising zumindest das Planfeststellungsverfahren einzuleiten.
Eine Entscheidung gegen den Umweltschutz. Für Umweltschutz stimmten lediglich Grüne und Bündnis für Dachau.
Montag, 28. Juli 2014
Kein Platz für Rassismus – Kampagnenstart mit den Volksfestwirten
Die neue Initiative "Kein Platz für Rassismus" verbucht ihren ersten Erfolg. Mit dem Kampagnenstart mit den Volksfestwirtenn wurde der erste Schritt rechtzeitig abgeschlossen. Die Initiative wird parteiübergreifend unterstützt.
Freitag, 25. Juli 2014
Denk mit! Diese Umgehung ist keine Lösung
Derzeit geistern sehr viele Vermutungen im Diskussionsprozess für die Ostumfahrung.
Hier der Versuch ein paar Dinge klarzustellen.
Verlauf
1. Die Nordostumfahrung setzt sich zusammen aus der Nordumfahrung und der Ostumfahrung
2. Zusätzlich gibt es eine Umfharung Hebertshausen, die entlang der Amper durch die hochwertige Natur führt.
3. Die Pendler aus den Hinterland werden auf die Ostumfahrung geführt, dort haben sie die Wahl
a) der Ostumfahrung zu folgen und in den Flaschenhals der B471 Richtung Schleißheim zu folgen um auf der A92 weiterzufahren, ein Abbiegen Richtung Dachau ist unmöglich
b) auf halber Höhe die Ostumfahrung zu verlassen, sich durch das Gewerbegebiet Dachau Ost zu quälen um dann wieder auf die Alte Römer Straße zu kommen
c) gleich auf der Alten Römer Straße zu bleiben
Auf dem Bild sieht man lediglich die Ostumfahrung, sie verläuft parallel zum Gewerbegebiet. Der Anschluss aus Hebertshausen ist nach der ersten Kurve auf der linken Seite erkennbar.
Verkehrsströme:
- Der Verkehr in Richtung Flughafen München wird die jetzt schon beliebte Route Dachau/Hebertshausen/Haimhausen/A92 nehmen. Für die Hebertshausner ergibt sich in Richtung Dachau eine Entlastunga aber in die andere Richtung eine Mehrbelastung.
- Der Verkehr in Richtung MAN/MTU wird weiter über die Alte-Römer-Straße fahren, kein Mensch fährt 10 km Umweg, wenn er dabei auch im Stau zwischen Obergrashof und Ruderregatta steht.
- Was viele nicht wissen: der Anschluss Alte Römer-Straße soll gekappt werden, d.h. die Dachauer selbst kommen dann nicht mehr über die Würmmühle ins Gewerbegebiet, sie müssen dann erst auf die Umfahrung oder auf die Sudetenlandstraße bzw. Schleißheimer Straße. Hier gibt es dann den Binnenstau.
- Der Verkehr in Richtung Münchner Westen, spielt hier ohnehin keine Rolle
Kosten
1. Die bisher benannten Kosten beziehen sich lediglich auf die Ostumfahrung, das wesentlich kürzere Stück als die Nordumfahrung
2. Die Kosten betragen laut staatlichen Bauamt Freising 10 Millionen €,
a) nicht enthalten sind die Kosten für die beiden Anschlüsse ans Gewerbegebiet, diese muss die Stadt Dachau selbst tragen
b) nicht enthalten sind die Kosten für die Aufständerung der Fahrspur aus Naturschutzgründen
Kostenträger
Variante 1:
Die Kosten soll die Stadt Dachau in Sonderbaulast tragen, d.h. von den ca. 15 Millionen € für die Ostumfahrung (ohne Kostensteigerung, die Schätzung ist ein paar Jahre alt) werden der Stadt Dachau vom Freistaat 70 - 80% ersetzt. Das heißt die Stadt bleibt auf mnd. 3 bis 4,5 Millionen sitzen. Dem Steuerzahler kostet die Maßnahme trotzdem 100%, also 15 Millionen für die Ostumfahrung + die längere Nordumfahrung + die längere Hebertshauser Umfahrung. Das Ganze wird ein 50 Millionen Projekt.
Variante 2:
Der Landkreis übernimmt die Umfahrungen in Sonderbaulast. Das wäre zunächst einmal richtig, denn der Stadt Dachau nutzt die Umfahrung nichts, der Gemeinde Karlsfeld schadet sie. Der Landkreis drückt sich vor dieser Entscheidung, weil CSU und SPD, dann intern ins Hadern kommen würden. Also ist es für Landrat Löwl leichter Druck auf die Dachauer Stadträte auszuüben.
Für den Landkreis ist es auch billiger, denn er darf die Stadt Dachau wenn sie die Sonderbaulast übernommen aus rechtlichen Gründen sich gar nicht an den Kosten beteiligen. Alles andere sind nur Versprechungen und Worthülsen.
Variante 3:
Der Staat übernimmt die Kosten. Dann kommt die Umgehung eben erst dann, wann sie in der Prioritätenliste auch an der Reihe ist. Das heißt die Planung muss überarbeitet werden, weil in der Naturschutz-Gesetzgebung in Kürze strengere Regeln gelten. Vor diesen Regeln will man sich gerne drücken.
Hier der Versuch ein paar Dinge klarzustellen.
Verlauf
1. Die Nordostumfahrung setzt sich zusammen aus der Nordumfahrung und der Ostumfahrung
2. Zusätzlich gibt es eine Umfharung Hebertshausen, die entlang der Amper durch die hochwertige Natur führt.
3. Die Pendler aus den Hinterland werden auf die Ostumfahrung geführt, dort haben sie die Wahl
a) der Ostumfahrung zu folgen und in den Flaschenhals der B471 Richtung Schleißheim zu folgen um auf der A92 weiterzufahren, ein Abbiegen Richtung Dachau ist unmöglich
b) auf halber Höhe die Ostumfahrung zu verlassen, sich durch das Gewerbegebiet Dachau Ost zu quälen um dann wieder auf die Alte Römer Straße zu kommen
c) gleich auf der Alten Römer Straße zu bleiben
Auf dem Bild sieht man lediglich die Ostumfahrung, sie verläuft parallel zum Gewerbegebiet. Der Anschluss aus Hebertshausen ist nach der ersten Kurve auf der linken Seite erkennbar.
Verkehrsströme:
- Der Verkehr in Richtung Flughafen München wird die jetzt schon beliebte Route Dachau/Hebertshausen/Haimhausen/A92 nehmen. Für die Hebertshausner ergibt sich in Richtung Dachau eine Entlastunga aber in die andere Richtung eine Mehrbelastung.
- Der Verkehr in Richtung MAN/MTU wird weiter über die Alte-Römer-Straße fahren, kein Mensch fährt 10 km Umweg, wenn er dabei auch im Stau zwischen Obergrashof und Ruderregatta steht.
- Was viele nicht wissen: der Anschluss Alte Römer-Straße soll gekappt werden, d.h. die Dachauer selbst kommen dann nicht mehr über die Würmmühle ins Gewerbegebiet, sie müssen dann erst auf die Umfahrung oder auf die Sudetenlandstraße bzw. Schleißheimer Straße. Hier gibt es dann den Binnenstau.
- Der Verkehr in Richtung Münchner Westen, spielt hier ohnehin keine Rolle
Kosten
1. Die bisher benannten Kosten beziehen sich lediglich auf die Ostumfahrung, das wesentlich kürzere Stück als die Nordumfahrung
2. Die Kosten betragen laut staatlichen Bauamt Freising 10 Millionen €,
a) nicht enthalten sind die Kosten für die beiden Anschlüsse ans Gewerbegebiet, diese muss die Stadt Dachau selbst tragen
b) nicht enthalten sind die Kosten für die Aufständerung der Fahrspur aus Naturschutzgründen
Kostenträger
Variante 1:
Die Kosten soll die Stadt Dachau in Sonderbaulast tragen, d.h. von den ca. 15 Millionen € für die Ostumfahrung (ohne Kostensteigerung, die Schätzung ist ein paar Jahre alt) werden der Stadt Dachau vom Freistaat 70 - 80% ersetzt. Das heißt die Stadt bleibt auf mnd. 3 bis 4,5 Millionen sitzen. Dem Steuerzahler kostet die Maßnahme trotzdem 100%, also 15 Millionen für die Ostumfahrung + die längere Nordumfahrung + die längere Hebertshauser Umfahrung. Das Ganze wird ein 50 Millionen Projekt.
Variante 2:
Der Landkreis übernimmt die Umfahrungen in Sonderbaulast. Das wäre zunächst einmal richtig, denn der Stadt Dachau nutzt die Umfahrung nichts, der Gemeinde Karlsfeld schadet sie. Der Landkreis drückt sich vor dieser Entscheidung, weil CSU und SPD, dann intern ins Hadern kommen würden. Also ist es für Landrat Löwl leichter Druck auf die Dachauer Stadträte auszuüben.
Für den Landkreis ist es auch billiger, denn er darf die Stadt Dachau wenn sie die Sonderbaulast übernommen aus rechtlichen Gründen sich gar nicht an den Kosten beteiligen. Alles andere sind nur Versprechungen und Worthülsen.
Variante 3:
Der Staat übernimmt die Kosten. Dann kommt die Umgehung eben erst dann, wann sie in der Prioritätenliste auch an der Reihe ist. Das heißt die Planung muss überarbeitet werden, weil in der Naturschutz-Gesetzgebung in Kürze strengere Regeln gelten. Vor diesen Regeln will man sich gerne drücken.
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