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Mittwoch, 20. Februar 2019

Pfiadi Heimat: Karlsfeld hat jetzt teuerste Mieten in Deutschland

Normalerweise kann man ja stolz auf den Platz 1 sein. Der 1. Platz bei der Auswertung der Mietspiegel in 350 Städten gehört Karlsfeld, der 2. München und der 5. Dachau. Das ist das Resultat einer verfehlten Landespolitik, die immer noch der Doktrin der Metropolregionen folgt.

Wenn die Arbeitsplätze nicht zu den Menschen kommen und alle Firmenansiedlungen sich auf den Ballungsraum München konzentrieren, dann ist die Politik gefragt. Doch die beschäftigt sich lieber mit gefakten Expertisen von Lungenfachärzten.

Bericht im Spiegel: So teuer ist Wohnen in Deutschland

Mit einer Nettokaltmiete von 10,62 Euro pro Quadratmeter für eine 65 Quadratmeterwohnung in mittlerer Lage und mit mittlerer Ausstattung ist Karlsfeld für Mieter laut Mietspiegelindex die teuerste deutsche Kommune. Mieter zahlen dort 53 Prozent mehr als im deutschen Durchschnitt.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Leserbrief von Christian Stangl zu „Lauter Luftnummern“

Christian Stangl zum Artikel am 27.12.18 in der Dachauer SZ: Lauter Luftnummern


Der Artikel beschreibt zutreffend den (Verkehrs-)Missstand, verkennt und negiert aber geflissentlich leider den eigentlichen Problemauslöser dafür. Der Autor des Artikels verhält sich dadurch im Ergebnis nicht anders, obwohl er die aktuelle Politik kritisiert, als die aktuelle kritisierte Politik selbst. Der ursprüngliche und geplante Problemauslöser heißt: Metropolregion München.

Die Metropolregion München erstickt buchstäblich an ihrem eigenem großen Erfolg und an ihrer nachweislichen Erfolgsgeschichte. Die deutsche Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) hat bereits 1995 den Weg für europäische Metropolregionen in Deutschland, damit auch für München, nach dem Vorbild von Paris, London, Singapur, Tokyo und Moskau geebnet. Dies obwohl man zu diesem Zeitpunkt die Probleme, auch betreffend der Verkehrsprobleme, den steigenden und horrenden Mieten und unglaublichen Grundstücks- und Bodenpreissteigerungen, in diesen Muster-Vorbild-Regionen zu diesem Zeitpunkt bereits kannte. Der Verkehr, die Grundstücks- und Baupreisentwicklung, die Mieten, die Verdrängung sozial schwächerer Schichten in die Randgebiete mit dadurch weiterem Verkehr sind Folgen dieser gewollten (!) Planung und nicht eine, wie man manchmal so gerne suggerieren möchte, ungeplante zufällige nicht beherrschbare Erscheinung.

Natürlich gibt es nachweislich auch wirtschaftliche Profiteure dieser Entwicklung. Die Entdeckung der Landeshauptstadt München, das es vor ihren Toren Städte wie Dachau, Freising, Erding, Miesbach usw. gibt und man sich mit diesen nun „auf Augenhöhe“ unterhält, ja sogar gelegentlich gemeinsam das Dachauer Volksfest besucht, beruht auf der bloßen Erkenntnis, dass dort die benötigten Wohnflächen, soziale und verkehrliche Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden soll und muss, die man auf eigenem Stadtgebiet Münchens nicht mehr in der Lage ist, zu bewältigen und die man benötigt.

Natürlich reicht für die dadurch hervorgerufenen Verkehrsströme die bestehende und ebenfalls auch nicht die bereits in Planung befindliche Infrastruktur, sowohl im Bereich ÖPNV als auch im Radwege- und Straßennetz, hinten und vorne nicht mehr aus. Es ist aber natürlich einfacher am Verkehr mit illusorischen Verkehrskonzepten „herumzudoktern“, als die wirkliche Ursache in Form einer Korrektur der Raumordnung und Raumplanung anzugehen und es sich mit den Profiteuren dieser Entwicklung nachhaltig zu verscherzen. Lieber träumt man von Seilbahnen, Mobilitätsdrehscheiben, Flug-Taxis, Umgehungsstraßen usw. und beklagt anschließend, dass es sich dabei um „lauter Luftnummern“ handelt.

Christian Stangl

CSU Petershausen stellt Wachstum in Frage

Im SZ-Bericht in der Wochenendausgabe CSU kritisiert Bauvorhaben wird CSU-Gemeinderat Gerhard Weber mit folgenden Worten zitiert:

"Wir bauen also für die Region und nehmen alle Belastungen in Kauf."

Gemeint sind hier sicherlich die Belastungen bezogen auf den Ort Petershausen, doch auch für die Stadt Dachau bedeutet jede Ausweisung von neuen Baugebieten eine zusätzliche Verkehrsbelastung.

Gerhard Weber hat als ehemaliger Pressesprecher von Ex-Landrat Christmann im Landratsamt Dachau genaue Kenntnisse über die Auswirkungen von Baugebietsausweisungen. Er hat die hitzigen Diskussionen um Umgehungsstrassen und die warnenden Worte des ehemaligen Kreisbaumeisters, keine neue Baugebiete in den Umlandgemeinden auszuweisen solange die Infrastruktur im Landkreis nicht schritt halten kann, hautnah miterlebt.


Fraglich ist auch in diesem wo die zusätzlichen Naherholungsgebiete für die zusätzlichen Neubürger geschaffen werden? Die sind bis dahin mit Umgehungsstraßen zu gebaut. Der Bevölkerungszuwachs im Dachauer Landkreis ist nicht Gott gegeben, er ist von Lobbyisten gesteuert. Und dem kann man politisch entgegenwirken - wenn man nur will.

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