Mittwoch, 14. August 2019

Vom Aussterben und der Umfahrung bedroht: Helm-Knabenkraut (Hyphematodes)

Artenvielfalt versus Umfahrung



Artenportrait Sulida: Helm-Knabenkraut (Orchis millitaris)

Kurzportrait:
-Höhe 20 –50 cm
-Farbe hellrosa bis dunkelrosa, selten weiß
-2 –6 hellgrüne, leicht glänzende Laubblätter
-Kalkanzeiger auf sonnigen bis halbschattigen Halbtrockenrasen
-Blühbeginn in der Regel Anfang Mai


Früher eine häufige Orchidee der Trockenbereiche entlang der größeren Flüsse, kommt sie heute im Landkreis fast ausschließlich noch entlang der Amper auf wenigen Magerwiesen im Bereich des Lohwaldes am Kräutergarten vor.

Weitere Restbestände finden sich nur noch nahe Hebertshausen und Günding. Als Art der Roten Liste 3, muss alles unternommen werden diese zu erhalten.



Standorttypisch blüht sie auch in Gesellschaft anderer, ebenfalls geschützter und gefährdeter Orchideenarten. Im Bereich der geplante Ostumfahrung sind das z. B. Mückenhändelwurz, geflecktes Knabenkraut, fleischfarbenes Knabenkraut (Rote Liste 2) und einer nahezu nur im Ampertal vorkommenden Unterart mit dunklen Laubblättern, der Unterart Hyphaematodes (Gefährdungsgrad 1, vom Aussterben bedroht)

(Quelle: LBV Dachau)

Freitag, 9. August 2019

Stadt Dachau empfängt Gäste aus Léognan

Die von Oberbürgermeister Florian Hartmann eingeladene Delegation aus Léognan wurde heute in unserem Rathaus willkommen geheißen!

Unsere Fraktionsvorsitzende Sabine Geißler, die Französisch- und Englisch-Lehrerin am Ignaz-Taschner-Gymnasium ist, dolmetschte zwischen dem Dachauer Stadtrat und der Delegation aus Frankreich.

Leognans Bürgermeister Laurent Barban betonte in seiner Rede die deutsch-französische Freundschaft und den Wunsch nach einer Partnerschaft. Er stellte seine Stadträte mit ihren Ressorts wie Sport, Soziales, Kultur vor.


Mit dabei waren auch Léognans Brassband Bandaleo und die Dachauer Knabenkapelle. Die beiden Kapellmeister aus Léognan und Dachau sind verbrüdert.



Aus der Freundschaft der beiden Blaskapellen entwickelte sich ein Freundschaft der beiden Städte, und so wird der Besuch der Kapelle Bandaleo zum Dachauer Volksfest von einer Delegation aus Bürgermeistern und Stadträten Léognans begleitet.


Ob sich aus der Städte-Freundschaft eine Städte-Partnerschaft entwickelt ist noch nicht entschieden, die Fraktion Bündnis für Dachau würde das begrüßen.

Mittwoch, 7. August 2019

Artenvielfalt versus Umfahrung - in Gefahr: Zauneidechse

Artenportrait Sulida: Zauneidechse (Lacerta agilis)

Gesetzlicher Schutzstatus
FFH-Richtlinie: Anhang IV (streng zu schützende Art)
Bundesnaturschutzgesetz: streng geschützt


Kurzportrait
- Gesamtlänge: ca. 27 cm
- Grundfarbe: Braunbeige mit hellen Linienbändern in Längsrichtung
- Flanken: meist heller gefärbt als der Rücken; bei Männchen grünlich,
bei Weibchen braun-gelb mit kleinen schwarz umrandeten weißen Flecken
- Bauchseite: heller als der Rücken, bei Männchen grünlich,
bei Weibchen cremefarben bis gelblich, meist mit schwarzen Flecken
- Hauptnahrung: Insekten und Spinnen



Die Zauneidechse kommt im Gebiet der geplanten Ostumfahrung relativ häufig vor.
Besonders auf dem „Bardke & Scherer“-Biotop am Rande des wertvollen Lohwaldes findet die Zauneidechse ideale Bedingungen. Der sonnige Magerrasenstandort mit Totholzhaufen und Altgras ist ein ideales Bruthabitat, da es hier genug Insekten und reichlich Versteckmöglichkeiten gibt. Zauneidechsen legen Ihre bis zu 14 Eier in lockere, sandige Böden aus denen dann, nach ca. 2 Monaten, die jungen Echsen schlüpfen. Die Zauneidechse ist standorttreu und sehr schwer umzusiedeln - (Beispiel: Stuttgart 21: ca. 4.000 € und mehr, je Eidechse).


(Quelle: LBV Dachau)



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Anlass:

Das Volksbegehren Artenvielfalt wurde dieses Jahr erfolgreich im Bayerischen Landtag beschlossen. Die geplante Nord-Ost-Umfahrung führt Volkes Willen ad Absurdum. Durch ein einzigartiges Gebiet, den Bannwald südlich der Kläranlage, soll die Umfahrung führen. Eine weitere Umfahrung soll aus Richtung Hebertshausen angeschlossen werden. Damit werden die Reste der ehemaligen Moos- und Moorlandschaft von der Amper komplett abgeschnitten, mit kaum vorstellbaren Auswirkungen auf Flora und Fauna.

So sieht die Planung des Straßenbauamts im angesprochenen Gebiet aus. Am rechten Rand ist die Anschlussstelle für die Umfahrung Hebertshausen zu sehen.

Freitag, 2. August 2019

Berichterstattung zum MD-Gelände

Heute in der Dachauer SZ:

Keine Sorge


"Als der ursprüngliche Eigentümer Myllykoski seine Anteile 2017 verkaufte, legte das Bündnis für Dachau auf seinem Internetblog diese Zusammenhänge offen."

und

"Nach wie vor Mitgesellschafter in der Isaria Dachau Entwicklungsgesellschaft ist der Dachauer Bauunternehmer Herbert Ullmann, der aber zum Jahresende ausscheiden wird, wie Wirth erklärte."

Vorgestern in den Dachauer Nachrichten/Merkur:

MD-Investor startet Charme-Offensive


Der Dachauer Bauunternehmer Herbert Ullmann, der immer ein schwieriges Verhältnis zum Stadtrat hatte und zuletzt nur noch Teilhaber bei der Isaria DEG war, wird laut Wirth „ab Ende des Jahres nicht mehr beteiligt sein“.

Montag, 29. Juli 2019

Fairplay - Bündnis billigt 313.000 EUR Mehrkosten für TSV Kunstrasenplatz

In der Stadtratssitzung vom 30.07.2019 wird das Bündnis den Mehrkosten für den Kunstrasenplatz des TSV 1865 von 26 % bzw. 313.000 EUR zustimmen.

Kostensteigerungen sind in letzter Zeit immer wieder Gegenstand von Kritik an städtischen Projekten. Manche politische Vereinigungen glauben auch daran, sich mit der Kritik an solchen Projekten profilieren zu können.


Verschiedene Beispiele dafür sind die teilweise heftigen Angriffe zu den Neubauprojekten Radlparkhaus und Hallenbad (vgl. dazu SZ vom 07.12.2016 und SZ vom 04.03.2019). Gerne wurde dabei suggeriert, das diese aus deren Sicht unnötige Projekte durch städtisches Versagen unnötig verteuert würden.

Im aktuellen Fall des Neubauprojekts des Kunstrasenplatzes vom TSV 1865 zeigt sich nun, dass auch wesentlich einfachere, private Bauvorhaben von massiven Kostensteigerungen betroffen sein können. Altlasten sind oft nicht voraus zu sehen. Die überhitzte Baukonjunktur tut das übrige.

Um die Attraktivität der Stadt zu erhalten, können verschiedene Bauprojekte aber nicht auf die lange Bank geschoben werden, in der Hoffnung dann würden die Baukosten wieder sinken.

Das Bündnis trägt Verantwortung und wenn notwendig auch Mehrkosten für wichtige Infrastrukturprojekte!

Di 30.07.2019 18:00h Stadtrat

Öffentliche Tagesordnungspunkte

1. Ehemalige MD-Papierfabrik
Schaffung von Transparenz bezüglich ISARIA als möglichen Partner für einen städtebaulichen Vertrag auf dem ehemaligen MD-Gelände (Antrag der ÜB-Fraktion vom 26.06.2019)

2. Geschäftsordnung für den Stadtrat
Baugenehmigungen im Bereich Altstadt;
Antrag der CSU-Fraktion vom 16.01.2019

3. Östlich Theodor-Heuss-Straße/Nördlich Feldstraße "Sportpark östlich Theodor-Heuss-Straße"
Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren Nr. 04517
Ergebnisse der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange und Empfehlung zum Feststellungsbeschluss

4. Errichtung eines Kunstrasenplatzes im Sportpark Ost des TSV Dachau 1865;
Nachtrag zur Bewilligung eines Investitionskostenzuschusses und Gewährung einer Zwischenfinanzierung wegen Kostensteigerung

5. Antrag auf Abgrabungsgenehmigung im Zuge der Baumaßnahme auf dem ehem. „Seeber Gelände"

6. Implementierung eines Mietradsystems im Stadtgebiet von Dachau;
außerplanmäßige Bereitstellung einer Verpflichtungsermächtigung

7. Erstattungen an andere Kommunen für Dachauer Kinder in deren Kindertagesstätten;
überplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln

8. Verschiedenes öffentlich

Dienstag, 23. Juli 2019

Bündnis informiert: Eishalle bleibt beim ASV

In der heutigen Haupt- und Finanzausschusssitzung wurde eine weitreichende Entscheidung getroffen.
Nur die ÜB, die SPD und das Bündnis für Dachau setzten sich für einen alternativen Standort ein.



Wir bedanken uns bei allen die gestern an unserer Instagram-Umfrage teilgenommen haben! Auch wir sind der Meinung, dass die neue Eishalle nicht auf das ASV Gelände gehört!

Für ein starkes Bündnis im nächsten Stadtrat!


Auch die Presse wundert sich über die Entscheidungen:


Süddeutsche: http://sz.de/1.4538455

Montag, 22. Juli 2019

Stadtradeln 2019 - Bündnis für Dachau ganz vorne!

Das sich das Bündnis für Dachau für die weitgehende Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Dachau einsetzt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass die vom Bündnis aber nicht nur vom Radeln reden, sondern dies auch aktiv tun, konnte das Bündnis für Dachau jetzt in der Aktion Stadtradeln wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Alle vier Stadträte des Bündnis und ein Team von 51 Radelnden haben insgesamt über 20.000 km zurück gelegt und es damit fast um den halben Erdball geschafft.


Landkreis Dachau - Teamergebnis (geradelte km absolut)

Wir bedanken uns bei allen, die im Bündnis Team für dieses tolle Ergebnis mitgefahren sind. Das war eine beeindruckende Leistung - und das mit viel Spaß! 
Wir bedanken uns aber auch bei allen anderen teilnehmenden Teams und Radlern. Allen voran unserem ärgsten Konkurrenten - dem Team vom Fitnessstudio Anima, die uns in den drei Wochen über unsere Grenzen hinaus angetrieben haben.
Alle zusammen haben gezeigt, dass das Fahrrad ein immer wichtigerer Faktor für die Mobilität vor allem in der Stadt wird, und dies bestärkt uns weiter für jede einzelne Verbesserung für den Radverkehr in der Stadt zu kämpfen.
Ein Meilenstein dazu wurde erst kürzlich im Stadtrat mit der Verabschiedung des neuen Radverkehrskonzepts in Dachau gesetzt. Mit diesem Konzept gibt es eine klare Strategie und klare Qualitätskriterien für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes in Dachau. Für die Umsetzung dieses Konzeptes müssen nun auch die entsprechenden Mittel in die zukünftigen Haushalte eingestellt werden. 


Das werden wir vorantreiben - damit 2020 noch mehr Radlkilometer zusammen kommen!

Freitag, 19. Juli 2019

Strauch gestrauchelt - Vernunft setzt sich durch!

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss behandelte am 18.07.2019 die Planungen  am Ostausgang des Dachauer Bahnhofs. Auf dem Gelände der noch bestehenden Kleingartenanlage soll ein Kino und ein Parkhaus entstehen. Die Erschließung sollte über die Schleißheimer Str. erfolgen.

Stadtrat Michael Eisenmann steht für eine maßvolle Entwicklung östlich des Bahnhofs


Die CSU hatte dazu im Vorfeld ein monströses Parkhaus mit 600 Stellplätzen und einer Wandhöhe von 17,5 Metern gefordert. Die Zufahrt hätte nach dem Willen der CSU eingehaust werden sollen. Vorweg: beides ist vom Tisch! Das Bündnis hatte diese Überlegungen von Anfang an als nicht bezahlbar und verkehrsplanerisch kontraproduktiv kritisiert. Eine Allianz der Vernünftigen setzte sich letztendlich gegen die CSU durch!
Im Sitzungsverlauf zeigte sich dann die ganze Orientierungslosigkeit der Dachauer CSU. Die negativen Ergebnisse eines Verkehrsgutachtens zur Machbarkeit eines 600 Stellplatz-Parkhaus wurden als nicht ausreichend bezeichnet. Um die 600 Stellplätze zu erhalten, hätte die CSU sogar ein Linksabbiege-Verbot zur Friedensstraße in Kauf genommen. Nachdem in der Diskussion klar wurde, dass die Forderungen der CSU nicht haltbar sind, wurde auf Verzögerungstaktik umgeschwenkt. Entscheidungen sollten vertagt werden. Sogar die Ansiedlung des Dachauer Kinos direkt an den Bahnhof wurde in Frage gestellt - Wirtschaftsförderung sieht unserem Erachten anders aus.

Bündnis kritisiert CSU Forderungen als nicht bezahlbar und unrealistisch

Die Mehrheit im UVA hat sich aber von den durchsichtigen Frühwahlkampf-Aktivitäten, den schwachen Argumenten und dem Rumgeeiere der CSU nicht beeindrucken lassen. Ein Antrag auf Vertagung wurde abgelehnt und stattdessen beschlossen die Planungen mit einem reduziertem Platzangebot (abhängig von den möglichen Verkehrszahlen) für ein Parkhaus fortzuführen.

Stadtrat Michael Eisenmann vom Bündnis ging auch auf die Anwohnerkritik zur Verschattung ein. Durch die Reduzierung der Parkhausgröße werden die Bauhöhen auf ein vernünftiges Maß reduziert. Die Zufahrt erhält statt einer überdimensionierten Einhausung eine simple und ausreichende Lärmschutzwand. Das Bündnis hat sich zusammen mit SPD, Grünen und ÜB hier durchgesetzt.

Vernünftige Planungen vorantreiben. So sieht verantwortungsvolle Politik aus!



Dazu auch

Dachauer SZ vom 20.07.2019: Parken am Bahnhof in Dachau - Eine Nummer kleiner

Donnerstag, 18. Juli 2019

Bündnis für Dachau informiert - Radverkehrskonzept für Dachau beschlossen!

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat heute eine wegweisende Entscheidung für die zukünftige Verkehrsentwicklung in der Stadt Dachau getroffen. Einstimmig wurde das neue Radverkehrskonzept für die Stadt Dachau gebilligt und damit der Weg frei gemacht, zielgerichtet den Radverkehr in der Stadt zu stärken.

Welches Potenzial der Radverkehr in der Stadt hat, kann man an den nackten Zahlen ablesen. Ca. 70 % aller Wege, die in der Stadt zurückgelegt werden, betragen unter 2 km. Solche Distanzen können am einfachsten und schnellsten per Fahrrad zurückgelegt werden. Jetzt kommt es darauf an die Radverkehrsinfrastruktur so auszubauen, dass dieses Potenzial auch gehoben wird. Denn eines ist klar: Jede Strecke, die mit dem Rad gefahren wird, bedeutet weniger Stau für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind.

Allerdings ist die Verabschiedung des neuen Radverkehrskonzept nur ein erster Schritt für eine wirksame Förderung des Radverkehrs. Eine entscheidende Bedeutung wird zukünftig das bereit gestellte Haushaltsbudget für den Radwegeausbau haben. In einer Veröffentlichung von Greenpeace (https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/mobilitaet-expertise-verkehrssicherheit.pdf) fordert der ADFC ein Budget von 30 EUR / Einwohner / Jahr für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Greenpeace fordert sogar über 100 EUR / Einwohner / Jahr, um in absehbarer Zeit auf ein vergleichbares Niveau wie Kopenhagen zu kommen.

Mehr Radverkehr bringt weniger Stau, mehr Klimaschutz, mehr Umsatz für Geschäfte in der Innenstadt, mehr Lebensqualität für die Bewohner und weniger Fahrradunfälle (siehe Grafik unten) insgesamt. Dafür ist jeder EURO sehr gut angelegt.



Der Merkur nimmt das Thema Finanzierung für Radlinfrastruktur auf: https://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau-ort28553/dachau-stadt-beschliesst-radverkehrskonzept-12859203.html

Dienstag, 16. Juli 2019

Hayley Reardon zieht nach Dachau!

Die aus Massachussetts stammende Singer/Songwriterin erhält das Künstler- und Wohnungsstipendium der Stadt Dachau und bekommt vom 1. April bis zum 1. Oktober 2020 ein Atelier in der Ruckteschell-Villa zur Verfügung gestellt.

Vorgeschlagen wurde die talentierte Musikerin, die im Februar bereits ein beeindruckendes Konzert im Café Gramsci gab, vom Kulturreferenten Claus Weber und dem Bündnis für Dachau.


@hayleyreardon,
wir freuen uns schon auf dich!

P.S.: Wer schon vorab ihre bisherigen Songs hören möchte, kann auf ihrem Youtube-Kanal „hayleyreardononvideo“ vorbeischauen!

Donnerstag, 11. Juli 2019

Die nächsten Sitzungen

Dienstag, den 16.07.2019 16:00 Uhr - Kulturausschuss

1. Fahrtkostenantrag Black Cat Dub Federation - Konzert in Leipzig

2. Projektantrag Prittlstock Rock-Kultur - Garden Open Air 2019

3. Projektantrag Dachauer Forum e.V. - Theateraufführung

4. Projektantrag Caritas-Zentrum Dachau - Syrischer Kulturtag

5. Antrag der Stadtratsfraktion des Bündnis für Dachau und des Kulturreferenten vom 07.05.2019 auf Vergabe eines Ruckteschell-Wohnstipendiums an Hayley Reardon

6. Verschiedenes öffentlich

Donnerstag, den 18.07.2019 14:30 Uhr - Umwelt- und Verkehrsausschuss

1. Radverkehrskonzept 2019 / Billigung

2. Schleißheimer Straße / Verkehrsanbindung zur Bahnhof Ostseite

3. Bahnhof Ostseite
Bebauungsplan BP 140/06 "Bahnhof Ostseite - Augustenfeld Nord 1"
Derzeitiger Planungsstand, Ergebnis Einhausungs- und Verschattungsstudie

4. CPX-Messung (Lärmmessung) in der Schleißheimer Straße nach Deckensanierung
Vorstellung der Ergebnisse durch Ingenieurbüro Männel

5. Fondi-Park / Ernst-Reuter-Platz
Billigung der Planung

6. Verschiedenes öffentlich

Dienstag, 2. Juli 2019

Bündnis informiert - Stadtwerke Dachau investieren in eine umweltfreundliche Stadtbusflotte!

Mit den Stimmen von Bündnis, SPD, Grüne und ÜB hat der Werkausschuss heute für die Anschaffung neuer Busse mit Erdgas- bzw.  Biogasantrieb gestimmt.

Ausschlag für dieses Abstimmungsergebnis gab die wesentlich besseren Abgaswerte eines Erdgasbusses.  So reduzieren sich die Feinstaubwerte um 92 %, die Stickoxidwerte um 60 % und die Lärmwerte um 50 %.

Diesen Umweltvorteil läßt sich die Stadt Dachau allerdings auch mehr Kosten.  Die zusätzlichen Kosten belaufen sich nach Berechnungen der Stadtwerke auf ca.  250.000 EUR / Jahr.  Allerdings ist das Geld gut angelegt,  da dadurch sichergestellt wird, dass weitere Beschaffungen von sauberen Bussen in den nächsten Jahren nicht von der Verfügbarkeit von Elektro-oder Wasserstoffbussen abhängen.

Sonntag, 30. Juni 2019

Sitzungen in der kommenden Woche

Di 02.07.2019 14:30 Uhr - Werkausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Mehrkosten für den Einsatz von Erdgasbussen im städtischen Verkehrsbetrieb
2. Verschiedenes öffentlich

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Di 02.07.2019 18:00 Uhr - Stadtrat

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Dienstreisen des Oberbürgermeisters; Bericht
2. Verschiedenes öffentlich

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Mi 03.07.2019 14:30 Uhr - Haupt- und Finanzausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Max-Mannheimer-Platz 4 (Städtisches Studentenwohnheim); Öffnung des Studentenwohnheims für erwachsene Auszubildende und Meisterschüler
2. Implementierung eines Mietradsystems im Stadtgebiet von Dachau;
3. Verschiedenes öffentlich

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Do 04.07.2019 14:30 Uhr - Familien- und Sozialausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Wohnen für Hilfe - Konzeptvorstellung Frau Marion Schwarz
2. Digitales Klassenzimmer an Schulen in städtischer Sachaufwandsträgerschaft
3. Mittelschule Dachau-Süd: Weiterfinanzierung der Sportklassen 5/6 durch die Stadt Dachau
4. Bürgertreff-Ost e.V. - Antrag auf Bezuschussung für das Jahr 2020
5. Anmeldezahlen Kindertagesstätten in Dachau
6. Erstellung eines Organisations- und Betriebskonzeptes für ein Jugendkulturzentrum
7. Verschiedenes öffentlich

Donnerstag, 27. Juni 2019

Seilbahnentscheidung des UVA in der Presse

BR 28.06.2019, 14:16 Uhr:

Dachau prüft Seilbahn nach München



26. Juni 2019, Planungen für Seilbahn

Hoch über dem Stau


26. Juni 2019, Kommentar in der Dachauer SZ:

Für die Pendler ein Segen


Eine Seilbahn als Nahverkehrsmittel ist ein unorthodoxer Lösungsansatz. Doch das Entscheidende ist, dass damit tatsächliche Verbesserungen möglich wären

Auszug aus dem Kommentar:
"Für das Bündnis für Dachau ist das ein großer Erfolg. Die Fraktion gibt sich stets engagiert im Sinne der Umwelt, der Allgemeinheit und der Steuerzahler. Sie neigt zu radikalen Forderungen und utopischen Ideen und verbindet das gern mit einer gewissen Technikbegeisterung. Immer offen für Neues und auch Abseitiges, wirkte auch der Einfall mit der Seilbahn anfangs wie eine typische Bündnis-Träumerei. Doch in Zeiten, da sich für den Straßenverkehr kaum noch Lösungen finden lassen, Busse im Stau stehen und auf die S-Bahn notorisch kein Verlass ist, während die Bevölkerungszahl unaufhaltsam wächst, ist es geboten, neuen Ideen Raum zu geben. Diese Überzeugung hat sich fraktionsübergreifend durchgesetzt."


Interessant auch die SZ aus den anderen Landkreisen
26. Juni Brucker SZ

Mögliche Seilbahn-Linie von Dachau nach Bruck verworfen



27. Juni SZ Landkreis München

Dachau verwirft Seilbahn nach Oberschleißheim



26. Juni Münchner SZ:

In der Seilbahn dem Stau entschweben

Dienstag, 18. Juni 2019

Wandlungsverbot von Wohnungen zu Ferienwohnungen

Dazu auch der Bericht in der Dachauer SZ vom 21.6.19 Ferienort Dachau un der dazugehörige Kommentar Sinnvoller zweiter Anlauf



Während die Stadt Dachau fraktionsübergreifend große Anstrengungen unternimmt um für Normalverdiener Wohnungen zu schaffen, wird der Bestand an Wohnungen durch Umwandlungen von Wohnungen in Ferienwohnungen oder Arbeiterwohnheime dezimiert, teilweise mit oder aber auch ohne Genehmigung. Gleichzeitig sind in der Stadt Dachau 153 Menschen obdachlos, davon 47 Kinder.

Ein Beispiel:
eine 88m2 Wohnung in Bahnhofsnähe wird für 93€ pro Nacht vermietet. Das entspricht bei 75% Auslastung einer Nettomiete von ca. 24€, bei 100% Auslastung von ca. 32€ pro m².

Aber auch die Umwandlung in Arbeiterwohnheime führt zwar zu einer exorbitanten Einnahmensteigerung, hat aber für die Stadt Dachau keinerlei Nutzen. Weder gehen damit Steuereinnahmen einher, noch sind diese Anlagen zum Leidwesen der Nachbarn mit ausreichend Stellplätzen versehen.

Es ist zu befürchten, dass diese Beispiele Schule machen und diese Nutzungen legal oder illegal im Stadtgebiet zunehmen. Während die meisten Anstrengungen die Wohnungsknappheit zu mildern nur mittel- bis langfristig wirken, bietet sich mit einem Wandlungsverbot eine schnelle und effektive Maßnahme gegen die weitere Verknappung von Wohnraum. Diese Maßnahme kostet der Stadt Dachau nichts und spart auch im Genehmigungsverfahren der Verwaltung Zeit. Die rechtliche Grundlage ist mit der Novellierung des Baugesetzbuches und der Baunutzungsverordnung gegeben.

Es geht uns in unserem Antrag nicht um legale Untervermietungen, sondern um Wohnungen und Wohnhäuser, die komplett den Wohnungsmarkt entzogen werden.


Die Fraktion des Bündnis für Dachau stellt folgenden Antrag:

Nutzungsänderungen von Wohnungen zu Ferienwohnungen oder Arbeiterwohnheimen sind bis auf weiteres in Dachau nicht mehr durch die Verwaltung zu genehmigen. Bauanträge zu Ferienhäuser/-wohnungen oder Arbeiterwohnheimen sind grundsätzlich vom Bauausschuss zu genehmigen.

Begründung:
Solange in der Stadt Dachau Familien mit Kindern (laut Jahresbericht 47 Kinder) von Obdachlosigkeit betroffen sind, ist es nicht nachvollziehbar warum Nutzungsänderungen von Wohnungen zu Ferienwohnungen, Arbeiterwohnheimen genehmigt werden sollen.

Als Rechtsgrundlage bietet sich die die Baurechtsnovelle des BauGB und der BauNVO an: Das Gesetz regelt nunmehr den Umgang mit Ferienwohnungen. Gemeinden können einen Genehmigungsvorbehalt gegen den Neubau oder die Nutzung von Wohnraum als "Ferienwohnung" aussprechen. Nur in Sondergebieten (z.B. Kurorten) sind aber Ferienwohnungen und Dauerwohnungen nebeneinander als Regelnutzungen weiterhin zugelassen.

Beispiel Lindau (einstimmiger Stadtratsbeschluss)



Für die Fraktion des Bündnis für Dachau
Kai Kühnel

Donnerstag, 13. Juni 2019

Mit dem Musketier unterwegs - Eines für alle (Lasten)


3 Säcke mit Grünschnitt, kaputte Backform, verbogener Radllenker, noch was aus Blech, Altglas, mehrere leere Getränkekästen und Pfandflaschen. Ein Blick in den Schuppen sagt... das wird eine größere Aktion. 


Dafür habe ich mir den (das?) Musketier vom Lastenradsharing Team des ADFC ausgeliehen. (Infos unter www.adfc-dachau.de/lastenradsharing).

Offiziell möchte das Team um Jan und Olli van Meerendonk im Sommer mit dem Lastenradsharing LASDAH starten. Zwei Lastenräder sind dann im Verleih. Musketier, ein Drei-Rad mit Ladefläche und Rapid, ein Zwei-Rad mit großer Transportwanne und Sitz. Natalie Petzendorfer kümmert sich derzeit um die letzten organisatorischen Details.

Ich bin also noch ein Testpilot. Bei der Übergabe des Musketiers bin ich ernsthaft beeindruckt. Die Ladefläche hat die Ausmaße um eine Europalette aufzunehmen. 

Und dann geht‘s los.
Öha, der dreirädige Bolide fährt sich komplett anders als ein herkömmliches Rad. Ich wurde zwar vorgewarnt, aber im echten Betrieb ist das schon noch was anderes.
Man braucht tatsächlich einige hundert Meter um sich auf die neue Fahrweise einzustellen. Ganz automatisch möchte man sich in die Kurve legen oder durch Gewichtsverlagerung gegensteuern. Das geht bei einem Dreiradgefährt schon mal gar nicht. Das wird mit einer gewissen Bockigkeit quittiert. Es gilt sauber in die „Kurve zu lenken“ und gegen„steuern“. 

Auch die Breite ist nicht ohne. Also einen reichlichen Abstand zum Fahrbahnrand und parkenden Autos halten! Ich muss zugeben, zu Hause angekommen war ich erstmal froh, dass durch die Pfingstferien deutlich weniger Autoverkehr auf der Straße war.

Schnell waren alle Transportgüter verstaut. Was soll ich sagen, mein Plan geht auf, ich bekomme ALLES auf die Ladefläche. Nun geht‘s beladen los. Von Udlding nach Webling zum Containerplatz. Ein kurzes Stück Geh/Radweg zeigt gleichmal, dass unsere „Normbreiten“ für Radwege viel zu schmal sind. Also auf der Straße weiter.
Aha, man merkt, dass man was hermacht. Die Autos fahren länger hinter mir her, bevor sie überholen. Aber wie fast immer, mit viel zu knappen Abstand.

Eingebogen auf den Containerplatz, ein kurzes munteres Fachgespräch mit dem Angestellten - Grünschnitt und Flaschen sind schnell entsorgt. 










Und schon geht’s weiter zum Getränkemarkt. Flüssiger Nachschub ist schnell verstaut und jetzt bin ich schon recht flott unterwegs, zurück nach Hause. 

Die ganze Aktion hat nicht mal eine dreiviertel Stunde gedauert.








So, was ist das Resümee?
  • Man kann mit Muskelkraft und e-Unterstützung auch große Mengen transportieren.
  • Die Transportkapazität übertrifft die der meisten PKWs
  • Man ist mindesten genauso schnell wie mit dem Auto
  • Das Musketier braucht etwas Übung
  • Die Radwege sind zu schmal und zu holprig
  • Auf der Straße zu fahren ist besser und ist erstmal ungewohnt
  • Die Autos überholen viel zu oft, viel zu eng

In Summe: Jederzeit wieder ein Job zusammen mit dem Musketier!

Das Lastenrad-Team bietet jeden letzten Freitag im Monat ab 19:15 Uhr, im Anschluss an die „Critical Mass“, Schnupperkurse für Lastenradinteressierte auf der Thoma-Wiese an.
www.adfc-dachau.de/lastenradsharing
Per Mail: lastenrad@adfc.dachau.de

Bündnis für Dachau - Radkonzepte brauchen Geld zur Umsetzung!

Greenpeace fordert in einer Studie min.  18 EUR / Einwohner / Jahr für den Ausbau der Radlinfrastruktur in Deutschland (und damit auch in Dachau).  Nur so kann man ein den Radverkehr auf ein Niveau wie z. B.  Münster heben und als Basismobilität etablieren.

Die SZ nimmt heute das Thema auf: Breiter, besser, sicherer

Montag, 10. Juni 2019

Stadtradeln 2019: bald geht's los - jetzt fürs Bündnis Team anmelden!

Servus Gemeinde! Vom 24. Juni bis zum 14. Juli startet wieder das Stadtradeln der Stadt Dachau. In 2 Wochen geht es also los! Meldet euch jetzt im Bündnis Team an,  jeder km zählt!  Gleich hier anmelden!

Neben der Freude am Radfahren gibt es ein interessantes Rahmenprogramm des ADFC und schließlich auch schöne Preise zu gewinnen. Alle Details zum Stadtradeln 2019 gibt's unter folgendem Link https://www.stadtradeln.de/landkreis-dachau/.

Das Bündnis ist wieder dabei, wenn es darum geht Ruhm und Ehre für das Bündnis zu erradeln. Letztes Jahr waren wir bärenstark und hatten richtig Spaß dabei. Dieses Jahr wollen wir noch viel mehr Spaß haben.

Neben dem Spaß geht es uns als Bündnis Team natürlich um mehr. Für viele von uns ist das Rad mittlerweile ein wichtiges Alltagsverkehrsmittel. Um so mehr ist es dringend geboten bei jeder Gelegenheit auf diese Wichtigkeit und dem notwendigen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur hinzuweisen. Hier gab es in den letzten Jahren auch sichtbare Fortschritte (Münchner Straße, Radlparkhaus am Dachauer Bahnhof, Förderung von Lastenrädern, Radangebotsstreifen Bahnhof-/Frühlingstraße, etc.). Derzeit erarbeitet die Stadt Dachau ein Radverkehrskonzept. Hier müssen wir später dran bleiben, das dieses auch umgesetzt wird.

Je mehr sich daher beim Stadtradeln beteiligen, umso besser gelingt uns das auch. Wir laden alle Mitglieder, Freunde und Sympathisanten des Bündnis dazu ein, im Team "Bündnis für Dachau" mit zu radeln. Über diesem Link könnt Ihr Euch jetzt schon direkt für unser Team anmelden:  Bündnis für Dachau - mehr radln für die Stadt
und Eure vom 24.06 bis 14.07 gefahrenen km eintragen.

Ansonsten gibt's wieder die App (http://www.stadtradeln.de/app/) zum Eintragen der geradelten km, Aufzeichnen der Strecken und Chatfunktion. Zudem können mit "RADar" Mängel in der Fahrradinfrastruktur gemeldet werden.

Freitag, 7. Juni 2019

Bündnis für Dachau - Wie geil ist eigentlich Hiddensee?

Was hat jetzt Hiddensee mit Dachau zu tun? Diese Frage ist absolut verständlich und nachvollziehbar. Manche würden jetzt sagen, dass man Hiddensee mit Dachau doch überhaupt nicht vergleichen kann. Warum erscheint dann Hiddensee im Bündnis Blog?


Eine Hauptverkehrssrtraße auf Hiddensee

Ganz einfach: Hiddensee ist eine komplett autofreie Insel! Und genau deshalb hat ein kleiner Teil des Bündnis - genauerer gesagt unser Stadtrat Michael Eisenmann - dort einige Tage seines Urlaubs verbracht. Und ja, Hiddensee kann man überhaupt nicht mit Dachau vergleichen. Hiddensee ist eine Insel, hat nur ca. 1000 Einwohner, ist stark touristisch geprägt und die Menschen sprechen dort eine völig andere Sprache.
Wasser prägt die Landschaft
 Trotzdem ist es interessant zu sehen, wie eine Autofreie Region funktioniert - ja, völlig entspannt. Kinder spielen auf dem Hauptverkehsweg, Großparkplätze sind 50 qm groß, der schlimmste Verkehrslärm ist das Klappern von Pferdehufen. Alles wird mit Rädern gemacht und nur Versorgungsdienste und Bauern sind motorisiert. Es gibt weder Garagen, die fast so groß wie Einfamilienhäuser sind, noch Tiefgaragen oder ähnliches.

Das großartige an Hiddensee ist aber, dass alles auffällig entspannt abläuft. Alle Menschen dort, ob Bewohner oder Touristen, sind völlig entschleunigt - sofort, wenn man auf der Insel ankommt,  spürt man diese Ruhe.
Statt vielen Straßen gibt es viele Wanderwege

Und jetzt die Antwort darauf, was das eigentlich mit Dachau zu tun hat. Dachau ist ja tatsächlich nicht mit Hiddensee vergleichbar. Allerdings kann man auch in Dachau solche Oasen der Ruhe schaffen. Größere Autofreie Zonen, ob Fußgängerzone, Parks oder Autofreie Wohngebiete, die genau eine solche Wirkung auf die Menschen entfachen, wie auf Hiddensee. Und noch was - Flächen,  die nicht versiegelt sind, nützen dem Artenschutz.
Mehr Natur bringt mehr Wohlbefinden.

Das ist wie Urlaub, nur zuhause.

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