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Samstag, 30. Januar 2021

Bündnis im Stadtrat - Antrag zum Radverkehrs-Sonderprogramm "Stadt und Land"

Das Bündnis für Dachau hat seit vielen Jahren die Erstellung eines Radverkehrskonzepts für Dachau vorangetrieben und aktiv begleitet. Mit dem jetzt im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 aufgesetzten Sonderprogramm "Stadt und Land" bietet sich die Chance unser Dachauer Radverkehrskonzept wesentlich voranzubringen. Diese Chance einer 75 % Förderung muss unserer Meinung nach ergriffen werden.

„Der Bund unterstützt die Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände …. bei dem Aufbau eines sicheren, in lückenlosen Netzen geplanten und mit geringen Verlustzeiten nutzbaren Radverkehrssystems. Ein solches trägt zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Mobilität bei, aggregiert Quelle-Ziel-Verkehre, vermeidet Staus und verflüssigt den Verkehr insgesamt. Ziel ist es weiter, dabei sowohl in urbanen als auch in ländlichen Räumen das Fahrradfahren sicherer und attraktiver für die Radfahrenden zu gestalten und einen Umstieg vom Kfz auf das Fahrrad zu erreichen.“

Mit diesem Wortlaut in der Präambel der Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern wurde am 25.01.2021 das neue Förderprogramm „Stadt und Land“ auf der Seite des Bundesamts für Güterverkehr BAG- Förderprogramme - Sonderprogramm "Stadt und Land"  veröffentlicht. Das Förderprogramm verspricht sehr hohe Förderquoten von bis zu 80 % bei Maßnahmen, die bis Ende 2021 abgeschlossen sind, und bis zu 75 % für Maßnahmen, die bis Ende 2023 abgeschlossen sind. 

Das Bündnis für Dachau stellt dazu folgenden 

Antrag: 

Die Stadt Dachau prüft, welche Radverkehrsmaßnahmen im Zeitrahmen bis Ende 2021 und bis Ende 2023 abgeschlossen werden können und legt diese Liste mit entsprechenden Kostenschätzungen dem Stadtrat zur Beratung vor. 

Begründung: 

Wie in der Präambel zum neuen Sonderprogramm „Stadt und Land“ bereits ausgeführt und damit von Bund und Ländern bestätigt wird, trägt der Radverkehr maßgeblich zur Reduzierung der Verkehrsbelastung in Stadt und Land bei. Andererseits wurden wegen der schwierigen Finanzlage der Stadt Dachau viele Radverkehrsprojekte zurückgestellt (z.B. Überführung Schleißheimer Str., Ausbau Brucker Str., Ausbau Gewerbegebiet Dachau-Ost) oder gar nicht erst gestartet (z.B. Mittermayer Str., Schiller Str.).

Das neue Förderprogramm ändert allerdings die Ausgangslage. Wegen der sehr hohen Förderquote von 80% ist zu überlegen trotz angespannter Finanzlage diese Investitionen vorzuziehen. Das Förderprogramm wird nicht verlängert oder wiederholt. Langfristig kann also dieses Förderprogramm die Finanzlage der Stadt Dachau erheblich entlasten.

Im Übrigen zahlt sich hinsichtlich dieses Förderprogramms die Erstellung unseres umfangreichen Radverkehrskonzepts für die Stadt Dachau aus, da dieses Radverkehrskonzept nun  Fördervoraussetzung für dieses attraktive Sonderprogramm ist.

Donnerstag, 3. September 2020

Ist Dachau fahrradfreundlicher geworden? - Jetzt beim ADFC Fahrradklimatest mitmachen!


Dachau hat im letzten Jahr ein Radverkehrskonzept beschlossen. An verschiedenen Stellen (Äußere Brucker Straße, Bahnhofstraße, Münchner Str.) wurden Radschutzstreifen eingerichtet und weitere Stellen sind in Planung oder in Bau. Dachau hat auch eines der größten Radlparkhäuser in der Region, dass schon  des Öfteren von anderen Kommunen besichtigt wurde. 

Doch wie sieht es mit dem Radfahrklima in Dachau tatsächlich aus? Der ADFC Fahrradklimatest will es genau wissen.  Ab sofort ist wieder die Radfahrersicht gefragt - beim ADFC Fahrradklimatest kann jeder mitmachen, egal ob ADFC Mitglied oder nicht, ob Gelegenheitsradler oder Berufspendler. Hier gehts direkt zur Umfrage.

Das Bündnis wird sich auf jeden Fall weiter für eine bessere Radinfrastruktur einsetzen. Dachau braucht (neben der weiteren Ausweitung des ÖPNV insbesondere mit einem Rufbussystem):

  • eine gerechte Aufteilung des öffentlichen Raums zwischen Fuß-, Rad- und Autoverkehr
  • mehr durchgängige Radverkehrsverbindungen
  • mehr Radabstellanlagen
  • eine neue Stellplatzsatzung mit weniger Auto- und mehr Fahrradstellplätzen
Denn: mehr als 70 % aller zurückgelegten Wege in Dachau sind unter 2 km. Es braucht eine gewaltige Anstrengung, um diese Fahrten für das Fahrrad attraktiv zu gestalten. Wenn das gelingt, bleibt auch genügend Raum für die, die auf Ihr Auto angewiesen sind. Das letztes Jahr beschlossene Radverkehrskonzept, kann den Weg in die Zukunft weisen.

Freitag, 3. Mai 2019

Rad-Schnellweg von Dachau nach München

Der Landkreis startet das Projekt Aber, es gibt noch viele Fragen.

Das Bündnis für Dachau findet es wichtig und richtig, dass der Landkreis das Projekt Rad-Schnellwege Dachau-München anstößt. Es muss uns aber klar sein, es ist im Wortsinn ein weiter Weg dahin. Gerade in unserem hochverdichtetem Siedlungsgebiet wird es nicht gerade einfach sein, Korridore zu finden.

Zur Historie. Der Planungsverband München hat 2015 eine Potentialanalyse zu Rad-Schnellwegen im Münchner Umland erstellt.  Das Ergebnis: 14 Korridore, jeder zwischen 11 und 25 km lang, radial auf die Stadt ausgerichtet. Ein weiteres Ergebnis war die Festlegung auf einer Pilotstrecke zwischen der Hochschule in Garching und der Münchner Stadtgrenze. Dieses Pilotprojekt ist nun schon in der Phase in der Detaillösungen diskutiert werden.

Die untersuchten Quell- Zielverbindungen. (Quelle: Planungsverband)
Das Landratsamt mit Landrat Stefan Löwl, hat nun das Projekt Rad-Schnellweg Dachau, Karlsfeld - München angestoßen. Am Donnerstag war die Auftaktveranstaltung mit den Dachauer Stadträten. Dabei stellten die Planungsbüros die grundlegenden Details zu Rad-Schnellwege vor. Die Stadträte diskutierten danach mögliche "Korridore", über die sinnvollerweise die Routen führen sollten. Es zeichnete sich sehr schnell Konsens ab, dass vermutlich zwei Hauptrichtungen von Dachau her nötig sein werden. Einmal, die Verbindung nach Karlsfeld und dazu die Verbindung in den Münchner Norden. Also zu den großen Arbeitgebern. Als nächsten Schritt werden in Kürze auch die Bürgerinnen und Bürger in die Routenfindung einbezogen.


Beispiel einer bevorrechtigten Querung (Quelle: Wikicommons)

Neben der Routenfindung  gibt es aus unserer Sicht noch weitere, wichtige Aspekte, die dringender Klärung bedürfen.
  • Straßenbaulast – So wie beim Straßenbau wäre es nötig, definierte Rechts- und Planungsprozesse zu erarbeiten. In Nordrhein-Westfahlen wurde dazu das Landesgesetz geändert. Es wurde im Baurecht eine Wegekategorie „Radschnellverbindungen des Landes“ eingeführt. Rad-Schnellwege sind quasi Staatstraßen. Nun liegt die Straßenbaulast und die Planungsverantwortung beim Land.
  • Ausführungsbestimmungen  hier sollten Fragen zu Querungsformen und Bevorrechtigungen definiert werden. Derzeit müssen „Einzelfallentscheidungen" und "Ausnahmefälle“ berücksichtigt werden. Aus unserer Sicht sollten zwei Standards definiert werden: Rad-Schnellwege und Rad-Vorrangrouten. Vorrangrouten als Lösungsoption, wenn die höchste Qualitätsstufe nicht möglich ist.
  • Unterhalt und Verkehrssicherung – wäre analog zu Staats- und Landstraßen zu regeln.
  • Finanzierung von Brücken und Tunnel  In den Niederlanden werden Brücken und Tunnel über Gelder aus dem Straßenausbau finanziert. Die Argumentation ist: Der Verkehrsfluss wird durch zusätzliche Ampelanlagen nicht unterbrochen. Diese Lösung wäre für Bayern auch möglich.
  • Radinfrastruktur im Alltag  Auch das Alltags-Radnetz ist wichtig. Radführungen sollen nach den „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen - ERA" umgesetzt werden. Leider wird dies nur zögerlich und unter großen Widerständen umgesetzt. In Bayern gilt nach wie vor bei Politik und Verwaltung der Grundsatz, ERA ist nur Empfehlung, also keine verbindliche Vorgabe. Darum kommt der Ausbau der Radinfrastruktur auch nur schleppend voran. Hier wäre ein Bekenntnis der Bayerischen Politik zu ERA und den Zielen des „Nationalen Radverkehrsplans“ hilfreich.
    Aus Straßenbaumittel finanzierte RS-Unterführung in Holland (Quelle: Wikicommons)
Wir werden weiter dran bleiben. Machen Sie das auch. Bitte bringen sie sich ein bei den kommenden Veranstaltungen und Diskussionen. Bleiben Sie mit uns hartnäckig, die Fragen weiter aktuell zu halten. Wir müssen darauf achten, dass das Thema Radschnellweg nicht zu einem Wahkampfthema verkommt.
 


Donnerstag, 10. Januar 2019

Bündnis für bessere Mobilität - Verstärkter Ausbau von Radabstellanlagen


mit der Schließung der Radabstellanlage im Unterführungsbereich zu den Bahnsteigen an der Westseite des Dachauer Bahnhofs ist eine erhebliche Anzahl von Radabstellplätzen verloren gegangen. Dies hat mittlerweile zur Folge, dass eine Vielzahl von Fahrrädern wild im Bahnhofsumfeld abgestellt werden. Aber auch an vielen anderen Stellen fehlen hochwertige, witterungsgeschützte Abstellflächen für Fahrräder.
Das Bündnis für Dachau stellt dazu folgenden
Antrag:
Die Stadt Dachau nutzt die in der Kommunalrichtlinie (https://www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie) neu geschaffenen, verbesserten Fördermöglichkeiten zur Errichtung von Radabstellanlagen insbesondere an Bahnhöfen. Alle derzeit vorhanden Abstellanlagen an der Westseite des Bahnhofs sollten durch moderne Doppelstockparkanlagen mit Überdachung nach dem Muster der Anlage am Marienhof in München ersetzt werden. Auch an anderen zentralen Stellen sowie an geeigneten Bushaltestellen werden solche Abstellanlagen aufgebaut.
Begründung:
In einer wachsenden Stadt mit entsprechend wachsenden Verkehrsproblemen müssen die nur einmal vorhandenen Verkehrsflächen zukünftig effektiver genutzt werden. Gerade im städtischen Umfeld, in dem über 70 % aller Fahrten unter 2 km betragen, ist der Radverkehr eine tragende Säule zur Entlastung der Verkehrsbelastung auf dem bestehenden Straßennetz. Gut beleuchtete, anschließbare und überdachte Radabstellanlagen sind dabei eine Voraussetzung dafür, dass mehr Bürger auf das Rad als schnelles, platzsparendes und umweltfreundliches Verkehrsmittel umsteigen.


Die Süddeutsche Zeitung findet unseren Antrag als reichlich übertrieben, allerdings sind wir nicht dafür da, einen Status Quo zu erhalten, sondern Lösungen in der Stadt voranzutreiben.
SZ vom 10.01.2019: Bündnis stört Radl-Chaos am Bahnhof und der Kommentar dazu: Etwas mehr  Dankbarkeit, bitte

Donnerstag, 15. November 2018

Warum Schutzstreifen für Radfahrer etwas völlig normales sind und eigentlich seit 20 Jahren fehlen

Bernhard Sturm, Stadtrat
Schutzstreifen für Radfahrer sind ein wichtiges Element der Radführung. Schutzstreifen wurden von der Bundesregierung in der Straßenverkehrsordnung verankert um eine Radführung im Mischverkehr zu ermöglichen. Die Anlage von Schutzstreifen ist dem Wegfall der Benutzungspflicht von untauglichen Radwegen geschuldet und sind leider bisher die einzigen Einrichtungen für Radfahrer im Mischverkehr.
  • Sie zeigen den Radfahrern => hier kann man Rad fahren. 
  • Sie zeigen den Autofahrern => hier fahren Menschen Fahrrad. 


Aus unsere Sicht ist die Abmarkierung von Schutzstreifen im Sinne der Regelwerke eine allgemeine Maßnahme zur Verkehrslenkung. Ähnlich wie Leitlinien und Abbiegespuren. 

Die Streifen hätten schon lange an vielen Stellen im Straßenraum markiert werden können, da die Anlage von Schutzstreifen, also wie und wann, welche Breite, welche Art von Linien etc. durch die „Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung - VwV-StVO“ und den „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen - ERA“ definiert sind.

  • Schutzstreifen markieren einen für Radfahrer vorgesehenen Fahrbahnteil. 
  • Schutzstreifen führen im Mischverkehr Radfahrer im Sichtbereich der Autofahrer. 
  • Sie können auch auf schmäleren Fahrbahnen angelegt werden. 
  • Sie sind aber KEINE benutzungspflichtigen Radwege. 
  • Die gestrichelte Linie ist ein Hinweis auf den „geschützten“ Bereich, auf dem mit Radverkehr zu rechnen ist. 
  • Sie sind bis 1,50 Meter breit.
  • Schutzstreifen dürfen in Ausnahmefällen von Fahrzeugen überfahren werden. 
 
Neuer Schutzstreifen auf der Frühlingstraße beim Bahnhof

Neuer Schutzstreifen Freisinger Straße und Mittermayer Straße

Schutzstreifen könnten eigentlich schon seit 20 Jahren ein normaler Teil des Straßenverkehrs sein.
1997 StVO-Novelle (Radfahrnovelle)
Zitat StVO: "Allerdings befinden sich heute zahlreiche Radwege entweder in einem baulich unzureichenden Zustand oder entsprechen nach Ausmaß und Ausstattung nicht den Erfordernissen des modernen Radverkehrs. Die Benutzung solcher Radwege ist daher für Radfahrer im allgemeinen nicht ohne weiteres zumutbar.“ Damit war die Benutzungspflicht der Radwege in Frage gestellt!
Radwege sind seither nur noch bei Kennzeichnung mit den Zeichen 237, 240 und 241 (weißes Fahrrad auf blauem Grund) benutzungspflichtig.

Also, das Radfahrern auf der Fahrbahn ist meistens erlaubt!

Samstag, 21. Juli 2018

Radweg am Mühlbach wird nachgebessert, Folgen für das MD-Gelände

Sabine Geißler (Bündnis für Dachau) sprach in der letzten Familien- und Sozialausschusssitzung den Belag des frisch sanierten Fuß- und Radweges am Mühlbach in der letzten Bauausschusssitzung an. Dachauer SZ: 19.07.18 Radweg am Mühlbach wird nachgebessert

Die Antwort von OB Florian Hartmann verspricht eine Nachbesserung in den Sommerferien, aber weist auch auf ein neues Problem hin: die Ufermauer muss saniert werden, was ein Millionenprojekt für die Stadtwerke nach sich zieht.

Und so wird so manchen Zweifler auch nachvollziehbar, warum die Stadtwerke nicht unbedingt scharf darauf sind, die Unterhaltspflicht der Ufermauern vom Karlsberg bis in das MD-Gelände hinein durch die Übernahme, bzw. den Neubau eines Kleinkraftwerkes zu "erben". Für die Stadt Dachau stellt sich dann kurz- bis mittelfristig die Frage ist der Entwurf von Trojan & Trojan überhaupt noch tragfähig ohne das wesentliche Gestaltungselement Wasser, das ja durch die Aufstauung des Kraftwerkes oberflächennah gehalten werden sollte.

Und wenn die Stadtwerke die Folgekosten des MD-Projektes nicht "erben" wollen, soll das dann der Steuerzahler bezahlen - oder ist es vielmehr eine Aufgabe des jetzigen Entwicklers Isaria?



Freitag, 13. April 2018

Förderung von Lastenfahrrädern: Unnötige Hindernisse beseitigen


die Stadt Dachau fördert mittlerweile den Kauf von Lastenfahrrädern und hofft damit Dachauer Bürger zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen. Das Bündnis für Dachau stellt dazu folgenden


Antrag:



Die Stadt Dachau beseitigt soweit möglich im gesamten Stadtgebiet sogenannte Umlaufsperren sowie ähnliche Hindernisse, wie Stufen und Pfosten auf Rad- und kombinierten Rad-/Fußwegen.



Begründung:


Sogenannte Umlaufsperren sind bereits als Solches eine Zumutung für Radfahrer. Für Lastenradfahrer sind solche Hindernisse hingegen oft unüberwindlich und erfordern teils erhebliche Umwege und reduziert die Bereitschaft auf Lastenräder umzusteigen.

Donnerstag, 22. März 2018

Mietradsystem für Dachau - Blaue MVG Räder kommen nach Dachau

Im Umwelt- und Verkehrsausschuss vom 21.03.2018 wurde beschlossen, dass das MVG Mietradangebot auch nach Dachau hin ausgeweitet wird.
So sieht es auch bald in Dachau aus - MVG RadStation an der Hackerbrücke




Nachdem das aus München bekannte Mietradsystem der MVG seine Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt hat, wird es dieses bald auch in Dachau geben. Von der Verwaltung wurde vorgeschlagen, dass an drei Standorten (Bahnhof, Altstadt, Gedenkstätte) Ausleihstationen erstellt werden.


Dieser Vorschlag wurde von der CSU als zu sehr touristisch und zu wenig alltagstauglich kritisiert. Schlussendlich einigte man sich auf einen größeren Wurf, in dem weitere Standorte (Klagenfurter Platz, Stadtbahnhof, Ernst-Reuter-Platz und Gewerbegebiet) mit einbezogen werden.



Mittwoch, 19. Juli 2017

Erfolgreich Radeln - Bündnis für Dachau beim Stadtradeln vorn dabei

Das sich das Bündnis für Dachau für die weitgehende Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Dachau einsetzt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass die vom Bündnis aber nicht nur vom Radeln reden, sondern dies auch aktiv tun, konnte das Bündnis für Dachau jetzt in der Aktion Stadtradeln eindrucksvoll unter Beweis stellen. In den Kategorien Teamergebnis - Absolut und Teamergebnis - Relativ konnte jeweils ein hervorragender 2. Platz erradelt werden.







Wir bedanken uns aber auch bei allen anderen Teilnehmenden Teams und Radlern. Alle zusammen haben gezeigt, dass das Fahrrad ein immer wichtigerer Faktor für die Mobilität vor allem in der Stadt wird, und dies bestärkt uns weiter für jede einzelne Verbesserung für den Radverkehr in der Stadt zu kämpfen. Einen Meilenstein dürfen wir noch in diesem Jahr mit der Fertigstellung des neuen Radlparkhaus am Dachau Bahnhof feiern. Interessant wird die Entscheidung, ob die Neue Münchner Straße dauerhaft in der jetzigen Form bestehen bleibt. Wir werden jedenfalls dafür kämpfen.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Fördermöglichkeiten ausschöpfen: Geh- und Radwegüberführung Schleißheimer Straße



Das Bündnis mit einem neuen Antrag:
demnächst fällt der Startschuss zum Bau des neuen Dachauer Radparkhaus am Osteingang zum S-Bahnhof Dachau. Dieses Bauwerk wird zweigeschossig ausgeführt, unter anderem auch, weil davon ausgegangen wird, dass in den nächsten Jahren eine direkte Anbindung des 1. Obergeschosses über eine Radwegverbindung über die Schleißheimer Straße hinweg realisiert wird. Die Überlegungen zu einer Geh- und Radwegüberführung über die Schleißheimer Straße bestehen schon seit vielen Jahren.

Die Bautafel für das Radparkhaus steht schon
Ein derzeit bestehendes Förderprogramm, dass bis zu 80 % der Kosten übernehmen würde, läuft aber derzeit nur noch bis Ende 2018 (siehe http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/Foerderrecherche/inhaltsverzeichnis.html?get=11e32b6cef12a03d8103bcb49b4703bd;views;document&doc=10448&typ=RL)
Eine weitere Fördermöglichkeit (http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=9314debcfa06756d4d44b6947e0b6ae7;views;document&doc=10153) läuft noch länger, taugt aber nur als Förderergänzung zur vorhergehend genannten Förderung.

Prüfantrag:

Die Stadt Dachau prüft inwieweit die bestehenden Planungen für eine Geh- und Radwegüberführung an der Bahnlinie über die Schleißheimer Straße, eine Weiterführung über den Ostausgang S-Bahnhof und die Anbindung an das Obergeschoss des neuen Radparkhauses kurzfristig bis spätestens 2018 realisiert werden könnten, bzw. benennt Voraussetzungen, die noch erfüllt werden müssten, und / oder Alternative Lösungsmöglichkeiten für eine rasche Realisierung dieser Verbindung.

Begründung:
Zur optimalen Auslastung des Fahrradparkhauses ist eine direkte Anbindung des oberen Stockwerks an das Radwegenetz sehr vorteilhaft bzw. notwendig.
Durch eine gleichzeitige Errichtung einer Radwegüberführung am Ostausgang des S-Bahnhofs werden Kreuzungssituationen mit Fußgängern, anderen Radfahrern und Autos vermieden.
Im möglichen Bebauungsplan für Augustenfeld Nord wird davon ausgegangen, dass hier zur Fortführung des Grünzugs nach Norden über die Schleißheimer Straße eine entsprechende Verbindung geschaffen wird.
Mit der Errichtung einer solchen Verbindung wird eine durchgängige Radwegverbindung entlang der Bahnlinie im Stadtgebiet von Nord nach Süd geschaffen.

Michael Eisenmann
Stadtrat

Freitag, 3. Juli 2015

Innere Schleißheimer Straße bekommt Fahrrad Schutzstreifen

Der Antrag des Bündnis für Dachau, auf der inneren  Schleißheimer Straße Schutzstreifen für Radfahrer anzulegen ist nahezu ganz angenommen worden.
Leider nur eine einsetige und lückenhafte Lösung, da CSU, FW, Bürger und ÜB nicht zu überzeugen waren.

Leider zogen die konservativen Fraktionen nicht mit. Es gab keine Mehrheit für eine konsequente und komplette Umsetzung, die durchgängige Radstreifen ermöglicht hätte. 

Radfahrstreifen und Schutzstreifen sind ein wichtiges Mittel für die Förderung eines sicheren Radverkehrs. Erst vorkurzem hat einen Studie mit Förderung des Verkehrsministeriums bewiesen, dass selbst bei schmalen Fahrbahnen die Autofahrer mehr Rücksicht auf Radfahrer nehmen.
Kaum ein Radfahrer weiß, dass er eine Teilschuld erhält, wenn bei einem Unfall durch eine sich öffnende Autotür ein Unfall passiert. Ein Schutzstreifen weist auf den Sicherheitsabstand hin.

Der Nationale Radverkehrsplan 2020 der Bundesregierung sagt: „Eine sichere, bedarfsgerechte und komfortable Radverkehrsinfrastruktur ist die wichtigste Grundlage für die Förderung des Radverkehrs. Ohne sie ist kein nennenswerter Radverkehrsanteil zu erreichen(…). Radverkehrsanlagen müssen daher so gestaltet werden, dass Radfahrende (…)für den Kraftfahrzeugverkehr rechtzeitig und gut erkennbar sind, selbst gute Sichtverhältnisse haben und Konflikte zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern und Radfahrenden möglichst vermieden werden“. Über diesen Link kann der Radverkehrsplan heruntergeladen werden.


Eine heftige Debatte fand um den nötigen Wegfall der Maskierungen für die Linksabbieger in an der Kreuzung zur Martin-Huber-Straße statt. Entgegen der Argumente, dass durch den Schutzstreifen weniger Radfahrer den extrem schmalen Gehweg benutzen werden und die immer gefährliche Rechtsabbiegesituation verbessert wird, fanden CSU, FW und ÜB es wichtiger, den linksabbiegenden Autos eine freie Fahrt zu ermöglichen.
Letztlich einigte man sich mit der Stimme der BüfD auf eine ½ jährige Probezeit für die Schutzstreifenlösung an der Kreuzung.

Dienstag, 30. Juni 2015

Amper-Radweg MD-Gelände

Antrag Amper-Radweg MD-Gelände

Die Verwaltung berichtet dem Stadtrat unter welchen Bedingungen die Eigentümer des MD Holz-lagerplatzes der Stadt Dachau den Uferstreifen für einen Radweg vorzeitig zur Verfügung stellen

 
Begründung
 
Der Uferstreifen am Holzlagerplatz ist aus mehreren Gründen für eine vorzeitige Nutzung als Geh- und Radweg geeignet.
 
1. Die Unterführung am Ende Blumenstraße unter der Bahn hindurch ist schon vorhanden.
2. Der Schulverkehr kann sicher und kreuzungsfrei in Richtung Norden unter der Martin Huber Straße geführt werden
3. Der Ammer-Amper-Radweg mit überregionaler Bedeutung muss nicht mehr über die Schleißheimer Straße führen.
 
Für die Fraktion Bündnis für Dachau

Kai Kühnel

Mittwoch, 1. April 2015

MD Gelände ohne Radanbindung?

Die Verkehrsanbindung eines Neubaugebiets heißt nicht nur neue Straßen zu bauen. Das Bündnis stellt dazu einen Antrag.

In der Städtebaulichen Grundlagenvereinbarung zum Bebauungsplan der Großen Kreisstadt Dachau "Dachau MD-Gelände" verpflichtet sich der Grundstückseigentümer des ehemaligen MD Geländes zur Übernahme aller Kosten, die zur „vollständigen Erschließung“ des Geländes notwendig sind.

Nach Auffassung des Bündnis für Dachau gehört zur vollständigen Erschließung des ehemaligen MD Geländes neben dem Straßenbau für den motorisierten Individualverkehr unter anderem und insbesondere auch ein Ausbau von Radwegen.

Dazu stellt das Bündnis für Dachau folgenden

Antrag:

Die Stadt Dachau überprüft die derzeitige Entwurfsplanung zum ehemaligen MD Gelände auf mögliche Defizite in der radverkehrstechnischen Anbindung des Gebietes an das städtische Radverkehrsnetz. Dabei ist zu beachten, dass eine leistungsfähige Radverkehrsanbindung des Gebiets zu wichtigen innerstädtischen Zielen wie dem Bahnhof, den Einkaufsgebieten der Altstadt, Münchner Straße und Schwarzer Graben, den Schulen und den radläufigen Naherholungsgebieten geschaffen werden.

In besonderer Weise ist eine sehr gute Erreichbarkeit des S-Bahnhofs Dachau und der neu geplanten Fahrradabstellhalle zu gewährleisten. Gerade hier sehen wir Handlungsbedarf, da die in den Planungsunterlagen vorgesehenen Verbindungen weder durchgängig, noch barrierefrei, noch attraktiv - insbesondere bei Nacht - sind. Notwendige Investitionen für Radwege zu den genannten Zielen wie z.B. eine Rad- und Fußgängerüberführung über die Schleißheimer Straße zum Ostausgang des S-Bahnhofs und eine Radwegverbindung zu den Amperauen im Westen des Geländes werden in dem Umgriff des Bebauungsplan mit aufgenommen und zu den Erschließungskosten für das ehemalige MD Gelände angerechnet.

Begründung:

In der derzeitigen Planung zum ehemaligen MD Gelände wird von 2500 neuen Mitbürgern für Dachau ausgegangen. Eine solche Anzahl von neuen Einwohnern bringt eine erheblich Belastung für alle Verkehrswege in Dachau mit sich. Durch die Lage des MD Geländes im Herzen Dachaus liegen alle wichtigen Ziele im Komfortbereich für Radfahrten. Das gilt es zu nutzen. Umso wichtiger ist es, so viele Einwohner des neu geplanten Quartiers wie möglich für die Nutzung des Fahrrads zu gewinnen und so wenig Autoverkehr wie möglich hervorzurufen. Dies geschieht am besten mit durchgängigen, möglichst barrierefreien und auch bei Dunkelheit und im Winter sicher und zügig zu nutzenden Verbindungen. Dies entspricht vollumfänglich dem Leitbild Mobilität und Verkehr der Stadt Dachau und ist daher bei Entwurfsplanung zum ehemaligen MD Gelände zu beachten.

Michael Eisenmann                    Bernhard Sturm
Stadtrat/Bündnis für Dachau      Stadtrat/Bündnis für Dachau

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