Freitag, 25. Juli 2014

Denk mit! Diese Umgehung ist keine Lösung

Derzeit geistern sehr viele Vermutungen im Diskussionsprozess für die Ostumfahrung.

Hier der Versuch ein paar Dinge klarzustellen.

Verlauf
1. Die Nordostumfahrung setzt sich zusammen aus der Nordumfahrung und der Ostumfahrung
2. Zusätzlich gibt es eine Umfharung Hebertshausen, die entlang der Amper durch die hochwertige Natur führt.
3. Die Pendler aus den Hinterland werden auf die Ostumfahrung geführt, dort haben sie die Wahl
a) der Ostumfahrung zu folgen und in den Flaschenhals der B471 Richtung Schleißheim zu folgen um auf der A92 weiterzufahren, ein Abbiegen Richtung Dachau ist unmöglich
b) auf halber Höhe die Ostumfahrung zu verlassen, sich durch das Gewerbegebiet Dachau Ost zu quälen um dann wieder auf die Alte Römer Straße zu kommen
c) gleich auf der Alten Römer Straße zu bleiben



Auf dem Bild sieht man lediglich die Ostumfahrung, sie verläuft parallel zum Gewerbegebiet. Der Anschluss aus Hebertshausen ist nach der ersten Kurve auf der linken Seite erkennbar.


Verkehrsströme:
- Der Verkehr in Richtung Flughafen München wird die jetzt schon beliebte Route Dachau/Hebertshausen/Haimhausen/A92 nehmen. Für die Hebertshausner ergibt sich in Richtung Dachau eine Entlastunga aber in die andere Richtung eine Mehrbelastung.
- Der Verkehr in Richtung MAN/MTU wird weiter über die Alte-Römer-Straße fahren, kein Mensch fährt 10 km Umweg, wenn er dabei auch im Stau zwischen Obergrashof und Ruderregatta steht.
- Was viele nicht wissen: der Anschluss Alte Römer-Straße soll gekappt werden, d.h. die Dachauer selbst kommen dann nicht mehr über die Würmmühle ins Gewerbegebiet, sie müssen dann erst auf die Umfahrung oder auf die Sudetenlandstraße bzw. Schleißheimer Straße. Hier gibt es dann den Binnenstau.
- Der Verkehr in Richtung Münchner Westen, spielt hier ohnehin keine Rolle





Kosten
1. Die bisher benannten Kosten beziehen sich lediglich auf die Ostumfahrung, das wesentlich kürzere Stück als die Nordumfahrung
2. Die Kosten betragen laut staatlichen Bauamt Freising 10 Millionen €,
a) nicht enthalten sind die Kosten für die beiden Anschlüsse ans Gewerbegebiet, diese muss die Stadt Dachau selbst tragen
b) nicht enthalten sind die Kosten für die Aufständerung der Fahrspur aus Naturschutzgründen

Kostenträger

Variante 1:
Die Kosten soll die Stadt Dachau in Sonderbaulast tragen, d.h. von den ca. 15 Millionen € für die Ostumfahrung (ohne Kostensteigerung, die Schätzung ist ein paar Jahre alt) werden der Stadt Dachau vom Freistaat 70 - 80% ersetzt. Das heißt die Stadt bleibt auf mnd. 3 bis 4,5 Millionen sitzen. Dem Steuerzahler kostet die Maßnahme trotzdem 100%, also 15 Millionen für die Ostumfahrung + die längere Nordumfahrung + die längere Hebertshauser Umfahrung. Das Ganze wird ein 50 Millionen Projekt.

Variante 2:
Der Landkreis übernimmt die Umfahrungen in Sonderbaulast. Das wäre zunächst einmal richtig, denn der Stadt Dachau nutzt die Umfahrung nichts, der Gemeinde Karlsfeld schadet sie. Der Landkreis drückt sich vor dieser Entscheidung, weil CSU und SPD, dann intern ins Hadern kommen würden. Also ist es für Landrat Löwl leichter Druck auf die Dachauer Stadträte auszuüben.
Für den Landkreis ist es auch billiger, denn er darf die Stadt Dachau wenn sie die Sonderbaulast übernommen aus rechtlichen Gründen sich gar nicht an den Kosten beteiligen. Alles andere sind nur Versprechungen und Worthülsen.

Variante 3:
Der Staat übernimmt die Kosten. Dann kommt die Umgehung eben erst dann, wann sie in der Prioritätenliste auch an der Reihe ist. Das heißt die Planung muss überarbeitet werden, weil in der Naturschutz-Gesetzgebung in Kürze strengere Regeln gelten. Vor diesen Regeln will man sich gerne drücken.

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