Donnerstag, 8. Oktober 2015

Bauetat 2016 vorberaten

In einer gemeinsamen Sitzung des Bauauschusses und des Umwelt- und Verkehrsausschusses wurde der Bauetat für das kommende Jahr vorberaten.

Aus unserer Sicht sind in den verbindlichen Jahren 2016-2018 folgenden wichtigen Punkte enthalten:

  • Geh- und Radwegbrücke über die Schleißheimer Straße (Bahnhof Ostseite)
  • Erweiterung Grundschule Augustenfeld
  • diverse Kindergärten bzw. deren Erweiterungen
Nicht enthalten sind bisher Kosten für 
  • die Verlagerung des TSV-Sportgeländes, 
  • Baukosten für eine Ostumfahrung, (Planungsmittel nur marginal im Jahr 2018)
  • keine Baukosten, lediglich Planungsmittel für den verkehrlichen Anschluss MD-Gelände (damit ist klar, dass mit einem Baubeginn nicht vor 2020 zu rechnen ist)
Im Anschluss entzündete sich noch eine Diskussion ob in den Bauetat auch besondere Kosten für den sozialen Wohnungsbau eingestellt werden sollen. Zu diesem Thema wird man sich noch einmal gesondert zusammensetzen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Bündnisposition zur Verkehrsentwicklung im Landkreis

Wie aus der Presse zu entnehmen war, forciert Landrat Löwl und sein Kollege vom LK-München Göbel aktuell die Debatte, wie der Verkehr im Münchner Norden in Zukunft gestaltet werden soll.
 

Nach dem Treffen am Freitag, bei dem die interkommunale Zusammenarbeit vereinbart wurde, findet ja am nächsten Samstag eine Klausurtagung der Mandatsträger zum ÖPNV im Landkreis statt.

Das Bündnis für Dachau hat schon frühzeitig seine Position in die Debatte eingebracht. Daher an dieser Stelle ein kurzer Überblick, mit welchen Argumenten wir in die Debatte gehen werden.

Intermodalität – Das einfache, zielführende, bedarfsorientierte Wechseln von Verkehrsmittel muss Ziel nachhaltiger Mobilität sein.
  • Die Kombination der verschiedenen Verkehrsmittel ist eines der wichtigsten Schlüsselelemente für ein tragfähiges Verkehrskonzept. 
  • Es gilt die Verkehrsmittel zu vernetzen, damit ihre jeweiligen Vorteile zugunsten einer Ressourcen schonenden Gesamtmobilität zur Geltung kommen. 
  • Die Vernetzung des ÖPNV mit den anderen Mobilitätsmittel ist in den Mittelpunkt zu stellen.
  • Einprägsame „Vertaktung“ der Fahrplanangebote.
  • Wenige Umsteigebeziehungen bis zum Ziel sind wichtig für hohe Akzeptanz.
„Die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel hängt längst nicht mehr nur von den Fahrplänen und Routenverläufen ab. Die gesamte Wegekette muss funktionieren. Verkehrsmittel ohne gute Schnittstellenangebote werden an Bedeutung verlieren.“ (Aus der PM zur Veranstaltung „Verknüpfung öffentlicher Verkehr und Fahrrad - Partner oder Konkurrenten?" am 30.04.2015 des Baden-Württembergischen Verkehrsministeriums).

Der Landkreis München hat das renommierte Züricher UnternehmenErnst Basler + Partner mit der Erstellung einer Studie beauftragt. Mit dieser Studie, sagt Landrat Christoph Göbel (CSU), sollten Verkehrsströme untersucht, Konzepte für die sogenannte Intermobilität - also das Zusammenspiel von mindestens zwei Verkehrsarten - entwickelt, Möglichkeiten der Elektromobilität vorangetrieben werden.



Radverkehr als Verkehrsmittel ernst nehmen.  
  • Radverbindungen nach wichtigen Quell-Zielverbindungen ausrichten
  • Radinfrastruktur, die Geschwindigkeiten >20 km/h (Pedelec) ermöglicht (konfliktarm zu Kfz-Verkehr und Fußverkehr, barrierefrei).
  • Ganzjährig und ganztägig sicher zu befahren (Beleuchtung, Winterdienst).
  • Radwegeführung im Sichtbereich der Autofahrer führen oder gefahrlos in den Verkehr einfädeln.
  • Radführungen, die barrierefrei und zielführen verlaufen. 

Nationaler Radverkehrsplan 2020 der Bundesregierung: "Eine sichere, bedarfsgerechte und komfortable Radverkehrsinfrastruktur ist die wichtigste Grundlage für die Förderung des Radverkehrs. Ohne sie ist kein nennenswerter Radverkehrsanteil zu erreichen(…) Wesentliche Grundvoraussetzung des Radverkehrs sind durchgängige und vor allem alltagstaugliche Radverkehrsnetze. Diese sollten alle wesentlichen Quell- und Zielpunkte verbinden".

Potential von ÖPNV erweitern
  • Schnellbusse und Expresslinien
  • Wichtige Arbeitgeber in die das Bussystem einbeziehen
  • Neue attraktive Ticket Angebote erarbeiten.
  • Fahrradmitnahme in Bus und Bahn fördern und ermöglichen.
  • Der Aufbau von bedarfsorientierten Zubringerlinien, Rufbusse usw.

Ergebniskritische und „Folgelasten“-kritische Betrachtung des motorisierten Individualverkehrs.  

"Der Ausbau von Straßeninfrastruktur in einer dynamischen Siedlungsstruktur mit sehr gut ausgebauten Verkehrssystem (Ballungsraum München) führt zwangsläufig und entgegen der Wunschvorstellung durch direkt und indirekt induzierten Verkehr zu mehr Kraftverkehr". 
  • Die Folgen des induzierten Verkehrs durch mögliche Straßenneubau- oder Ausbaumaßnahmen sind zu berücksichtigen. 
  • Die Regel: Straßenausbau zum Zweck höherer Verkehrsflüssigkeit führt bei gleicher Reisezeit zu längeren Fahrstrecken und in Folge zu mehr Verkehr; das muss in den Betrachtungen berücksichtigt werden.
  • Die Folgen durch den induzierten Verkehr durch mögliche Straßenneubau- oder Ausbaumaßnahmen sind bei der Evaluierung klar offenzulegen, explizit aufzuzeigen und auch zu berücksichtigen.
  • Dies gilt sowohl für die Verkehrsmenge als auch für die Folgekosten.
  • Bestehende (alte) Verkehrskonzepte sind durch deutlich veränderte Rahmenbedingungen und Zielvorgaben überholt. Sie sollen aus der Neubewertung herausgenommen werden.

Landkreise im Münchner Norden vereinbaren interkommunale Zusammenarbeit für die Verkehrsproblematik...

...dann hoffentlich mit Dachau!

Leider hat es der Dachauer Stadtrat erst aus der Presse erfahren, dass am vergangenen Freitag ein hochkarätiger Workshop von hochrangigen Vertretern der Landkreise im Münchner Norden plus München sich über die Verkehrsproblematik auseinandergesetzt haben.
Klar war der Termin ungünstig, da der Stadtrat incl. OB Hartmann zu Besuch in Renkum anlässlich der 10 jährigen Kulturpartnerschaft war.


Man wird Landrat Löwl beim Wort nehmen, wenn er als "Pate" in einer einstimmig verabschiedeten "Dachauer Erklärung" die Absicht zur interkommunalen Zusammenarbeit einfordert. Der Münchner Stadtdirektor Reiß-Schmidt und der Dachauer Kreisbaumeister Georg Meier fordern eine "Plattform, auf der künftig sämtliche Pläne und Ideen vorgestellt und harmonisiert werden". Ein solches Gremium gibt es noch nicht. Dann hoffentlich mit der Stadt Dachau.


SZ 4.10.2015

BR zu Journalistische Darstellungsformen

"Die strikte Trennung von Information und Kommentar, die heute zum Ethos aller soliden Blätter und Sender gehört, musste den Journalisten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erst wieder mühsam anerzogen werden"

Lesen Sie mehr auf den Seiten des BR

Rathauserweiterung in der Altstadt

Eine Rathauserweiterung wird in der Altstadt angestrebt. Mit einer Mehrheit von 22:18 Stimmen stimmten in der gestrigen Stadtratssitzung Stadträte aus allen Fraktionen für den Antrag von SPD und Bündnis für Dachau.

Montag, 5. Oktober 2015

MD-Forum: Veranstaltungstauglich planen


Im Vorentwurf zur Überplanung des MD Geländes ist derzeit Wohnbebauung direkt angrenzend zum MD Forum vorgesehen. In der letzten Stadtratssitzung wurde beschlossen, dass die Fraktionen weitere Änderungswünsche resultieren aus der Bürgerbeteiligung zum Vorentwurf des Bebauungs- und Grünordnungsplans vorbringen sollten. 

Dazu stellt das Bündnis für Dachau folgenden

Antrag:

Die Randbebauung zum MD Forum südlich des Mühlbachs wird entgegen des Vorentwurfs als Kerngebiet anstatt eines Allgemeinen Wohngebiets geplant. Das Verhältnis von Wohn- zu Gewerbenutzung wird entsprechend der umgewidmeten Flächen geändert, um eine zu dichte Wohnbebauung an anderer Stelle zu vermeiden.

Begründung:

Das MD Forum ist im Vorentwurf als zentraler Platz des Neubaugebiets und als Verbindungsglied zur Altstadt Dachau vorgesehen. Angrenzend zum MD Forum ist derzeit ein Jugendzentrum und möglicherweise das MD Museum mit dazugehöriger Gastronomie geplant. Der Platz sollte außerdem evtl. auch für Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurde des Weiteren auch Wünsche für einen Biergarten und eine Neuauflage des Stadtstrands geäußert. 
Alle genannten und weiteren Nutzungsmöglichkeiten des MD Forums bedeuten eine potenzielle Lärmbelastung für eine angrenzende Wohnbebauung und damit einhergehend auch ein entsprechendes Konfliktpotenzial.
Um diesen Problemen bereits in der Planung zu begegnen wäre es sinnvoll die Randbebauung zum MD Forum von Wohnbebauung freizuhalten. Als Negativbeispiel wäre hier der gescheiterte Versuch zur Etablierung eines Stadtstrands auf dem Postschulgelände genannt.


Michael Eisenmann
Stadtrat / Bündnis für Dachau

Donnerstag, 1. Oktober 2015

MD Planer lassen Wasser bergauf fließen

Heute gibt's in den Dachauer Nachrichten einen erhellenden Bericht zur Mühlbachdebatte auf dem MD GELÄNDE. Erstaunlich sind die Ansichten der Planer zu diversen physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Hier geht's zum Bericht
http://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau/planer-stadt-streiten-ueber-muehlbach-5580785.html

Mittwoch, 30. September 2015

Es geht voran: Radlparkhaus am Bahnhof

Das Bündnis für Dachau brachte das Projekt seinerzeit wieder aufs Tableau, nachdem es schon eingeschlafen war. Der Bauausschuss folgte (inkl. CSU) und schob es in der Prioritätenliste nach vorne. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Mehr in der Dachauer SZ: 

Parkhaus für 1200 Fahrräder

Di 06.10.2015 18:00h - Stadtrat

  • 1.
    Erweiterung städtischer Verwaltungsräume;
    Antrag der Stadtratsfraktionen der SPD und des Bündnis für Dachau vom 05.08.2015 auf Konzentration der Verwaltung in der Altstadt
  • 2.
    Satzung zu Bürgeranträgen
  • 3.
    Neufassung der Satzung zur Benutzung der städtischen Kunsteisbahn der Stadt Dachau
  • 4.
    Stadtwerke Dachau;
    Feststellung des Jahresabschluss 2014
  • 5.
    Dienstreisen des Oberbürgermeisters; Bericht
  • 6.
    Verschiedenes öffentlich

Di 06.10.2015 14:30h - Familien- und Sozialausschuss

  • 1.
    Betreuung von Asylbewerbern;
    Bericht des Landratsamtes Dachau über die Organisationsstruktur der Betreuung und zum Verfahren
  • 2.
    Aufstellung Schulentwicklungsplan
  • 3.
    Caritas-Zentrum Dachau;
    Antrag auf Zuschuss für die Sozialstation ab 2015
  • 4.
    Haushalt 2016 der Stadt Dachau; Teilbereich des Familien- und Sozialausschusses
  • 5.
    Haushalt 2016 der Bürgerspitalstiftung
  • 6.
    Verschiedenes öffentlich

Mi 30.09.2015 14:30h - Werkausschuss

  • 1.
    Planungsvorgaben aus der Bürgerbeteiligung zum Hallenbad
  • 2.
    Feststellung des Jahresabschluss 2014
  • 3.
    Verschiedenes öffentlich

Dienstag, 29. September 2015

Dachauer SZ deckt auf: Problematische Personalie im Landratsamt

Auf den online Seiten der Dachauer SZ erschien heute der Artikel

Problematische Personalie (Link zum Artikel anklicken)


Angesprochen wird dabei ein Interessenskonflikt zwischen einen Mitarbeiter in der Ausländerbehörde der gleichzeitig mit seinen Firmen die Unterkünfte für Flüchtlinge im Landkreis Dachau zu sichern beauftragt ist.  


MD-Gelände: beheizte Straßen, 1 +1 > 2,5, wahre Unwahrheiten und unwahre Wahrheiten

SZ zum MD-Gelände: Beziehungskrise

Die Frage ist nicht wer lügt, sondern wer erzählt Unsinn. Und jedesmal wenn es brenzlig wurde, sagte Frau Trojan nichts oder berief sich auf Fachleute, die ihr das so erläutert hätten.

Aber im SZ Text hätte auch darauf eingegangen werden sollen zu welcher Aussage der OB sagte, das sie Quatsch sei. Frau Trojan behauptete 2 Staustufen mit je 1m Fallhöhe seien optimal im Gegensatz zu einer mit 2,50m Fallhöhe. Und zu dieser These sagte der OB, dass sie Quatsch sei.

Und ein Verkehrsführung bei der die Straßen beheizt werden müssen, weil sie zu steile Rampen haben, ist jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Sicher ist es nicht Aufgabe eine Städteplanerin die Verkehrsplanung zu übernehmen. Allerdings kann sie sich dann auch nicht eindeutig für eine Variante positionieren, denn dann muss sie erst das Ergebnis der Fachplaner abwarten.

Freitag, 25. September 2015

Bündnis Idee wird verwirklicht: Waldkindergarten geht im Mai in Betrieb

Nachdem die private Initiative für einen Waldkindergarten gescheitert war, regte Kai Kühnel an x stattdessen einen städtischen Waldkindergarten zu betreiben. Dank der Vorarbeit von Bündnis-Mitglied Martina Demel konnte Kühnel einige Beispiele in anderen Gemeinden benennen. Diese Idee wird jetzt verwirklicht:


Mehr dazu in der SZ-Online

Schwarze Verzweiflungstaktik

 – oder: Was ist bloß los mit der Dachauer CSU?

Die größte Fraktion im Dachauer Stadtrat steuert derzeit auf einem politischen Kurs, der für viele Bürger nur sehr schwer nachvollziehbar ist.

Erst wird ein unüberlegter Mini-Bürgerpark mit gerade mal 150 Quadratmeter Größe beantragt, der für die Anlieger nur unnötige Verkehrsprobleme schaffen würde, der Verwaltung viel Arbeit macht und den 40 Stadträten eine unnötige Diskussion aufzwingt.

Dann will die CSU plötzlich einen Vorschlag des Oberbürgermeisters zu einer möglichen Erweiterung des Rathauses blockieren. Mit immer neuen Taktiken versucht die Fraktion, Vorschläge der Verwaltung zu verzögern. Was die meisten Bürger nicht wissen:
Es gab schon in der Amtszeit des CSU-OB Bürgel Bestrebungen, das Rössler-Anwesen für diesen Zweck zu erwerben.

Warum also diese Hinhaltetaktik?

Geht es der Partei etwa einfach nur Verhinderungspolitik?
Frei nach dem Motto: „In dieser Legislaturperiode darf kommunalpolitisch nichts gelingen!“

Die meisten Wählerinnen und Wähler würden ein solches Spiel wohl schnell durchschauen.

Ist die Partei in sich so zerstritten, dass als kleinster gemeinsamer Nenner nur noch Unsinn herauskommt, der dann mit möglichst vielen unsinnigen Anträgen den Weg zu schneller Selbstzerstörung öffnen soll?

Oder scheint eine dritte Interpretation nicht doch wahrscheinlicher: Geht es den Schwarzen in Wirklichkeit gar nicht um die Sache, sondern vor allem um die Interessen solventer Investoren und Grundbesitzer? Um gute Freunde zu bedienen müsste man zur Not vielleicht auch mal eine Rathauserweiterung opfern.

Politik ist ein Geben und Nehmen, als langjährige Staatspartei hat die CSU gelernt, mit gezielter Klientelpolitik ihre Anhänger zu beglücken, hier ein wenig zu geben, dort etwas mehr zu nehmen. Wenn das „Nehmen“ aber wichtiger wird als die Inhalte, um die es in der Politik geht, dann bleiben die wichtigen Aufgaben zwangsläufig auf der Strecke.

In der aktuellen politischen Situation tut sich die Dachauer CSU sicher nicht leicht, sie hat im Augenblick nun mal nicht viel zu geben. Da fragt sich sicher manche/r, woher sie/er denn dann etwas nehmen soll ...

Sabine Geißler




Zur Tiefenrecherche:


Die SZ berichtet heute:

"Bürgerpark" mit 150 Quadratmetern"Die CSU-Fraktion wird für ihren Antrag zu einem Minipark an der Erasmus-Reismüller Straße verspottet."

Der Merkur berichtet heute:
"Die Christsozialen erweckten tatsächlich den Eindruck, dass sie verhindern wollen, dass die Stadt das Rössler-Anwesen kauft. Was bleibt, sind Spekulationen: Soll das Rössler-Anwesen anderen Investoren vorbehalten bleiben?" 

Donnerstag, 24. September 2015

Mi 30.09.2015 14:30h - . Werkausschuss

Sitzungssaal der Stadtwerke Dachau im 2. OG

  • 1.
    Planungsvorgaben aus der Bürgerbeteiligung zum Hallenbad
  • 2.
    Feststellung des Jahresabschluss 2014
  • 3.
    Verschiedenes öffentlich

Di 29.09.2015 14:30h - Bau- und Planungsausschuss

Alter Sitzungssaal im Rathaus Dachau

  • 1.
    Ehemalige MD-Papierfabrik
    Gegenüberstellung der beiden Varianten zur Mühlbachführung
  • 2.
    Ehemalige MD-Papierfabrik
    Amper-Radweg
    Stadtratsantrag der Fraktion Bündnis für Dachau
  • 3.
    Ignaz-Taschner-Straße 14
    Städtebauliche Entwicklung ehemalige Schule Mitterndorf
    Auslobung der Mehrfachbeauftragung
  • 4.
    Kartierung Innenbereich/Außenbereich
    Stadtratsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 12.07.2015
  • 5.
    Bebauungsplan 'Westlich Alte Römerstraße' Nr. 130/04
    Förmliche Einstellung des Verfahrens
  • 6.
    Gewerbeflächenentwicklungskonzept
    Konzept Bürgerbeteiligung
    Tischvorlage
  • 7.
    Bahnhof Ostseite
    Neubau Bike&Ride Fahrradhalle
    Billigung der Entwurfsplanung
    Tischvorlage
  • 8.
    Durchführungen von Planungen und Errichtungen von Kindertagesstätten nach standardisierten Verfahren
    Antrag Bürger für Dachau vom 05.11.2014
  • 9.
    Konrad-Adenauer-Straße 30
    2. Tektur zum Umbau einer Klinik zu Eigentumswohnungen hinsichtlich Änderung der Fassade mit Wandrücksprung und Grundrissänderung, sowie der Unterbringung von 54 Stellplätzen
    Wiederholte Behandlung
  • 10.
    Himmelreichweg
    Vorbescheid zum Neubau von sieben Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage
  • 11.
    Jahnstraße 4 – 10
    Antrag auf Vorbescheid
    Optimierung des Schulstandortes Ignaz-Taschner-Gymnasium
    Wiederbehandlung KFZ-Stellplätze
  • 12.
    Schleißheimer Straße Flur Nr. 1931 und 1931/10
    Vorbescheid zum Neubau von sieben Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage
  • 13.
    Schleißheimer Straße 84 Flur Nr. 1932
    Vorbescheid, zur Errichtung von vier Wohnhäusern mit Tiefgarage
  • 14.
    Bacherner Straße 2 a
    Neubau einer Betriebsleiterwohnung mit Garagen
  • 15.
    Alte Römerstraße 7
    Vorbescheid zum Neubau einer Wohnanlage mit Tiefgarage
  • 16.
    Verschiedenes öffentlich

Mittwoch, 23. September 2015

Viel Wind um Nichts - die jetzt doch nicht wegfallenden Parkplätze am Bahnhof

Druck wollten Grundstücksbesitzer auf die Stadträte und den OB ausüben und kündigten einen Pachtvertrag für 130 Parkplätze fristlos. Das funktionierte wohl zu Zeiten als die CSU im Rathaus noch das Zepter schwang. Doch jetzt sind die Grundstücksbesitzer gegen die Wand gelaufen.

Zunächst hatten einge Grundstücksbesitzer das Grundstück fristlos gekündigt, weil die Stadt Dachau nicht hinreichend schnell ihre (anderen) Grundstücke baureif mache. Cool und souverän nahm OB Hartmann die Kündigung entgegen. Im nächsten Schritt wurde im Bauetat eine entsprechende Summe für den Rückbau aufgenommen.

Und jetzt war alles nicht so gemeint - und die Fläche wurde zum selben Preis an die Stadt erneut vermietet. Und den Vorgang will sich die CSU jetzt als Verdienst auf die Fahne schreiben?

Da kann man nur den Kopf schütteln...

Mittwoch, 16. September 2015

Mi 23.09.2015 14:30h Haupt- und Finanzausschuss

  • 1.
    Münchner Straße 7, Moorbadgebäude (Private Wirtschaftsschule Scheibner);
    Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 27.05.2015 auf Ausbesserungsarbeiten an der Fassade
  • 2.
    Zentraler Ansprechpartner für den Sport; Sportmanagement und Sportentwicklungskonzept der Stadt Dachau;
    Anfrage der ÜB-Stadtratsfraktion vom 02.07.2014 sowie Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 23.08.2014
  • 3.
    Erweiterung städtischer Verwaltungsräume
    a) Antrag der Stadtratsfraktionen der SPD und des Bündnis für Dachau vom 05.08.2015 auf Konzentration der Verwaltung in der Altstadt
    b) Ergänzungsantrag der Stadtratsfraktionen der SPD, des Bündnis für Dachau und des Bündnis 90/Die Grünen vom 09.08.2015 wegen Rössler-Anwesen
  • 4.
    Bürgerantrag "Künftige Fortsetzung des von der Familie Kaiser betriebenen Ponyreitens auf dem Dachauer Volksfest";
    Feststellung der Zulässigkeit
  • 5.
    Satzung zu Bürgeranträgen
  • 6.
    Änderung der Plakatierungsverordnung; Wahlplakate
  • 7.
    Neufassung der Satzung zur Benutzung der städtischen Kunsteisbahn der
    Stadt Dachau
  • 8.
    Antrag des CSU-Ortsverbandes auf Überlassung des großen Festzeltes am Dienstag, den 22.08.2017 nach dem Dachauer Volksfest
  • 9.
    Anschaffung und Bereitstellung eines Bauwagens für den neuen Waldkindergarten in Dachau-Süd (Schinderkreppe);
    außerplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln
  • 10.
    Umbau/Umgestaltung Pausenhof Schulgelände Dachau-Süd;
    überplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln
  • 11.
    Verschiedenes öffentlich

22.09.2015 14:30h Umwelt- und Verkehrsausschuss

  • Öffentliche Tagesordnungspunkte

  • 1.
    Otto-Kohlhofer-Weg
    Bebauungsplan (BPL) 165/14 "Otto-Kohlhofer-Weg"
    Erschließungskonzept
  • 2.
    Änderung der Linienführung und Zusatzfahrten Verstärkerbus 726 VB
  • 3.
    Bahnhof Dachau Stadt
    Schaffung von Fahrradabstellmöglichkeiten
    Antrag der FW-Stadtratsfraktion vom 27.05.2015
  • 4.
    Erasmus-Reismüller-Straße
    Kleiner Bürgerpark Dachau-Ost
    Antrag der CSU-Fraktion vom 06.07.2015
  • 5.
    Antrag Einbahnregelung im Gewerbegebiet Dachau-Ost
  • 6.
    Antrag "Eindämmung des Dauerparkens von Lkws und Anhängern im Gewerbegebiet Dachau-Ost sowie Einführung einer Parkraumbewirtschaftung"
  • 7.
    Vollzug des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes (BayStrWG);
    Einziehung (Entwidmung) der nördlichen Teilstrecke der "Indersdorfer Straße"
  • 8.
    Wegfall des provisorischen Parkplatzes östlich des S-Bahnhofs durch Kündigung;
    Entscheidung über weiteres Vorgehen
  • 9.
    Ausbau der Dr.-Muhler-Straße
    Erstmalige Herstellung nach Erschließungsbeitragsrecht
  • 10.
    Verschiedenes öffentlich

Do 17.09.2015 16:00h Kulturausschusses

Öffentliche Tagesordnungspunkte

  • 1.
    Verschiedenes öffentlich

Mittwoch, 2. September 2015

Offshore Windpark der Stadtwerke am Netz


Am 1. September wurde der mit Stadtwerkebeteiligung errichtete Windpark Borkum offiziell in Betrieb genommen. Dazu gibt es hier einen schönen Artikel im Windkraft-Jornal. Wir hoffen, dass dieses Engagement der Stadtwerke erfolgreich ist und der Mut zur Beteiligung an dieser noch jungen Technik belohnt wird.
 
Der Stadtwerkeanteil kann rechnerisch ca. 2000 Haushalte in Dachau mit Strom versorgen. Das ist sicherlich ein wichtiger Schritt in Richtung saubere Energieversorgung für Dachau.
 
Die Bündnis- Position dazu liegt zwar eigentlich in der regionalen Energieerzeugung. Die derzeitige politische Situation verhindert allerdings einen verstärkten Ausbau in dieser Richtung.
 
 

Stadtwerke Dachau sind jetzt in der Nordsee sichtbar vertreten (Foto: Trianel)

Samstag, 29. August 2015

Schee neidapt...Kreitmoar

Da demonstriert MDL und Bauernführer Kreitmair vorm Aldi gegen "Schleuderpreise", und muss im Interview zuzugeben, dass seine Frau selbst beim Discounter einkauft. (SZ, Held der Woche)

Tja, so ist das mit der Moral, Wasser predigen und (Aldi)Wein trinken...
"Hauptsach d'Wähler macha s'Greizal wieder bei mir".

Die sogenannten "Bauernführer" kennen immer nur die gleiche Leier: Mehr und billiger und Hilfe vom Steuerzahler. Das Jammern, dass der "Markt nicht mehr funktioniert" ist geheuchelt. Industriealisierte Landwirtschaft will ja Massenproduktion von billigen Produkten. Wie engstirnig oder ferngesteuert muss man eigentlich sein, dass man nicht erkennen will oder nicht erkennen darf, dass die Agrarproduktion den "Markt" selbst kaputt macht. 

Industriealisierte Landwirtschaft => produktionsgerechte Natur- und Tiernutzung => Massenproduktion => Überangebot => Preisdruck =>  höherer Produktionsdruck => Investitionsdruck in Maschinen, Gebäude, Chemie, Medikamente => Verschuldung => noch höherer Produktionsdruck => noch intensivere Natur- und Tiernutzung (Ausbeutung) => noch mehr Produktion => noch mehr Überangebot => noch höherer Preisdruck => noch weiterer  Investitionsdruck => noch mehr Verschuldung usw, usw... 

Das Ergebnis Agrarwüsten, Artensterben, Tierfabriken, kaputte Dörfer, verschuldete Bauernfamilien und sterbende Höfe um den "Markt" zu bedienen.

Gewinner: Pharmariesen, Produzenten, Handelsketten, Banken.
Verlierer: Natur, Tiere, Landschaft, Bauernfamilien und Verbraucher... denn die einen werden vom "Markt" ausgequetscht und die anderen kaufen bereitwillig den angeblich vom "Markt" verlangten billigen Mist.






Freitag, 21. August 2015

Die Herausforderung von morgen können nicht mit Politikern von gestern gelöst werden.

Wir stellen uns nach dem Leserbrief von Edgar Forster zur MD-Bürgerbeteiligung und den Stadtratsbeschlüssen einige Fragen. Was versteht Forster und damit seine Freie Wähler Fraktion unter Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung?
 
Liebe Dachauer Freie Wähler,
  • gibt es für Bürger und Stadträte ein Denkverbot für Ideen, das MD Gelände anders zu nutzen, als durch Wohnbebauung?
  • Bedeutet Bürgerbeteiligung, dass immer mindestens über 50% der Dachauer teilnehmen müssen?
  • Müssen Ergebnisse von Bürgerbeteiligungen mit weniger als 50% Beteiligung generell abgelehnt werden ?
  • Betrachten sich die Dachauer Freien Wähler, also Herr Forster per Selbstdefinition als Sprachrohr der „schweigenden Mehrheit“?
  • Müssen zukünftig Bebauungspläne die Gewinnerwartung der Bauspekulanten einrechnen?
  • Muss die Stadt die Fehler der Planer und Spekulanten durch Großzügigkeit der Stadt ausgeglichen werden. Insbesondere dann, wenn der Spekulant ein Dachauer ist?
  • Ist eine möglichst hohe und möglichst dichte Bebauung für Dachau alternativlos?
  • Muss der Stadtrat Baurechtsmehrung in Abhängigkeit der Entsorgungskosten beschließen?
  • Sollen Grünflächen nur dann geduldet werden, solange sie nicht weiter der Wohnbebauung im Weg stehen?
  • Bedeutet Aufenthaltsqualität für die Bürger, barrierefreier Zugang zum Einkaufszentrum und Gastronomie aber nicht zum Mühlbach und Amper?
  • Soll Verkehrsplanung generell der Entwicklung zur autogerechte Stadt dienen?
  • Soll das Dachauer Mobilitätsleitbild zugunsten einer autogerechten Stadt umgeschrieben werden?
  • Sollen Gewerbeflächen zukünftig ausschließlich im Grüngürtel und auf der Grünen Wiese entstehen?
Tatsächlich soll es wirkliche Unternehmer geben - keine Bauspekulanten, die Industriebrachen in ein lebendiges Quartier, auch mit Gewerbe, verwandeln. Aber dazu braucht es halt wirkliche Ideen und den Mut Konzepte zu ändern, wenn angeblich das MD-Gelände mit dem derzeitigen Konzept nicht wirtschaftlich bebaut werden kann. Doch dazu haben die Planer und Temporärbesitzer Ullmann entweder keinen Mut oder keine Lust.

Das Problem liegt am offensichtlich Festhalten an einem Konzept, das mit städtebaulichen Abziehbildern eine Pseudourbanität schaffen will. Das Ziel war und ist, möglichst viele Wohnungen auf möglichst kleinem Raum zu möglichst hohen Preisen zu bauen. Und das passiert jetzt.

Bernhard Sturm
Stadtrat

Donnerstag, 20. August 2015

Freie Wähler Dachau diffamieren Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des MD-Geländes


Der kürzlich veröffentlichte Leserbrief von Edgar Forster von den sogenannten „Freien Wählern Dachau“ (FWD) offenbart einmal mehr die völlige Ignoranz dieser Gruppierung. Dass die FWD Bürgerbeteiligungen verabscheuen wissen wir ja schon seit dem Bürgerbegehren gegen Kohlestrom. Eine so offene Diffamierung der Bürgerbeteiligung wie im neuerlichen Leserbrief des Herrn Forster ist aber eine neue Dimension. Wenn er „von ein paar dutzend Bürgern“ spricht, wo tatsächlich hunderte Bürger viel Zeit und Energie in die Sache investiert haben, stößt er damit wohl jeden Dachauer vor den Kopf. Wenn er „völlig gegensätzliche Meinungen im Bürgerbeteiligungsverfahren“ als Problem empfindet, hat er das Wesen der Bürgerbeteiligung schlicht nicht verstanden.
Hätten die „Freien Wähler Dachau“ ihre Unterlagen etwas näher studiert, wären sie auf klare Aufträge aus der Bürgerschaft gestoßen. Selbstverständlich gibt es unterschiedliche Meinungen, andererseits aber auch sehr klare Mehrheiten für mehr Gewerbe, mehr Grün und darüber hinaus weitere zentrale Forderungen.

Diese Bürgerwünsche sind - durch die FWD und andere Gruppen im Stadtrat – mißachtet und rigoros gestrichen worden.

Wenn die FWD das Thema Wirtschaftlichkeit so betonen, sollte man die wirtschaftliche Kompetenz dieser Splittergruppe näher betrachten.
Haben nicht die FWD vehement für die Kohlestrombeteiligung der Stadtwerke gekämpft? Den Dachauer Stromkunden haben sie damit sehr geschadet, denn die werden in den nächsten 20 Jahren massive Mehrkosten tragen müssen. Sie wollten auch die Ansiedlung eines Media-Marktes, für den ein Areal blockiert worden wäre, das jetzt für wichtige Gewerbesteuerzahler entwickelt werden kann. Und die FWD ist mit verantwortlich, dass das einst vorbildlich geplante Gewerbegebiet Dachau Ost zu einem Sondergebiet mit Gewerbefortsatz mutiert ist.
Die einzige richtige Aussage von den FWD ist, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann, als auch eingenommen wird.

In den vielen Jahren in denen die FWD Mehrheitsbeschaffer der CSU war, sind die Gewerbesteuereinnahmen eben nicht gesteigert worden und viele andere Städte im Umkreis von München haben eine weit positivere Entwicklung genommen.

Heute kommt der nächste wirtschaftliche Irtum der FWD. Woher weiß diese Gruppierung wohl inwieweit die Entwicklung des MD Geländes wirtschaftlich ist? Woher kommt eine Zahl von 40 Mio. EUR für die Dekontamination des Geländes, wo es noch nicht einmal ein Konzept zur Entsorgung gibt?
Gute Wirtschafter und verantwortungsvolle Politiker handeln auf Basis von konkreten Zahlen und nicht in vorauseilendem Gehorsam auf Zuruf irgendeines Investors.

Wir wissen, das Edgar Forster sich gern für Gewinnmaximierung von Kapitaleignern einsetzt. Aber welchen Nutzen haben die Dachauer Bürger davon, dass irgendwo in Finnland maximale Profite aus einem Dachauer Grundstücksverkauf erzielt werden?

Die Bebauung des MD-Geländes muss für die Stadt Dachau sinnvoll und wirtschaftlich sein, denn ihre Bürger werden in den kommenden Jahrzehnten auf und mit diesem Gelände leben.
Davon darf auch die Altlastendebatte nicht ablenken. Den Dreck wegzuräumen, den mehr als hundert Jahre industrieller Tätigkeit hinterlassen haben, ist schlicht und einfach die Pflicht und Schuldigkeit des Verursachers, also der Noch-Eigentümer des Grundes. Weshalb sollte der daraus ein Recht auf Baurechtsmehrung oder ähnliche Forderungen abzuleiten haben?

Jedes Mitglied unseres Stadtrates sollte sich für das Wohl der Stadt und Ihrer Bürger einsetzen,
damit ist bestimmt nicht gemeint: Für das Wohl eines einzelnen Bürgers.




Michael Eisenmann
Stadtrat

Montag, 17. August 2015

Dachau ist Schlußlicht bei Gewerbesteuern - Das Erbe von 12 Jahren CSU/FW Mehrheit



Im Münchner Teil der heutigen SZ findet sich beim "Thema des Tages"ein interessanter Artikel zur  Wirtschaftskraft der Umlandgemeinden Münchens. Wir haben mal einige Statistiken dazu ausgewertet. Dabei kommt Stadt und Landkreis Dachau nicht besonders gut weg.


Allein die vier folgenden Statistiken verdeutlichen eine grobes Strukturproblem des Dachauer Wirtschaftsraums. Vor allem ausgelöst durch die Umwandlung von Gewerbegebiet zu Sondergebiet in Dachau-Ost.

Und was macht die Dachauer CSU um den Wirtschaftsreferenten Schiller heute. Sie stimmen gegen eine Ausweitung des Gewerbeanteils auf dem ehemaligen MD Gelände und verschärfen damit dieses Strukturproblem noch weiter.


Der Landkreis Dachau hat die geringsten Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner im Umkreis von München

Noch schlimmer sieht das im Städtevergleich aus. Dachau ist hier zusammen mit Oberschleißheim weit abgeschlagen. Während Unterföhring sich einen S-Bahn Tunnel und kostenfreie Kinderbetreuung leistet, muss Dachau in den nächsten Jahren bis zu 70 Mio. EUR Schulden aufnehmen.




Dachau hat mit die wenigsten Einpendler aller Umlandlandkreise


Dachau hat mit die meisten Auspendler in der Region München



Mittwoch, 12. August 2015

CSU in Dachau: Wirtschaftlichkeit muss sich nicht rechnen

In der heutigen SZ ein Kommentar zum MD-Gelände, denn wir uns erlauben zu kommentieren.

Peter Heller hat recht, wenn er die Haltung der "CSU+6" im Zusammenhang mit der MD als skandalös bezeichnet, denn folgender Widerspruch entlarvt sie vollends.

Auf der einen Seite weigert man sich dem Bündnis-Antrag zu folgen und die Wirtschaftlichkeit der Bebauung aus Sicht der Stadt zu untersuchen, auf der anderen Seite postuliert die "CSU+6", dass sich die Konversion auch wirtschaftlich darstellen muss.


  • Die "CSU+6" will nicht wissen welchen Folgekosten auf die Stadt durch die Bebauung zukommen
  • Die Konversion vom Industriegebiet zum überwiegenden Wohngebiet muss sich rechnen


FÜR WEN? 

AUF WESSEN KOSTEN?


Die Antwort liegt auf der Hand, die Bürger sollen zahlen was uns die Abwickler einer Fabrik hinterlassen haben, die Entsorgung der Altlasten. Die Bürger sollen zahlen was unter der Erde und über der Erde an Dreck geblieben ist. Die Arbeitsplätze sind weg. Die Finnen stellen den Dachauern einen Entwickler vor die Nase, über dessen Qualitäten sich die Dachauer längst ein eigenes Urteil gebildet haben.

Die Dachauer sollen es bezahlen mit mehr Verkehr, mit weniger Grün, mit mehr Folgekosten. Das ist das was die CSU und ihre Vasallen unter Wirtschaftlichkeit verstehen und Peter Heller und Emmo Frey haben recht wenn sie das anprangern.

Im Kommentar wird zu Recht in den Raum gestellt: wesentliche Aspekte der MD-Planung wurden nicht ausreichend erörtert. Das liegt daran, dass die Verhinderungskoalition aus "CSU+6", die sogenannte Verunstaltungsmehrheit, Diskussionen verweigert. Nur um Macht zu demonstrieren werden andere Ideen niedergebügelt und niedergestimmt. Zu tief sitzt die Wahlniederlage. Zu groß der Schmerz den OB verloren zu haben.


Übrigens:

Peter Heller ist kein Mitglied des Bündnis für Dachau, wie im Kommentar beschrieben. Peter Heller hat das in seiner Rede zum 20 jährigen Jubiläum des Bündnis für Dachau auch erläutert.

Dienstag, 11. August 2015

MIETPREISBREMSE BEI WIEDERVERMIETUNGEN


Aus den Seiten der Stadt Dachau:

Ab 01.08.2015 ist der Dachauer Mietspiegel auch bei einer Wiedervermietung einer bestehenden Dachauer Wohnung, also bei einem Mieterwechsel, anzuwenden. Die Miete darf demnach maximal 10% über dem Niveau des Dachauer Mietspiegels liegen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dachauer Mietspiegel.

Kappungsgrenze für Mieterhöhung

Bei einer Mieterhöhung ist neben dem Dachauer Mietspiegel, mit dem sich die ortsübliche Vergleichsmiete ermitteln lässt, auch die im § 588 Abs. 3 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) festgelegte Kappungsgrenze zu beachten. Demnach darf die Miete innerhalb von drei Jahren um maximal 20% erhöht werden, aber immer innerhalb der Grenzen des Dachauer Mietspiegels.

Für die Stadt Dachau liegt diese Kappungsgrenze derzeit sogar bei 15% aufgrund des 
§ 588 Abs. 3 Satz 2BGB i.V.m. § 1b und Anlage 2 Wohnungsgebieteverordnung (WoGeV) des Freistaates Bayern.

Ergänzungsantrag zur Rathauserweiterung

Nachdem offenbar das Schuhgeschäft Rössler in das Koller-Anwesen in der Konrad-Adenauer-
Straße umzieht, stellen die unterzeichnenden-Fraktion folgenden


ERGÄNZUNGSANTRAG:

Die Verwaltung möge prüfen, ob das aktuelle Rössler-Anwesen zum Verkauf steht.

BEGRÜNDUNG:

Hier könnte das vom Stadtrat im Jahr 2011 beschlossene Zentrenkonzept Anwendung finden, in
dessen Zusammenhang auch ein städtisches Vorkaufsrecht auf Grundstücke in der Innenstadt
beschlossen wurde. Eine mögliche Unterbringung des Bürgerbüros auf diesem Grundstück
würde gewährleisten, dass diese hochfrequente Einrichtung weiterhin zentral in der Altstadt
bleibt.

Damit wären auch Spekulationen in der Bürgerschaft obsolet, dass womöglich eine Stadtratsmehrheit den Umzug des Bürgerbüros auf das Wiesböck-Grundstück bzw. in das Post-Gebäude am Bahnhof erwägt.

Ein Wegzug des Bürgerbüros aus der Altstadt würde die Kundenfrequenz dort erheblich verringern und somit dem Geschäftsstandort Altstadt erheblichen Schaden zufügen.

Sabine Geissler                   Thomas Kreß                        Volker C. Koch
Bündnis für Dachau             B90/Die Grünen                   SPD

Donnerstag, 6. August 2015

Rathauserweiterung, wenn dann in der Altstadt

ANTRAG:
Der Stadtrat beschließt grundsätzlich, dass bei einer wohl anstehenden Erweiterung des Rathauses die Verwaltung in der Altstadt konzentriert bleibt.

BEGRÜNDUNG:
Die Stadt Dachau ist in den letzten Jahren beständig gewachsen, mittlerweile ist die Verwaltung sogar auf vier Standorte verteilt. Im Bürgerbüro herrscht qualvolle Enge, auch in den anderen Rathaus-abteilungen ist es mit Platz nicht sehr gut bestellt. Dies ist den Mitarbeitern der Stadtverwaltung nicht auf Dauer zuzumuten, so dass eine Erweiterung der Räumlichkeiten dringend ansteht. Ebenso ist für die Bürgerinnen und Bürger eine „Stadt der kurzen Wege“ anzustreben.

Der Stadtrat sollte dabei nur im Bereich der oberen Stadt nach geeigneten Räumlichkeiten in der Nähe des jetzigen Rathauses I suchen. Die Besucherfrequenz, die dadurch zwangsläufig in die Altstadt kommt, ist auch für die dortigen Geschäfte unabdingbar.

Eine Aufteilung in mehrere Häuser – wie auch jetzt - wird sich nicht vermeiden lassen, aber „weite Wege“ sind auch im Zeitalter der digitalen Vernetzung sowohl für eine Verwaltung als auch für den Parteiverkehr hinderlich und deshalb sollten die einzelnen Amtsstellen nicht zu weit auseinander gerissen werden.

Deshalb sollte die Verwaltung aufgefordert werden, Alternativen im engeren Bereich des Altstadtkerns zu suchen.

Sabine Geissler                              Volker C. Koch
Bündnis für Dachau                        SPD

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