Montag, 22. Juli 2019

Stadtradeln 2019 - Bündnis für Dachau ganz vorne!

Das sich das Bündnis für Dachau für die weitgehende Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Dachau einsetzt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass die vom Bündnis aber nicht nur vom Radeln reden, sondern dies auch aktiv tun, konnte das Bündnis für Dachau jetzt in der Aktion Stadtradeln wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Alle vier Stadträte des Bündnis und ein Team von 51 Radelnden haben insgesamt über 20.000 km zurück gelegt und es damit fast um den halben Erdball geschafft.


Landkreis Dachau - Teamergebnis (geradelte km absolut)

Wir bedanken uns bei allen, die im Bündnis Team für dieses tolle Ergebnis mitgefahren sind. Das war eine beeindruckende Leistung - und das mit viel Spaß! 
Wir bedanken uns aber auch bei allen anderen teilnehmenden Teams und Radlern. Allen voran unserem ärgsten Konkurrenten - dem Team vom Fitnessstudio Anima, die uns in den drei Wochen über unsere Grenzen hinaus angetrieben haben.
Alle zusammen haben gezeigt, dass das Fahrrad ein immer wichtigerer Faktor für die Mobilität vor allem in der Stadt wird, und dies bestärkt uns weiter für jede einzelne Verbesserung für den Radverkehr in der Stadt zu kämpfen.
Ein Meilenstein dazu wurde erst kürzlich im Stadtrat mit der Verabschiedung des neuen Radverkehrskonzepts in Dachau gesetzt. Mit diesem Konzept gibt es eine klare Strategie und klare Qualitätskriterien für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes in Dachau. Für die Umsetzung dieses Konzeptes müssen nun auch die entsprechenden Mittel in die zukünftigen Haushalte eingestellt werden. 


Das werden wir vorantreiben - damit 2020 noch mehr Radlkilometer zusammen kommen!

Freitag, 19. Juli 2019

Strauch gestrauchelt - Vernunft setzt sich durch!

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss behandelte am 18.07.2019 die Planungen  am Ostausgang des Dachauer Bahnhofs. Auf dem Gelände der noch bestehenden Kleingartenanlage soll ein Kino und ein Parkhaus entstehen. Die Erschließung sollte über die Schleißheimer Str. erfolgen.

Stadtrat Michael Eisenmann steht für eine maßvolle Entwicklung östlich des Bahnhofs


Die CSU hatte dazu im Vorfeld ein monströses Parkhaus mit 600 Stellplätzen und einer Wandhöhe von 17,5 Metern gefordert. Die Zufahrt hätte nach dem Willen der CSU eingehaust werden sollen. Vorweg: beides ist vom Tisch! Das Bündnis hatte diese Überlegungen von Anfang an als nicht bezahlbar und verkehrsplanerisch kontraproduktiv kritisiert. Eine Allianz der Vernünftigen setzte sich letztendlich gegen die CSU durch!
Im Sitzungsverlauf zeigte sich dann die ganze Orientierungslosigkeit der Dachauer CSU. Die negativen Ergebnisse eines Verkehrsgutachtens zur Machbarkeit eines 600 Stellplatz-Parkhaus wurden als nicht ausreichend bezeichnet. Um die 600 Stellplätze zu erhalten, hätte die CSU sogar ein Linksabbiege-Verbot zur Friedensstraße in Kauf genommen. Nachdem in der Diskussion klar wurde, dass die Forderungen der CSU nicht haltbar sind, wurde auf Verzögerungstaktik umgeschwenkt. Entscheidungen sollten vertagt werden. Sogar die Ansiedlung des Dachauer Kinos direkt an den Bahnhof wurde in Frage gestellt - Wirtschaftsförderung sieht unserem Erachten anders aus.

Bündnis kritisiert CSU Forderungen als nicht bezahlbar und unrealistisch

Die Mehrheit im UVA hat sich aber von den durchsichtigen Frühwahlkampf-Aktivitäten, den schwachen Argumenten und dem Rumgeeiere der CSU nicht beeindrucken lassen. Ein Antrag auf Vertagung wurde abgelehnt und stattdessen beschlossen die Planungen mit einem reduziertem Platzangebot (abhängig von den möglichen Verkehrszahlen) für ein Parkhaus fortzuführen.

Stadtrat Michael Eisenmann vom Bündnis ging auch auf die Anwohnerkritik zur Verschattung ein. Durch die Reduzierung der Parkhausgröße werden die Bauhöhen auf ein vernünftiges Maß reduziert. Die Zufahrt erhält statt einer überdimensionierten Einhausung eine simple und ausreichende Lärmschutzwand. Das Bündnis hat sich zusammen mit SPD, Grünen und ÜB hier durchgesetzt.

Vernünftige Planungen vorantreiben. So sieht verantwortungsvolle Politik aus!



Dazu auch

Dachauer SZ vom 20.07.2019: Parken am Bahnhof in Dachau - Eine Nummer kleiner

Donnerstag, 18. Juli 2019

Bündnis für Dachau informiert - Radverkehrskonzept für Dachau beschlossen!

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat heute eine wegweisende Entscheidung für die zukünftige Verkehrsentwicklung in der Stadt Dachau getroffen. Einstimmig wurde das neue Radverkehrskonzept für die Stadt Dachau gebilligt und damit der Weg frei gemacht, zielgerichtet den Radverkehr in der Stadt zu stärken.

Welches Potenzial der Radverkehr in der Stadt hat, kann man an den nackten Zahlen ablesen. Ca. 70 % aller Wege, die in der Stadt zurückgelegt werden, betragen unter 2 km. Solche Distanzen können am einfachsten und schnellsten per Fahrrad zurückgelegt werden. Jetzt kommt es darauf an die Radverkehrsinfrastruktur so auszubauen, dass dieses Potenzial auch gehoben wird. Denn eines ist klar: Jede Strecke, die mit dem Rad gefahren wird, bedeutet weniger Stau für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind.

Allerdings ist die Verabschiedung des neuen Radverkehrskonzept nur ein erster Schritt für eine wirksame Förderung des Radverkehrs. Eine entscheidende Bedeutung wird zukünftig das bereit gestellte Haushaltsbudget für den Radwegeausbau haben. In einer Veröffentlichung von Greenpeace (https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/mobilitaet-expertise-verkehrssicherheit.pdf) fordert der ADFC ein Budget von 30 EUR / Einwohner / Jahr für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Greenpeace fordert sogar über 100 EUR / Einwohner / Jahr, um in absehbarer Zeit auf ein vergleichbares Niveau wie Kopenhagen zu kommen.

Mehr Radverkehr bringt weniger Stau, mehr Klimaschutz, mehr Umsatz für Geschäfte in der Innenstadt, mehr Lebensqualität für die Bewohner und weniger Fahrradunfälle (siehe Grafik unten) insgesamt. Dafür ist jeder EURO sehr gut angelegt.



Der Merkur nimmt das Thema Finanzierung für Radlinfrastruktur auf: https://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau-ort28553/dachau-stadt-beschliesst-radverkehrskonzept-12859203.html

Dienstag, 16. Juli 2019

Hayley Reardon zieht nach Dachau!

Die aus Massachussetts stammende Singer/Songwriterin erhält das Künstler- und Wohnungsstipendium der Stadt Dachau und bekommt vom 1. April bis zum 1. Oktober 2020 ein Atelier in der Ruckteschell-Villa zur Verfügung gestellt.

Vorgeschlagen wurde die talentierte Musikerin, die im Februar bereits ein beeindruckendes Konzert im Café Gramsci gab, vom Kulturreferenten Claus Weber und dem Bündnis für Dachau.


@hayleyreardon,
wir freuen uns schon auf dich!

P.S.: Wer schon vorab ihre bisherigen Songs hören möchte, kann auf ihrem Youtube-Kanal „hayleyreardononvideo“ vorbeischauen!

Donnerstag, 11. Juli 2019

Die nächsten Sitzungen

Dienstag, den 16.07.2019 16:00 Uhr - Kulturausschuss

1. Fahrtkostenantrag Black Cat Dub Federation - Konzert in Leipzig

2. Projektantrag Prittlstock Rock-Kultur - Garden Open Air 2019

3. Projektantrag Dachauer Forum e.V. - Theateraufführung

4. Projektantrag Caritas-Zentrum Dachau - Syrischer Kulturtag

5. Antrag der Stadtratsfraktion des Bündnis für Dachau und des Kulturreferenten vom 07.05.2019 auf Vergabe eines Ruckteschell-Wohnstipendiums an Hayley Reardon

6. Verschiedenes öffentlich

Donnerstag, den 18.07.2019 14:30 Uhr - Umwelt- und Verkehrsausschuss

1. Radverkehrskonzept 2019 / Billigung

2. Schleißheimer Straße / Verkehrsanbindung zur Bahnhof Ostseite

3. Bahnhof Ostseite
Bebauungsplan BP 140/06 "Bahnhof Ostseite - Augustenfeld Nord 1"
Derzeitiger Planungsstand, Ergebnis Einhausungs- und Verschattungsstudie

4. CPX-Messung (Lärmmessung) in der Schleißheimer Straße nach Deckensanierung
Vorstellung der Ergebnisse durch Ingenieurbüro Männel

5. Fondi-Park / Ernst-Reuter-Platz
Billigung der Planung

6. Verschiedenes öffentlich

Dienstag, 2. Juli 2019

Bündnis informiert - Stadtwerke Dachau investieren in eine umweltfreundliche Stadtbusflotte!

Mit den Stimmen von Bündnis, SPD, Grüne und ÜB hat der Werkausschuss heute für die Anschaffung neuer Busse mit Erdgas- bzw.  Biogasantrieb gestimmt.

Ausschlag für dieses Abstimmungsergebnis gab die wesentlich besseren Abgaswerte eines Erdgasbusses.  So reduzieren sich die Feinstaubwerte um 92 %, die Stickoxidwerte um 60 % und die Lärmwerte um 50 %.

Diesen Umweltvorteil läßt sich die Stadt Dachau allerdings auch mehr Kosten.  Die zusätzlichen Kosten belaufen sich nach Berechnungen der Stadtwerke auf ca.  250.000 EUR / Jahr.  Allerdings ist das Geld gut angelegt,  da dadurch sichergestellt wird, dass weitere Beschaffungen von sauberen Bussen in den nächsten Jahren nicht von der Verfügbarkeit von Elektro-oder Wasserstoffbussen abhängen.

Sonntag, 30. Juni 2019

Sitzungen in der kommenden Woche

Di 02.07.2019 14:30 Uhr - Werkausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Mehrkosten für den Einsatz von Erdgasbussen im städtischen Verkehrsbetrieb
2. Verschiedenes öffentlich

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Di 02.07.2019 18:00 Uhr - Stadtrat

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Dienstreisen des Oberbürgermeisters; Bericht
2. Verschiedenes öffentlich

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Mi 03.07.2019 14:30 Uhr - Haupt- und Finanzausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Max-Mannheimer-Platz 4 (Städtisches Studentenwohnheim); Öffnung des Studentenwohnheims für erwachsene Auszubildende und Meisterschüler
2. Implementierung eines Mietradsystems im Stadtgebiet von Dachau;
3. Verschiedenes öffentlich

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Do 04.07.2019 14:30 Uhr - Familien- und Sozialausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte
1. Wohnen für Hilfe - Konzeptvorstellung Frau Marion Schwarz
2. Digitales Klassenzimmer an Schulen in städtischer Sachaufwandsträgerschaft
3. Mittelschule Dachau-Süd: Weiterfinanzierung der Sportklassen 5/6 durch die Stadt Dachau
4. Bürgertreff-Ost e.V. - Antrag auf Bezuschussung für das Jahr 2020
5. Anmeldezahlen Kindertagesstätten in Dachau
6. Erstellung eines Organisations- und Betriebskonzeptes für ein Jugendkulturzentrum
7. Verschiedenes öffentlich

Donnerstag, 27. Juni 2019

Seilbahnentscheidung des UVA in der Presse

BR 28.06.2019, 14:16 Uhr:

Dachau prüft Seilbahn nach München



26. Juni 2019, Planungen für Seilbahn

Hoch über dem Stau


26. Juni 2019, Kommentar in der Dachauer SZ:

Für die Pendler ein Segen


Eine Seilbahn als Nahverkehrsmittel ist ein unorthodoxer Lösungsansatz. Doch das Entscheidende ist, dass damit tatsächliche Verbesserungen möglich wären

Auszug aus dem Kommentar:
"Für das Bündnis für Dachau ist das ein großer Erfolg. Die Fraktion gibt sich stets engagiert im Sinne der Umwelt, der Allgemeinheit und der Steuerzahler. Sie neigt zu radikalen Forderungen und utopischen Ideen und verbindet das gern mit einer gewissen Technikbegeisterung. Immer offen für Neues und auch Abseitiges, wirkte auch der Einfall mit der Seilbahn anfangs wie eine typische Bündnis-Träumerei. Doch in Zeiten, da sich für den Straßenverkehr kaum noch Lösungen finden lassen, Busse im Stau stehen und auf die S-Bahn notorisch kein Verlass ist, während die Bevölkerungszahl unaufhaltsam wächst, ist es geboten, neuen Ideen Raum zu geben. Diese Überzeugung hat sich fraktionsübergreifend durchgesetzt."


Interessant auch die SZ aus den anderen Landkreisen
26. Juni Brucker SZ

Mögliche Seilbahn-Linie von Dachau nach Bruck verworfen



27. Juni SZ Landkreis München

Dachau verwirft Seilbahn nach Oberschleißheim



26. Juni Münchner SZ:

In der Seilbahn dem Stau entschweben

Dienstag, 18. Juni 2019

Wandlungsverbot von Wohnungen zu Ferienwohnungen

Dazu auch der Bericht in der Dachauer SZ vom 21.6.19 Ferienort Dachau un der dazugehörige Kommentar Sinnvoller zweiter Anlauf



Während die Stadt Dachau fraktionsübergreifend große Anstrengungen unternimmt um für Normalverdiener Wohnungen zu schaffen, wird der Bestand an Wohnungen durch Umwandlungen von Wohnungen in Ferienwohnungen oder Arbeiterwohnheime dezimiert, teilweise mit oder aber auch ohne Genehmigung. Gleichzeitig sind in der Stadt Dachau 153 Menschen obdachlos, davon 47 Kinder.

Ein Beispiel:
eine 88m2 Wohnung in Bahnhofsnähe wird für 93€ pro Nacht vermietet. Das entspricht bei 75% Auslastung einer Nettomiete von ca. 24€, bei 100% Auslastung von ca. 32€ pro m².

Aber auch die Umwandlung in Arbeiterwohnheime führt zwar zu einer exorbitanten Einnahmensteigerung, hat aber für die Stadt Dachau keinerlei Nutzen. Weder gehen damit Steuereinnahmen einher, noch sind diese Anlagen zum Leidwesen der Nachbarn mit ausreichend Stellplätzen versehen.

Es ist zu befürchten, dass diese Beispiele Schule machen und diese Nutzungen legal oder illegal im Stadtgebiet zunehmen. Während die meisten Anstrengungen die Wohnungsknappheit zu mildern nur mittel- bis langfristig wirken, bietet sich mit einem Wandlungsverbot eine schnelle und effektive Maßnahme gegen die weitere Verknappung von Wohnraum. Diese Maßnahme kostet der Stadt Dachau nichts und spart auch im Genehmigungsverfahren der Verwaltung Zeit. Die rechtliche Grundlage ist mit der Novellierung des Baugesetzbuches und der Baunutzungsverordnung gegeben.

Es geht uns in unserem Antrag nicht um legale Untervermietungen, sondern um Wohnungen und Wohnhäuser, die komplett den Wohnungsmarkt entzogen werden.


Die Fraktion des Bündnis für Dachau stellt folgenden Antrag:

Nutzungsänderungen von Wohnungen zu Ferienwohnungen oder Arbeiterwohnheimen sind bis auf weiteres in Dachau nicht mehr durch die Verwaltung zu genehmigen. Bauanträge zu Ferienhäuser/-wohnungen oder Arbeiterwohnheimen sind grundsätzlich vom Bauausschuss zu genehmigen.

Begründung:
Solange in der Stadt Dachau Familien mit Kindern (laut Jahresbericht 47 Kinder) von Obdachlosigkeit betroffen sind, ist es nicht nachvollziehbar warum Nutzungsänderungen von Wohnungen zu Ferienwohnungen, Arbeiterwohnheimen genehmigt werden sollen.

Als Rechtsgrundlage bietet sich die die Baurechtsnovelle des BauGB und der BauNVO an: Das Gesetz regelt nunmehr den Umgang mit Ferienwohnungen. Gemeinden können einen Genehmigungsvorbehalt gegen den Neubau oder die Nutzung von Wohnraum als "Ferienwohnung" aussprechen. Nur in Sondergebieten (z.B. Kurorten) sind aber Ferienwohnungen und Dauerwohnungen nebeneinander als Regelnutzungen weiterhin zugelassen.

Beispiel Lindau (einstimmiger Stadtratsbeschluss)



Für die Fraktion des Bündnis für Dachau
Kai Kühnel

Donnerstag, 13. Juni 2019

Mit dem Musketier unterwegs - Eines für alle (Lasten)


3 Säcke mit Grünschnitt, kaputte Backform, verbogener Radllenker, noch was aus Blech, Altglas, mehrere leere Getränkekästen und Pfandflaschen. Ein Blick in den Schuppen sagt... das wird eine größere Aktion. 


Dafür habe ich mir den (das?) Musketier vom Lastenradsharing Team des ADFC ausgeliehen. (Infos unter www.adfc-dachau.de/lastenradsharing).

Offiziell möchte das Team um Jan und Olli van Meerendonk im Sommer mit dem Lastenradsharing LASDAH starten. Zwei Lastenräder sind dann im Verleih. Musketier, ein Drei-Rad mit Ladefläche und Rapid, ein Zwei-Rad mit großer Transportwanne und Sitz. Natalie Petzendorfer kümmert sich derzeit um die letzten organisatorischen Details.

Ich bin also noch ein Testpilot. Bei der Übergabe des Musketiers bin ich ernsthaft beeindruckt. Die Ladefläche hat die Ausmaße um eine Europalette aufzunehmen. 

Und dann geht‘s los.
Öha, der dreirädige Bolide fährt sich komplett anders als ein herkömmliches Rad. Ich wurde zwar vorgewarnt, aber im echten Betrieb ist das schon noch was anderes.
Man braucht tatsächlich einige hundert Meter um sich auf die neue Fahrweise einzustellen. Ganz automatisch möchte man sich in die Kurve legen oder durch Gewichtsverlagerung gegensteuern. Das geht bei einem Dreiradgefährt schon mal gar nicht. Das wird mit einer gewissen Bockigkeit quittiert. Es gilt sauber in die „Kurve zu lenken“ und gegen„steuern“. 

Auch die Breite ist nicht ohne. Also einen reichlichen Abstand zum Fahrbahnrand und parkenden Autos halten! Ich muss zugeben, zu Hause angekommen war ich erstmal froh, dass durch die Pfingstferien deutlich weniger Autoverkehr auf der Straße war.

Schnell waren alle Transportgüter verstaut. Was soll ich sagen, mein Plan geht auf, ich bekomme ALLES auf die Ladefläche. Nun geht‘s beladen los. Von Udlding nach Webling zum Containerplatz. Ein kurzes Stück Geh/Radweg zeigt gleichmal, dass unsere „Normbreiten“ für Radwege viel zu schmal sind. Also auf der Straße weiter.
Aha, man merkt, dass man was hermacht. Die Autos fahren länger hinter mir her, bevor sie überholen. Aber wie fast immer, mit viel zu knappen Abstand.

Eingebogen auf den Containerplatz, ein kurzes munteres Fachgespräch mit dem Angestellten - Grünschnitt und Flaschen sind schnell entsorgt. 










Und schon geht’s weiter zum Getränkemarkt. Flüssiger Nachschub ist schnell verstaut und jetzt bin ich schon recht flott unterwegs, zurück nach Hause. 

Die ganze Aktion hat nicht mal eine dreiviertel Stunde gedauert.








So, was ist das Resümee?
  • Man kann mit Muskelkraft und e-Unterstützung auch große Mengen transportieren.
  • Die Transportkapazität übertrifft die der meisten PKWs
  • Man ist mindesten genauso schnell wie mit dem Auto
  • Das Musketier braucht etwas Übung
  • Die Radwege sind zu schmal und zu holprig
  • Auf der Straße zu fahren ist besser und ist erstmal ungewohnt
  • Die Autos überholen viel zu oft, viel zu eng

In Summe: Jederzeit wieder ein Job zusammen mit dem Musketier!

Das Lastenrad-Team bietet jeden letzten Freitag im Monat ab 19:15 Uhr, im Anschluss an die „Critical Mass“, Schnupperkurse für Lastenradinteressierte auf der Thoma-Wiese an.
www.adfc-dachau.de/lastenradsharing
Per Mail: lastenrad@adfc.dachau.de

Bündnis für Dachau - Radkonzepte brauchen Geld zur Umsetzung!

Greenpeace fordert in einer Studie min.  18 EUR / Einwohner / Jahr für den Ausbau der Radlinfrastruktur in Deutschland (und damit auch in Dachau).  Nur so kann man ein den Radverkehr auf ein Niveau wie z. B.  Münster heben und als Basismobilität etablieren.

Die SZ nimmt heute das Thema auf: Breiter, besser, sicherer

Montag, 10. Juni 2019

Stadtradeln 2019: bald geht's los - jetzt fürs Bündnis Team anmelden!

Servus Gemeinde! Vom 24. Juni bis zum 14. Juli startet wieder das Stadtradeln der Stadt Dachau. In 2 Wochen geht es also los! Meldet euch jetzt im Bündnis Team an,  jeder km zählt!  Gleich hier anmelden!

Neben der Freude am Radfahren gibt es ein interessantes Rahmenprogramm des ADFC und schließlich auch schöne Preise zu gewinnen. Alle Details zum Stadtradeln 2019 gibt's unter folgendem Link https://www.stadtradeln.de/landkreis-dachau/.

Das Bündnis ist wieder dabei, wenn es darum geht Ruhm und Ehre für das Bündnis zu erradeln. Letztes Jahr waren wir bärenstark und hatten richtig Spaß dabei. Dieses Jahr wollen wir noch viel mehr Spaß haben.

Neben dem Spaß geht es uns als Bündnis Team natürlich um mehr. Für viele von uns ist das Rad mittlerweile ein wichtiges Alltagsverkehrsmittel. Um so mehr ist es dringend geboten bei jeder Gelegenheit auf diese Wichtigkeit und dem notwendigen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur hinzuweisen. Hier gab es in den letzten Jahren auch sichtbare Fortschritte (Münchner Straße, Radlparkhaus am Dachauer Bahnhof, Förderung von Lastenrädern, Radangebotsstreifen Bahnhof-/Frühlingstraße, etc.). Derzeit erarbeitet die Stadt Dachau ein Radverkehrskonzept. Hier müssen wir später dran bleiben, das dieses auch umgesetzt wird.

Je mehr sich daher beim Stadtradeln beteiligen, umso besser gelingt uns das auch. Wir laden alle Mitglieder, Freunde und Sympathisanten des Bündnis dazu ein, im Team "Bündnis für Dachau" mit zu radeln. Über diesem Link könnt Ihr Euch jetzt schon direkt für unser Team anmelden:  Bündnis für Dachau - mehr radln für die Stadt
und Eure vom 24.06 bis 14.07 gefahrenen km eintragen.

Ansonsten gibt's wieder die App (http://www.stadtradeln.de/app/) zum Eintragen der geradelten km, Aufzeichnen der Strecken und Chatfunktion. Zudem können mit "RADar" Mängel in der Fahrradinfrastruktur gemeldet werden.

Freitag, 7. Juni 2019

Bündnis für Dachau - Wie geil ist eigentlich Hiddensee?

Was hat jetzt Hiddensee mit Dachau zu tun? Diese Frage ist absolut verständlich und nachvollziehbar. Manche würden jetzt sagen, dass man Hiddensee mit Dachau doch überhaupt nicht vergleichen kann. Warum erscheint dann Hiddensee im Bündnis Blog?


Eine Hauptverkehrssrtraße auf Hiddensee

Ganz einfach: Hiddensee ist eine komplett autofreie Insel! Und genau deshalb hat ein kleiner Teil des Bündnis - genauerer gesagt unser Stadtrat Michael Eisenmann - dort einige Tage seines Urlaubs verbracht. Und ja, Hiddensee kann man überhaupt nicht mit Dachau vergleichen. Hiddensee ist eine Insel, hat nur ca. 1000 Einwohner, ist stark touristisch geprägt und die Menschen sprechen dort eine völig andere Sprache.
Wasser prägt die Landschaft
 Trotzdem ist es interessant zu sehen, wie eine Autofreie Region funktioniert - ja, völlig entspannt. Kinder spielen auf dem Hauptverkehsweg, Großparkplätze sind 50 qm groß, der schlimmste Verkehrslärm ist das Klappern von Pferdehufen. Alles wird mit Rädern gemacht und nur Versorgungsdienste und Bauern sind motorisiert. Es gibt weder Garagen, die fast so groß wie Einfamilienhäuser sind, noch Tiefgaragen oder ähnliches.

Das großartige an Hiddensee ist aber, dass alles auffällig entspannt abläuft. Alle Menschen dort, ob Bewohner oder Touristen, sind völlig entschleunigt - sofort, wenn man auf der Insel ankommt,  spürt man diese Ruhe.
Statt vielen Straßen gibt es viele Wanderwege

Und jetzt die Antwort darauf, was das eigentlich mit Dachau zu tun hat. Dachau ist ja tatsächlich nicht mit Hiddensee vergleichbar. Allerdings kann man auch in Dachau solche Oasen der Ruhe schaffen. Größere Autofreie Zonen, ob Fußgängerzone, Parks oder Autofreie Wohngebiete, die genau eine solche Wirkung auf die Menschen entfachen, wie auf Hiddensee. Und noch was - Flächen,  die nicht versiegelt sind, nützen dem Artenschutz.
Mehr Natur bringt mehr Wohlbefinden.

Das ist wie Urlaub, nur zuhause.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Mittwoch, 5. Juni 2019

Dachauer Nachrichten: Dachauer CSU blamiert sich

Heute findet sich ein kurzer aber prägnanter Kommentar zum Fauxpax der CSU Dachau auf den Seiten der Dachauer Nachrichten.

Link: Dachauer CSU blamiert sich

Die Stadträte Florian Schiller, Peter Strauch und schließlich auch die Urheberin Julia Grote haben sich für den Post entschuldigt, was OB Hartmann auch akzeptiert hat.

Für uns ist die Sache damit in Ordnung und wir hoffen, dass auch das Bashing im Hintergrund ein Ende findet. Denn auch potientielle CSU-Wähler orientieren sich lieber an Inhalten.

Bündnis für Dachau - Internationaler Weltumwelttag

Der Internationale Weltumwelttag wurde am 5. Juni 1972 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf den Umweltschutz aufmerksam zu machen. Das offizielle Motto für 2019 lautet: "Insekten schützen - Vielfalt bewahren!". Als Anfang dieses Jahres in Bayern über das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" abgestimmt wurde, haben wir uns als Unterstützer über das Ergbenis sehr gefreut: ca. 1,75 Millionen Wahlberechtigte stimmten dafür, dass bayerische Naturschutzgesetz zu ändern, sodass die Lebensräume der Insekten besser geschützt werden.

Wir sehen in Dachau und dem Landkreis noch mehr Potenzial Gutes für die Umwelt zu tun und freuen uns schon, es zusammen mit euch anzugehen!







Insbesondere dem Schutz des gesamten Dachauer Moos, muss in den kommenden Jahren noch viel mehr Bedeutung zukommen.

Dienstag, 4. Juni 2019

110 KV-Erdverkabelung beschlossen

Mit knapper Mehrheit von 8:7 Stimmen hat der Bauausschuss heute beschlossen, die 110kV Hochspannungsleitung entlang der Theodor-Heuss-Str. künftig als Erdkabel zu verlegen. Das wird nach Meinung von Fachleuten mindestens 3 Millionen Euro kosten. Durchgesetzt wurde diese Entscheidung von der CSU mit Hilfe von ÜB, FW Dachau und dem Bürger für Dachau. Wir hätten diesen Millionenbetrag lieber in andere Maßnahmen investiert. Das städtebauliche Argument der freien Sicht auf die Altstadt hat an diesem Standort angesichts der bereits bestehenden Bebauung - nun ja, sagen wir begrenzte Bedeutung.

Der Gutachter stellte in den Raum, dass das Verfahren selbst zwischen einem halben Jahr und 10 Jahren dauern kann, man habe das nicht in der Hand. Je nachdem, wie die Regierung von Oberbayern entscheidet und ob viele Einsprüche kommen. Technisch besteht die Gefahr, dass eine in diesem Gebiet verlaufende Hauptwasserleitung aus den fünfziger Jahren bei den Bauarbeiten beschädigt werden könnte. Dann würde nochmal eine erhebliche Schadenssumme das Projekt drastisch verteuern.

Montag, 3. Juni 2019

Druckwerkstatt: CSU-Alternative unerwünscht

In einem Antrag der CSU wird die Verwaltung aufgefordert alternative Standorte zum MD-Gelände zu suchen. Bündnis für Dachau Fraktionschefin Sabine Geißler stellt einen dazu Ergänzungsantrag. Erst einmal sollen die Verantwortlichen der KVD und der Druckwerkstatt gefragt werden ob das überhaupt gewünscht ist.

Die Verantwortlichen der Druckwerkstatt haben wiederholt den Wunsch geäußert, einen Platz im sog. Museumsforum auf dem MD-Gelände zu finden, idealerweise in der Nähe des schon bestehenden Papiermuseums.
Ein Umzug zum jetzigen oder einem baldigen Zeitpunkt wäre somit im Falle der Realisierung des Forums nur eine Zwischenlösung, die aus finanziellen wie auch logistischen Gründen (schwieriger Umzug der schweren Maschinen) wenig sinnvoll erscheint.

Daher sollte, bevor nach einem möglichen neuen Standort gesucht wird, das Gespräch mit der KVD gesucht werden.

Mit welcher Absicht die CSU Fraktion diesen Antrag gestellt hat, mag dahin gestellt bleiben.

Freitag, 31. Mai 2019

Die Aufstiegshilfe von der Thoma-Wiese zur Altstadt kommt, Stadt kauft Zieglerbräu

Lange waren wir zur Verschwiegenheit verpflichtet, aber jetzt ist es offiziell: Die Stadt kauft das Zieglerbräu.
Die Wirtschaft bleibt, aber die restlichen Räume werden für die Rathauserweiterung genutzt.




Hier die offizielle Pressemitteilung

Stadt Dachau kauft Zieglerbräu für Rathauserweiterung

Die Stadt Dachau kauft den Zieglerbräu in der Konrad-Adenauer-Str. 8. Der Stadtrat hat am 21.05.2019 in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, das Anwesen zu erwerben. Der Kaufvertrag ist inzwischen ebenfalls unterzeichnet und notariell beurkundet. Mit dem Erwerb des direkt ans Rathaus anschließenden Gebäudes ist die dringend notwendige Erweiterung des Rathauses möglich. Bis zum Umbau wird die bisherige Eigentümerin Andrea Schneider die Gaststätte und das Hotel als Pächterin zusammen mit Ihrem Ehemann Jürgen Vötter weiterführen.

Die beengte Situation im Rathaus ist bekannt. In nahezu allen Bereichen der Verwaltung ergibt sich ein erheblicher Bedarf an Büro- und Arbeitsplatzflächen. Nicht zuletzt befinden sich gerade auch publikumsintensive Bereiche wie zum Beispiel das Bürgerbüro trotz des Umbaus 2018 an der absoluten Grenze des Erträglichen, sowohl für das Personal als auch für die Kunden. Eine Vielzahl von Büros wird bereits heute im Vergleich zur ursprünglich geplanten Nutzung doppelt besetzt. Eine Erweiterung des Rathauses ist daher dringend erforderlich. Diese hat gemäß einem Stadtratsbeschluss in der Altstadt zu erfolgen. Mit dem nun getätigten Erwerb des benachbarten Zieglerbräu kann die Erweiterung nun umgesetzt werden.

Für eine Nutzung als Rathaus müssen erhebliche Umbaumaßnahmen im Zieglerbräu vorgenommen werden. Diese bedürfen einer intensiven Planung von voraussichtlich zwei bis drei Jahren. Danach erfolgt der Umbau. Bis dahin wird Andrea Schneider sowohl die Gaststätte als auch das Hotel weiterbetreiben. Nach dem Umbau wird die Gaststätte wiedereröffnet, nicht aber das Hotel.

Oberbürgermeister Florian Hartmann ist mit der Entscheidung des Stadtrats zum Kauf des Zieglerbräu sehr zufrieden: „Es freut mich sehr, dass der Stadtrat dem Kauf des Zieglerbräu zugestimmt hat. Nun können wir die Rathauserweiterung an der idealen Stelle, nämlich direkt neben dem bestehenden Rathaus, planen. Mit dem Kauf konnten wir eine Aufsplitterung der Verwaltung auf mehrere Standorte verhindern.“ Ausdrücklich dankt OB Hartmann der bisherigen Eigentümerin Andrea Schneider. „Die Kaufverhandlungen verliefen sehr gut. Damit hat Frau Schneider ihrer Heimatstadt einen großen Dienst erwiesen.“
OB Hartmann weist außerdem darauf hin, dass mit dem Erwerb des Areals die seit vielen Jahren gewünschte Aufstiegshilfe zwischen Unterer Stadt und Altstadt ein Stück näher gerückt ist. „Das Grundstück ist hervorragend für eine Verbindung der Altstadt mit der Ludwig-Thoma-Wiese geeignet. Eine Aufstiegshilfe für die Bürgerinnen und Bürger ist jetzt nicht mehr nur ein Traum, sondern eine realistische Option.“

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