Dienstag, 24. Januar 2017

Alternative Fakten der CSU und Freunde bei der Abgrenzung von Außen- und Innenbereich


Wir kennen jetzt die Begriffe alternativlos, und postfaktisch. Neuerdings führte die Trumpadministration auch eine Kombination von beiden Begiffen ein: Alternative Fakten

Dieser Begriff findet jetzt auch im Bauausschuss Dachau Verwendung.

Bei der Abgrenzung Außen- vom Innenbereich beim Bauvorhaben Mooseder/Hartmann beruft sich die CSU auf eine Skizze der Regierung von OBB, die den Unterlagen beiliegt. Dieses Skizze wird von der CSU vom Text getrennt, obwohl in den Unterlagen deutlich für jedes Bauausschuss-Mitglied steht:

Von der Regierung von Oberbayern wurde am 03.03.2010 weiter festgehalten:

"Die durchgeführte Ortseinsicht hat ergeben, dass die beabsichtigte Planung eine Fülle wohl noch
zu klärender Fragen wie die Bewältigung der Straßenverkehrsproblematik, wegemäßige Erschließung
der nicht mehr unmittelbar an der Schleißheimer Straße gelegenen Gebäude, Unterbringung
der Stellplätze, möglicher Erhalt der Restwaldflächen sowie die Vereinbarkeit der geplanten Bebauung
mit den von den landwirtschaftlichen Nutzungen ausgehenden Immissionen bzw. künftige
Weiterentwicklung der Bebauung bei Aussiedlung des landwirtschaftlichen Betriebes auf dem
Grundstück Fl. Nr. 1932 aufwirft.

Wir empfehlen deshalb dringend die künftige bauliche (Weiter-)Entwicklung der bereits baulich vorgeprägten Grundstücke beziehungsweise Grundstücksteile südlich der Schleißheimer Straße zwischen der Theodor-Heuss-Straße und Kufsteiner Straße mittels einer verbindlichen Bauleitplanung oder gegebenenfalls in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern
mittels einer förmlichen Entwicklungsplanung städtebaulich zu ordnen."

Was heißt das?

Ein Innenraum ist bis zur dargestellten Linie denkbar, wenn man ordentlich plant, aber nicht wenn man das Gebiet per Dekret zum Innenraum erklärt.

Jetzt wissen wir wie man alternative Fakten produziert. Die Eludation als Stilmittel im postfaktischen Zeitalter, welcome to the pleasure dome.

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