Mittwoch, 10. Juni 2015

CSU-Fraktionschef gibt den Oberstaatsanwalt

Die CSU hat gestern im Stadtrat einen Brief des OB an die Mitterndorfer Bürger zum Anlass genommen einen heftigen Angriff auf Florian Hartmann zu fahren und mit der Taktik "Angriff ist die beste Verteidigung" von der eigenen Unfähigkeit mit dem Thema Umgangsformen in der Stadtratsarbeit umzugehen.

Da werden Bürgertreffen in Mitterndorf mit der Fraktion der CSU abgehalten und das Thema Container auf dem Schulgelände mit den Bürgern diskutiert, was an und für sich völlig in Ordnung ist. Dass Landrat Löwl in seiner Funktion als Landrat teilnimmt und Wertungen und Informationen zu dem Gelände abgibt, die er weder Oberbürgermeister noch dem Dachauer Stadtrat mitgeteilt hat, ist ein starkes Stück. So wird das sensible Thema Asyl für Parteipolitik missbraucht.

Man stelle sich vor der Landrat macht das in irgendeiner anderen Gemeinde, die von einem CSU-Bürgermeister vertreten wird. Einfach am OB vorbei mit den Bürgern über die Nutzung von städtischen Gelände zu diskutieren. Nur Gerhard Polt hat dafür die richtigen Sprüche auf Lager.

Die Dreistigkeit der Angelegenheit wird aber noch auf die Spitze getrieben indem der CSU-Fraktionsvorsitzende in Verhörtechnik versucht den OB vorzuführen und Fragen in einem Tonfall stellt, die einem Staatsanwalt in einem Mordfall gerecht werden, nicht aber dafür, dass ein OB seine Bürger in einem Brief über den Sachstand informiert.

Dann wird von der CSU auch noch rum lamentiert, dass so eine vertrauensvolle Zusammenarbeit doch nicht möglich sei. Genau liebe CSU! So schauts aus! Die Bürger wollen, dass der Stadtrat was auf den Weg bringt und keinen Laientheater a la Ludwig-Thoma aufführt.

Das hat keinen Stil, das ist eine ganz ganz traurige Vorstellung!   

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