Samstag, 14. September 2019

Bündnis für Dachau: In die Zukunft investieren - Mit Repowering Gewerbegebiete neu gestalten!

In der Windkraftbranche wird der Begriff „Repowering“ für den Austausch von weniger effizienten Anlagen mit Anlagen höherer Wirkungsgrade am gleichen Standort verwendet. Eine ähnliche Vorgehensweise ist nach Meinung des Bündnis für Dachau für das Gewerbegebiet Dachau-Ost erforderlich. 
Parkplatzwüste statt Gewerbesteuereinnahmen - Realität im Gewerbegebiet Dachau-Ost

Das Gewerbegebiet Dachau-Ost wurde ursprünglich als reines Gewerbegebiet geplant. Im Laufe der Zeit wurden allerdings große Flächen als Sondergebiet für den Handel mit entsprechend großen Parkplatzflächen umgewandelt. Dies hatte negative Folgen für den Handel in der Innenstadt und beeinträchtigt das mögliche Gewerbesteuerpotential.

Angesichts relativ niedriger Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Dachau und der zunehmend knappen Flächen für Gewerbeneuansiedlungen im Stadtgebiet stellt das Bündnis für Dachau folgenden

Antrag
Die Stadt Dachau erstellt ein Konzept zur gezielten Nachverdichtung im Gewerbegebiet Dachau-Ost. Es sollte demnach ausschließlich für produzierendes Gewerbe erhöhtes Baurecht geschaffen werden. Notwendige Stellplätze werden in die Baukörper integriert, aber nicht zur Geschossflächenzahl hinzugezählt. Die erarbeitete Konzeption wird in einem neuen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Dachau-Ost umgesetzt.

Begründung:
Eine Nachverdichtung könnte einen entscheidenden Anreiz für Investoren bieten, bestehende Handelsflächen wieder in Gewerbeflächen umzuwandeln. Die vorhandenen Flächen können dadurch vor allem flächeneffizienter und energiesparender eingesetzt werden. Schlussendlich bietet sich dadurch die Möglichkeit, ohne weitere Flächenversiegelung höhere Gewerbesteuereinnahmen zu ermöglichen

Die gezielte Nachverdichtung ausschließlich für produzierendes Gewerbe schafft Anreize, Handelsflächen wieder in die Innenstadt zu verlegen. Dadurch wird die Innenstadt gestärkt und insbesondere unnötige Verkehrswege reduziert. Wohnen, Arbeiten und Einkaufen rücken wieder näher zusammen.

Durch gezielte Wirtschaftsförderung besteht so die Chance Gewerbe aus Zukunftsbranchen anzusiedeln und hochwertige Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Für das Gewerbegebiet Dachau-Ost ist außerdem ein Modernisierungsimpuls dringend erforderlich. Moderne Unternehmen haben andere Bedürfnisse als es vor Jahrzehnten der Fall war. Es ist offensichtlich, dass das Gebiet zukunftsfähig gemacht und in Teilen neu strukturiert werden muss.

Es werden vermehrt wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen, womit unnötige Pendelverkehre reduziert werden und das Verkehrssystem insgesamt entlastet wird.

Mittwoch, 11. September 2019

Straßenausbaupläne im Landkreis Dachau - Ein Sammelsurium von Widersprüchen

Den "großen Wurf" sollte man machen, sagt Landrat Löwl. Andererseits sollte nichts ohne die Zustimmung der einzelnen Gemeinden passieren. Alleine diese beiden Aussagen schließen sich schon mal gegenseitig aus. Warum man dann noch viel mehr Flächenverbrauch für Straßen fordert, erschließt sich uns nicht! Aber lesen Sie selbst: SZ vom 10.09.2019 und Dachauer Nachrichten vom 11.09.2019


Mehr Straßen, mehr Verkehr: täglicher Stau auf der B471, obwohl es die A99 gibt

Der Landkreis hat ein großangelegtes Gutachten über die gesammelten Straßenausbauwünsche aus den vergangenen Jahren anfertigen lassen. Die Ergebnisse sind teilweise durchaus aufschlussreich. Generell ist zu sagen, dass meist keine Verbesserung eintritt bzw. jede einzelne Verbesserung für einen einzelnen Ort eine Verschlechterung für einen anderen Ort bringt. Wirkliche Verbesserungen schaffen eigentlich nur komplett neue Straßentrassen, die auf die bestehenden überörtlichen Bundes- und Autobahnen führen. Diese sind allerdings jetzt schon überlastet. Der Verkehr aus dem Landkreis wird somit dann wohl schneller in den Stau führen. Außerdem lehnen verschiedene Gemeinden genau solche Trassen kategorisch ab.

Das gravierendste Beispiel ist wohl die Westumfahrung von Dachau mit Auffahrtsrampe zur B471, die tatsächlich 46 % Entlastung für Dachau brächte. Diese vom Dachauer OB ins Spiel gebrachte Option wird aber von der Gemeinde Bergkirchen entschieden abgelehnt und offensichtlich vom Landrat nicht weiter verfolgt. Statt diesem "großen Wurf" wird weiter auf eine Nord-Ost-Umfahrung gesetzt, deren Wirkung gleich Null ist.

Ja, wir brauchen den großen Wurf. Ein großer Wurf bedeutet unserer Meinung aber  eine effiziente Nutzung der bestehenden Infrastruktur und nicht noch mehr Flächenversiegelung und Zerstörung von Kultur- und Naturlandschaften. Durch den massiven Ausbau des ÖPNV und des Radverkehrs können die entsprechenden Entlastungen für das bestehende Straßennetz geschaffen werden, um denen die auf das Auto angewiesen sind genügend Platz zur Verfügung zu stellen!

Die Expertenmeinung in der Fachwelt ist jedenfalls eindeutig: mehr Straßen bringen mehr Verkehr. Wie der Landrat zum gegenteiligen Schluss kommt, bleibt sein Geheimnis.


Die Ostumfahrung gefährdet den Idas-Bläuling


Artenportrait Sulida: Idas-Bläuling (Plebejus idas)

Kurzportrait
- Flugzeit: Juni - Sept. in bis zu 3 Generationen
- Vorderflügellänge: 14-16mm
- Männchen, Flügeloberseite kräftig metallisch blau
- Weibchen, Flügeloberseite dunkelbraun
- Die Flügelunterseiten beider Geschlechter sind hell (Männchen hellgrau, Weibchen hellbraun) mit weißrandigen schwarzen Flecken. Am Rand der Hinterflügel verläuft ein gewelltes oranges Band das schwarze Flecken umgibt. Diese Flecken haben auf den Hinterflügeln blaumetallisch glänzende Schuppen.

Status: Bay. Rote Liste 2 - stark gefährdet.


1IDAS-BLÄULING (PLEBEJUS IDAS) (QUELLE: LBV DACHAU)

Der Idas-Bläuling ist eine wärmeliebende Schmetterlingsart und gehört zur Gruppe der Bläulinge. Anfangs ernährt sich die Raupe von Leguminosen wie Hornklee, Wundklee, Ginster etc. Die Raupe ist in Ihrer Entwicklung an Ameisen gebunden, welche deren Ausscheidungen verwerten und sie sogar gegen Fressfeinde verteidigen. Die Dachauer Vorkommen sind auch überregional von Bedeutung und fordern einen verantwortungsbewussten Schutz dieser seltenen Art. Die Biotope im Bereich der geplanten Umgehungsstraßen bilden einen Schwerpunkt der Populationen der Dachauer Schotterebene.

Dienstag, 10. September 2019

Mi 18.09.19 14:30h - Bau- und Planungsausschuss

1. "Expertenvortrag zur Novellierung der Bayerischen Bauordnung“
Antrag der CSU-Fraktion vom 06.11.2018

2. Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Landesplanungsgesetzes und Landesentwicklungsprogramms

3. John-F.-Kennedy-Platz
Teiländerung Flächennutzungsplan 04718 'Polizeiinspektion John-F.-Kennedy-Platz'
Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligungsverfahren, Billigung Entwurf,
Beschluss öffentliche Auslegung

4. John-F.-Kennedy-Platz
Vorhabenbezogener Bebauungsplan 176/18 'Polizeiinspektion John-F.-Kennedy-Platz'
Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligungsverfahren, Billigung Entwurf,
Beschluss öffentliche Auslegung

5. Photovoltaikanlage Etzenhausen nördlich Prittlbacher Straße
Errichtung einer Photovoltaikanlage in Etzenhausen zwischen Bahntrasse und
ehemaligem SS-Schießplatz
Einleitung Teiländerung Flächennutzungsplan FNP 04819 Photovoltaikanlage Etzenhausen nördlich Prittlbacher Straße

6. Photovoltaikanlage Etzenhausen nördlich Prittlbacher Straße
Errichtung einer Photovoltaikanlage in Etzenhausen zwischen Bahntrasse und
ehemaligem SS-Schießplatz
Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan BP Nr. 178/19 Photovoltaikanlage Etzenhausen nördlich Prittlbacher Straße

7. Erhaltungssatzung für Martin-Huber-Straße und Amperweg
Grundsatzentscheidung

8. Ehemalige MD-Papierfabrik
Bebauungs- und Grünordnungsplan BP 144/08
Bericht über die Planung

9. Würmstraße 9
Bauantrag für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage
Befreiungen vom Bebauungsplan

10. Augsburger Straße 101
Bauantrag, Nutzungsänderung des bestehenden Wohnhauses in eine Altenteilerwohnung und eine Wohnung für eine Arbeitskraft des landwirtschaftlichen Betriebes
§ 35 Abs. 1 BauGB Außenbereich

11. Augsburger Straße 101
Bauantrag für die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage als Betriebsleiterhaus
§ 35 Abs. 1 BauGB Außenbereich

12. Ludwig-Thoma-Straße 21-23
Vorbescheid zur Erweiterung, Umbau und Nutzungsänderung des bestehenden Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage

13. Ludwig-Thoma-Straße 21-23
Vorbescheid zum Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 8 Wohneinheiten
Außenbereich gemäß § 35 Abs. 2 BauGB

14. Verschiedenes öffentlich

Di 17.09.2019 14:30h - Umwelt- und Verkehrsausschuss

1. Schleißheimer Straße, Fuß- und Radwegbrücke
Variantenauswahl

2. Einrichtung einer Bewohnerparkzone Amper-Klinik

3. Probeweise Errichtung einer (temporären) Ampelanlage am Knoten B 471/Schleißheimer Straße durch das Straßenbauamt München

4. Antrag Bündnis für Dachau vom 14.05.2019; Erstellung eines Gutachtens zur Parkraumsituation im Gebiet zwischen Pollnstraße/Sudetenlandstraße/Würmstraße/Schleißheimer Straße

5. Änderung des Kommunalabgabengesetzes (KAG);
Herstellung und Abrechnung noch nicht erstmalig endgültig hergestellter Straßen in Dachau;
Ausübung des Ermessens

6. Hochwasserschutzmaßnahmen an der Amper
Flusskilometer 73 bis 68,8
Planungskostenvereinbarung - Steigerung der Kosten

7. Südlich Schleißheimer Straße / Westlich Tiefer Graben
Ausweisung Landschaftsschutzgebiet
Klarstellung zum Änderungsverfahren eines Landschaftsschutzgebietes

8. Verschiedenes öffentlich

Sonntag, 8. September 2019

Do 12.09.2019 14:30h - Familien- und Sozialausschuss

Öffentliche Tagesordnungspunkte

1. Bekanntgabe des Berichts des städtischen Behindertenbeauftragten 2018/2019

2. Zuschusserhöhung Miet- und Nebenkosten Freiraum e.V.

3. Antrag des Caritas-Zentrums Dachau auf Zuschuss für das Beratungs- und Begleitungsangebot 2019

4. Betreutes Wohnen im Rahmen der Dachauer Grundsätze der Baulandentwicklung
Anfrage der ÜB-Fraktion vom 22.05.2019

5. Verschiedenes öffentlich

Mittwoch, 4. September 2019

Artenvielfalt vs Nord-Ost-Umfahrung - der Schwarzspecht verliert einen wichtigen Lebensraum

Artenportrait Sulida: Schwarzspecht (Dryocopus martius)

Kurzportrait
- Körperlänge: 45-47cm
- Schnabellänge: 5-6cm
- Flügelspannweite: 64-68cm
- Gewicht: 260-340g
- Fast komplett schwarz.
- Roter Scheitel. Beim Männchen von Stirn bis Nacken, beim Weibchen nur 
 Hinterkopf und Nacken
- Brut: Meist 3-5 Eier, Brutzeit 12-14 Tage, Nestlingszeit: 24-31 Tage.





Der Schwarzspecht ist der größte Specht Europas und etwa so groß wie eine 
Rabenkrähe. Er bevorzugt alte Buchen zur Anlage seiner Höhlen. Durch seine 
großen Höhlen ist der Schwarzspecht auch ein wichtiger Wohnungsbauer für 
andere große Höhlenbrüter wie den Waldkauz oder die Hohltaube. Zur 
Nahrungssuche nutzt er oft Fichten. Besonders gern frisst er verschieden Arten 
von Ameisen, aber auch die Larven von Bockkäfern oder Holzwespen. Wenn er 
nach Käfern sucht, fällt oft auch was für andere Arten wie Meisen oder 
Baumläufer ab. In den Wäldern und Gehölzen zwischen Dachau und 
Hebertshausen ist der Schwarzspecht regelmäßig anzutreffen. Für seinen Schutz 
ist der Erhalt der Wälder inklusive alter und toter Bäume wichtig.

Gerade im Bereich der geplanten Nord-Ost-Umfahrung sind genau solche alte und tote Bäume anzutreffen.  Dieser Lebensraum kann nicht umgesiedelt werden.

Mittwoch, 28. August 2019

Artenschutz vs. Umfahrung - Alte Buchen und Eichen in Gefahr

Buchen und Eichen sind  ganz offensichtlich nicht auf irgendeiner Roten Liste. Doch neueste Studien zeigen den Wert alter Bäume gerade als CO2-Senken und Sauerstoffproduzenten (Siehe dazu diesen Artikel).




Auf der geplanten Trasse für die Nord-Ostumfahrung soll auch ein Bannwald durchschnitten werden, der besonders viele solcher alten Buchen und Eichen schützen sollte! Ersatzpflanzungen können den Verlust solch alter Bäume nicht bzw. erst in vielen Jahren kompensieren. Insgesamt gehen ca. 1,86 ha Waldflächen im Sinne des Art. 2 BayWaldG für die Verkehrsflächen und die Böschungen verloren (Rodung). In diesem Flächenwert sind auch kleinflächige Verluste durch vorübergehende Inanspruchnahme von Waldflächen durch Arbeitsstreifen (ca. 0,26 ha) eingerechnet.

Eine 100 Jahre alte Buche produziert pro Jahr ca. 4,5 Tonnen Sauerstoff und nimmt ca. 6 Tonnen CO² auf. Sie verdunstet täglich 400 Liter Wasser und benötigt dafür eine Fläche von 3 x 3 Meter. Um einen solchen Baum zu ersetzten, müssten 2000 Jungbäume gepflanzt werden (Kosten ca. 150.000 EUR, Quelle: Conrad Amber)

Angesichts der beeindruckenden Werte von nur einer Buche und angesichts der vielen brennenden Wälder weltweit ist es unverantwortlich auch nur einen Quadratmeter eines solch wertvollen Waldes zu vernichten.

Dienstag, 27. August 2019

Das Bündnis wundert sich: CSU empört sich grundlos über OB-Volksfestrede.

Wir stellen richtig, dass das Falsche gar nicht falsch war, sondern richtig, aber die Empörung darüber war richtig falsch.


So geht CSU-Lokalpolitik
Schritt 1 - Man ist auf einer Veranstaltung nicht anwesend,
Schritt 2 - Irgendwer berichtet einem irgendwas,
Schritt 3 - Man schreibt einen Leserbrief, und stellt das was einem falsch zugetragen wurde als falsch dar, obwohl das Richtige richtig war

Die SPD zum CSU-Leserbrief zur Volksfestrede des OB Florian Hartmann:

Stellungnahme zum Leserbrief vom 23.08.2019 von Herrn Schiller und Frau Schmidt-Podolsky

Zunächst einmal bedauern wir von der SPD, dass von Seiten der CSU-Stadtratsfraktion kaum jemand auf dem politischen Volksfestdienstag der SPD zugegen war. Es hat bisher eigentlich zum guten Ton unter den Parteien in Dachau gehört, auch die politischen Dienstage der Konkurrenz zu besuchen und sich anzuhören, was diese zu sagen hat.

Wären die Leserbriefschreiber/innen Schmidt-Podolsky und Schiller zugegen gewesen, dann hätten sie mitbekommen, dass sich OB Hartmanns Verweis auf Baugebiete in Dachau, in denen keine Sozialwohnungen ausgewiesen wurden, darauf bezog, dass erst unter ihm Regelungen getroffen wurden, um Eigentümer großer Baugebiete darauf zu verpflichten, einen Teil der Bauflächen für Sozialwohnungen zur Verfügung zu stellen. Dies ist nachweislich erst unter OB Hartmann geschehen. So war es vorher möglich,dass Baugebiete wie in Udlding und das Gelände nahe dem Bahnhof Dachau Stadt bebaut wurden, ohne dass auch nur ein Quadratmeter Wohnraum für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wurde. Es ist müßig, abzuzählen, wie viele Sozialwohnungen unterwelchen Bürgermeistern entstanden, da Beschluss und Fertigstellung Jahre auseinanderklaffen. Unter OB Hartmann wurde der Neubau von knapp 200 neuen Sozialwohnungen beschlossen. Sie werden in den kommenden Jahren realisiert. Wir hoffen, dass das Niveau der kommunalpolitischen Auseinandersetzung sich bis zu den Wahlen im März nicht auf dem Level des Leserbriefes von Frau Schmidt-Podolsky und Herrn Schiller einpendelt. Wenn Frau Schmidt-Podolsky und Herr Schiller das nächste Mal einen Leserbrief über eine Veranstaltung der SPD bzw. über dort gefallene Äußerungen verfassen, würden wir uns wünschen, dass sie diese Veranstaltung vorher auch besuchen. Sie sind herzlich eingeladen.

Christa Keimerl, Vorsitzende SPD-Stadtratsfraktion

Volker C. Koch, Stellv. Vors. SPD-Stadtratsfraktion


Und jetzt zwei Preisfragen:
Wieviel € wurden über die sozialgerechte Bodennutzung vor den Amtswechsel OB eingenommen?
Und wieviel hätte man vereinnahmen können, wenn man nicht grundlos Teilbebauungspläne in Augustenfeld akzeptiert hätte?

Anmerkung:
Der CSU Leserbrief ist nirgends online gestellt, deswegen können wir ihn auch nicht verlinken.

Donnerstag, 22. August 2019

Die nächsten Termine

11. September 2019, 18 Uhr
3. Runde zur Erstellung der Wahlprogramme

7. Oktober 2019, 19 Uhr im Ludwig-Thoma-Haus
Trägerversammlung

Ende November
Aufstellungsversammlung für die Listen zum Kommunalwahlkampf

Mittwoch, 21. August 2019

Artenvielfalt versus Umfahrung: Der Abendsegler kann nicht umquartiert werden

Artenportrait Sulida: Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)

Kurzportrait
-Kopf-Rumpf-Länge 60-82 mm
-Spannweite 320 – 400 mm
-Gewicht 19 – 40 g-Farbe Fell braun bis rostbraun
-Ohren kurz und rund mit pilzförmigem Tragus (Erhebung am Eingang der Ohrmuschel)

Schutzstatus: streng geschützt gem. BNatSchG
Vorwarnstufe der Roten Liste Deutschland

Als typische Baumfledermaus benötigt der Abendsegler alte Bäume mit Baumhöhlen, die vom Einflugloch auch nach oben ausgefault sind und die als Paarungsquartier und zur Überwinterung dienen. Ersatzweise werden in Ermangelung geeigneter Baumstrukturen auch alte (Specht-)Höhlen, Vogelnistkästen oder Dächer kurzzeitig besetzt. Der große Abendsegler ist eine wandernde Fledermausart. Die Weibchen ziehen in ihre Wochenstuben im nordöstlichen Mitteleuropa, wo sie ihre Jungen aufziehen. Ein Teil der Männchen bleibt auch im Sommer hier. Im Herbst kommen sie zurück und überwintern.

Abendsegler jagen Insekten meist in größerer Höhe über Wäldern und Gewässern. In den letzten Jahren zeichnet sich leider ein Rückgang dieser wertvollen Fledermausart ab. Gerade alte Bäume, wie Sie im Bereich der geplanten Nord-Ost-Umfahrung noch zu finden sind benötigt diese Art. Aufforstungen und Ausgleichsflächen können diese Lebensräume nicht ersetzen und eine Ansiedllung bzw. Umquartierung ist nicht möglich.

Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) (Quelle: LBV Dachau)

Mittwoch, 14. August 2019

Vom Aussterben und der Umfahrung bedroht: Helm-Knabenkraut (Hyphematodes)

Artenvielfalt versus Umfahrung



Artenportrait Sulida: Helm-Knabenkraut (Orchis millitaris)

Kurzportrait:
-Höhe 20 –50 cm
-Farbe hellrosa bis dunkelrosa, selten weiß
-2 –6 hellgrüne, leicht glänzende Laubblätter
-Kalkanzeiger auf sonnigen bis halbschattigen Halbtrockenrasen
-Blühbeginn in der Regel Anfang Mai


Früher eine häufige Orchidee der Trockenbereiche entlang der größeren Flüsse, kommt sie heute im Landkreis fast ausschließlich noch entlang der Amper auf wenigen Magerwiesen im Bereich des Lohwaldes am Kräutergarten vor.

Weitere Restbestände finden sich nur noch nahe Hebertshausen und Günding. Als Art der Roten Liste 3, muss alles unternommen werden diese zu erhalten.



Standorttypisch blüht sie auch in Gesellschaft anderer, ebenfalls geschützter und gefährdeter Orchideenarten. Im Bereich der geplante Ostumfahrung sind das z. B. Mückenhändelwurz, geflecktes Knabenkraut, fleischfarbenes Knabenkraut (Rote Liste 2) und einer nahezu nur im Ampertal vorkommenden Unterart mit dunklen Laubblättern, der Unterart Hyphaematodes (Gefährdungsgrad 1, vom Aussterben bedroht)

(Quelle: LBV Dachau)

Freitag, 9. August 2019

Stadt Dachau empfängt Gäste aus Léognan

Die von Oberbürgermeister Florian Hartmann eingeladene Delegation aus Léognan wurde heute in unserem Rathaus willkommen geheißen!

Unsere Fraktionsvorsitzende Sabine Geißler, die Französisch- und Englisch-Lehrerin am Ignaz-Taschner-Gymnasium ist, dolmetschte zwischen dem Dachauer Stadtrat und der Delegation aus Frankreich.

Leognans Bürgermeister Laurent Barban betonte in seiner Rede die deutsch-französische Freundschaft und den Wunsch nach einer Partnerschaft. Er stellte seine Stadträte mit ihren Ressorts wie Sport, Soziales, Kultur vor.


Mit dabei waren auch Léognans Brassband Bandaleo und die Dachauer Knabenkapelle. Die beiden Kapellmeister aus Léognan und Dachau sind verbrüdert.



Aus der Freundschaft der beiden Blaskapellen entwickelte sich ein Freundschaft der beiden Städte, und so wird der Besuch der Kapelle Bandaleo zum Dachauer Volksfest von einer Delegation aus Bürgermeistern und Stadträten Léognans begleitet.


Ob sich aus der Städte-Freundschaft eine Städte-Partnerschaft entwickelt ist noch nicht entschieden, die Fraktion Bündnis für Dachau würde das begrüßen.

Mittwoch, 7. August 2019

Artenvielfalt versus Umfahrung - in Gefahr: Zauneidechse

Artenportrait Sulida: Zauneidechse (Lacerta agilis)

Gesetzlicher Schutzstatus
FFH-Richtlinie: Anhang IV (streng zu schützende Art)
Bundesnaturschutzgesetz: streng geschützt


Kurzportrait
- Gesamtlänge: ca. 27 cm
- Grundfarbe: Braunbeige mit hellen Linienbändern in Längsrichtung
- Flanken: meist heller gefärbt als der Rücken; bei Männchen grünlich,
bei Weibchen braun-gelb mit kleinen schwarz umrandeten weißen Flecken
- Bauchseite: heller als der Rücken, bei Männchen grünlich,
bei Weibchen cremefarben bis gelblich, meist mit schwarzen Flecken
- Hauptnahrung: Insekten und Spinnen



Die Zauneidechse kommt im Gebiet der geplanten Ostumfahrung relativ häufig vor.
Besonders auf dem „Bardke & Scherer“-Biotop am Rande des wertvollen Lohwaldes findet die Zauneidechse ideale Bedingungen. Der sonnige Magerrasenstandort mit Totholzhaufen und Altgras ist ein ideales Bruthabitat, da es hier genug Insekten und reichlich Versteckmöglichkeiten gibt. Zauneidechsen legen Ihre bis zu 14 Eier in lockere, sandige Böden aus denen dann, nach ca. 2 Monaten, die jungen Echsen schlüpfen. Die Zauneidechse ist standorttreu und sehr schwer umzusiedeln - (Beispiel: Stuttgart 21: ca. 4.000 € und mehr, je Eidechse).


(Quelle: LBV Dachau)



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Anlass:

Das Volksbegehren Artenvielfalt wurde dieses Jahr erfolgreich im Bayerischen Landtag beschlossen. Die geplante Nord-Ost-Umfahrung führt Volkes Willen ad Absurdum. Durch ein einzigartiges Gebiet, den Bannwald südlich der Kläranlage, soll die Umfahrung führen. Eine weitere Umfahrung soll aus Richtung Hebertshausen angeschlossen werden. Damit werden die Reste der ehemaligen Moos- und Moorlandschaft von der Amper komplett abgeschnitten, mit kaum vorstellbaren Auswirkungen auf Flora und Fauna.

So sieht die Planung des Straßenbauamts im angesprochenen Gebiet aus. Am rechten Rand ist die Anschlussstelle für die Umfahrung Hebertshausen zu sehen.

Freitag, 2. August 2019

Berichterstattung zum MD-Gelände

Heute in der Dachauer SZ:

Keine Sorge


"Als der ursprüngliche Eigentümer Myllykoski seine Anteile 2017 verkaufte, legte das Bündnis für Dachau auf seinem Internetblog diese Zusammenhänge offen."

und

"Nach wie vor Mitgesellschafter in der Isaria Dachau Entwicklungsgesellschaft ist der Dachauer Bauunternehmer Herbert Ullmann, der aber zum Jahresende ausscheiden wird, wie Wirth erklärte."

Vorgestern in den Dachauer Nachrichten/Merkur:

MD-Investor startet Charme-Offensive


Der Dachauer Bauunternehmer Herbert Ullmann, der immer ein schwieriges Verhältnis zum Stadtrat hatte und zuletzt nur noch Teilhaber bei der Isaria DEG war, wird laut Wirth „ab Ende des Jahres nicht mehr beteiligt sein“.

Montag, 29. Juli 2019

Fairplay - Bündnis billigt 313.000 EUR Mehrkosten für TSV Kunstrasenplatz

In der Stadtratssitzung vom 30.07.2019 wird das Bündnis den Mehrkosten für den Kunstrasenplatz des TSV 1865 von 26 % bzw. 313.000 EUR zustimmen.

Kostensteigerungen sind in letzter Zeit immer wieder Gegenstand von Kritik an städtischen Projekten. Manche politische Vereinigungen glauben auch daran, sich mit der Kritik an solchen Projekten profilieren zu können.


Verschiedene Beispiele dafür sind die teilweise heftigen Angriffe zu den Neubauprojekten Radlparkhaus und Hallenbad (vgl. dazu SZ vom 07.12.2016 und SZ vom 04.03.2019). Gerne wurde dabei suggeriert, das diese aus deren Sicht unnötige Projekte durch städtisches Versagen unnötig verteuert würden.

Im aktuellen Fall des Neubauprojekts des Kunstrasenplatzes vom TSV 1865 zeigt sich nun, dass auch wesentlich einfachere, private Bauvorhaben von massiven Kostensteigerungen betroffen sein können. Altlasten sind oft nicht voraus zu sehen. Die überhitzte Baukonjunktur tut das übrige.

Um die Attraktivität der Stadt zu erhalten, können verschiedene Bauprojekte aber nicht auf die lange Bank geschoben werden, in der Hoffnung dann würden die Baukosten wieder sinken.

Das Bündnis trägt Verantwortung und wenn notwendig auch Mehrkosten für wichtige Infrastrukturprojekte!

Di 30.07.2019 18:00h Stadtrat

Öffentliche Tagesordnungspunkte

1. Ehemalige MD-Papierfabrik
Schaffung von Transparenz bezüglich ISARIA als möglichen Partner für einen städtebaulichen Vertrag auf dem ehemaligen MD-Gelände (Antrag der ÜB-Fraktion vom 26.06.2019)

2. Geschäftsordnung für den Stadtrat
Baugenehmigungen im Bereich Altstadt;
Antrag der CSU-Fraktion vom 16.01.2019

3. Östlich Theodor-Heuss-Straße/Nördlich Feldstraße "Sportpark östlich Theodor-Heuss-Straße"
Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren Nr. 04517
Ergebnisse der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange und Empfehlung zum Feststellungsbeschluss

4. Errichtung eines Kunstrasenplatzes im Sportpark Ost des TSV Dachau 1865;
Nachtrag zur Bewilligung eines Investitionskostenzuschusses und Gewährung einer Zwischenfinanzierung wegen Kostensteigerung

5. Antrag auf Abgrabungsgenehmigung im Zuge der Baumaßnahme auf dem ehem. „Seeber Gelände"

6. Implementierung eines Mietradsystems im Stadtgebiet von Dachau;
außerplanmäßige Bereitstellung einer Verpflichtungsermächtigung

7. Erstattungen an andere Kommunen für Dachauer Kinder in deren Kindertagesstätten;
überplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln

8. Verschiedenes öffentlich

Dienstag, 23. Juli 2019

Bündnis informiert: Eishalle bleibt beim ASV

In der heutigen Haupt- und Finanzausschusssitzung wurde eine weitreichende Entscheidung getroffen.
Nur die ÜB, die SPD und das Bündnis für Dachau setzten sich für einen alternativen Standort ein.



Wir bedanken uns bei allen die gestern an unserer Instagram-Umfrage teilgenommen haben! Auch wir sind der Meinung, dass die neue Eishalle nicht auf das ASV Gelände gehört!

Für ein starkes Bündnis im nächsten Stadtrat!


Auch die Presse wundert sich über die Entscheidungen:


Süddeutsche: http://sz.de/1.4538455

Montag, 22. Juli 2019

Stadtradeln 2019 - Bündnis für Dachau ganz vorne!

Das sich das Bündnis für Dachau für die weitgehende Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Dachau einsetzt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass die vom Bündnis aber nicht nur vom Radeln reden, sondern dies auch aktiv tun, konnte das Bündnis für Dachau jetzt in der Aktion Stadtradeln wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Alle vier Stadträte des Bündnis und ein Team von 51 Radelnden haben insgesamt über 20.000 km zurück gelegt und es damit fast um den halben Erdball geschafft.


Landkreis Dachau - Teamergebnis (geradelte km absolut)

Wir bedanken uns bei allen, die im Bündnis Team für dieses tolle Ergebnis mitgefahren sind. Das war eine beeindruckende Leistung - und das mit viel Spaß! 
Wir bedanken uns aber auch bei allen anderen teilnehmenden Teams und Radlern. Allen voran unserem ärgsten Konkurrenten - dem Team vom Fitnessstudio Anima, die uns in den drei Wochen über unsere Grenzen hinaus angetrieben haben.
Alle zusammen haben gezeigt, dass das Fahrrad ein immer wichtigerer Faktor für die Mobilität vor allem in der Stadt wird, und dies bestärkt uns weiter für jede einzelne Verbesserung für den Radverkehr in der Stadt zu kämpfen.
Ein Meilenstein dazu wurde erst kürzlich im Stadtrat mit der Verabschiedung des neuen Radverkehrskonzepts in Dachau gesetzt. Mit diesem Konzept gibt es eine klare Strategie und klare Qualitätskriterien für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes in Dachau. Für die Umsetzung dieses Konzeptes müssen nun auch die entsprechenden Mittel in die zukünftigen Haushalte eingestellt werden. 


Das werden wir vorantreiben - damit 2020 noch mehr Radlkilometer zusammen kommen!

Freitag, 19. Juli 2019

Strauch gestrauchelt - Vernunft setzt sich durch!

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss behandelte am 18.07.2019 die Planungen  am Ostausgang des Dachauer Bahnhofs. Auf dem Gelände der noch bestehenden Kleingartenanlage soll ein Kino und ein Parkhaus entstehen. Die Erschließung sollte über die Schleißheimer Str. erfolgen.

Stadtrat Michael Eisenmann steht für eine maßvolle Entwicklung östlich des Bahnhofs


Die CSU hatte dazu im Vorfeld ein monströses Parkhaus mit 600 Stellplätzen und einer Wandhöhe von 17,5 Metern gefordert. Die Zufahrt hätte nach dem Willen der CSU eingehaust werden sollen. Vorweg: beides ist vom Tisch! Das Bündnis hatte diese Überlegungen von Anfang an als nicht bezahlbar und verkehrsplanerisch kontraproduktiv kritisiert. Eine Allianz der Vernünftigen setzte sich letztendlich gegen die CSU durch!
Im Sitzungsverlauf zeigte sich dann die ganze Orientierungslosigkeit der Dachauer CSU. Die negativen Ergebnisse eines Verkehrsgutachtens zur Machbarkeit eines 600 Stellplatz-Parkhaus wurden als nicht ausreichend bezeichnet. Um die 600 Stellplätze zu erhalten, hätte die CSU sogar ein Linksabbiege-Verbot zur Friedensstraße in Kauf genommen. Nachdem in der Diskussion klar wurde, dass die Forderungen der CSU nicht haltbar sind, wurde auf Verzögerungstaktik umgeschwenkt. Entscheidungen sollten vertagt werden. Sogar die Ansiedlung des Dachauer Kinos direkt an den Bahnhof wurde in Frage gestellt - Wirtschaftsförderung sieht unserem Erachten anders aus.

Bündnis kritisiert CSU Forderungen als nicht bezahlbar und unrealistisch

Die Mehrheit im UVA hat sich aber von den durchsichtigen Frühwahlkampf-Aktivitäten, den schwachen Argumenten und dem Rumgeeiere der CSU nicht beeindrucken lassen. Ein Antrag auf Vertagung wurde abgelehnt und stattdessen beschlossen die Planungen mit einem reduziertem Platzangebot (abhängig von den möglichen Verkehrszahlen) für ein Parkhaus fortzuführen.

Stadtrat Michael Eisenmann vom Bündnis ging auch auf die Anwohnerkritik zur Verschattung ein. Durch die Reduzierung der Parkhausgröße werden die Bauhöhen auf ein vernünftiges Maß reduziert. Die Zufahrt erhält statt einer überdimensionierten Einhausung eine simple und ausreichende Lärmschutzwand. Das Bündnis hat sich zusammen mit SPD, Grünen und ÜB hier durchgesetzt.

Vernünftige Planungen vorantreiben. So sieht verantwortungsvolle Politik aus!



Dazu auch

Dachauer SZ vom 20.07.2019: Parken am Bahnhof in Dachau - Eine Nummer kleiner

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