Freitag, 19. September 2014

Scheinbar keine Wertschätzung für Radfahrer und Fußgänger


Zu der Situation für Radfahrer an der Baustelle beim Bahnübergang an der Freisinger Straße fällt einem nichts mehr ein. Zu sagen es ist eine Zumutung ist untertrieben. Ignoranz  wäre vielleicht noch möglich oder Unverschämtheit. Wie auch immer, die Art und Weise wie hier die Radfahrer aber auch die Fußgänger behandelt werden, belegt es wieder einmal, es gibt keinerlei Wertschätzung. Radfahrer sind ein lästiges Hindernis denen man sogar in Ausnahmefällen keinen Straßenraum zugesteht. 

Es ist kein Problem der Straßenverkehrsordnung oder der Sicherheitsvorschriften. Es ist ein "Kopfproblem". Dachau denkt Auto. Würde der Radverkehr wertgeschätzt werden, wäre das  nicht passiert oder schon längst behoben worden.

  1. Der betroffene Radweg ist benutzungspflichtig. Daher hat er eine ernstzunehmende Bedeutung als Radverbindung. D.h. er ist gedacht darauf zu fahren, nicht um darauf zu schieben.
  2. Der Radweg liegt auf einer wichtigen Schulwegverbindung. Darum ist es umso weniger nachvollziehbar.
  3. Aus Gründen der Verkehrssicherheit gehört es zur Sorgfaltspflicht, den Radfahrern aber auch den Fußgängern ein gefahrloses Passieren der Baustelle zu ermöglichen.
  4.  Soll dies nicht möglich sein, so gehört es auch zur Sorgfaltspflicht, das Einfädeln in den fließenden Verkehr zu ermöglichen.
  5. Der Hinweis auf die gegenüberliegende Seite auszuweichen ist besonders interessant. Scheinbar erwaten die Verantwortlichen, dass die Radfahrer mehrere hundert Meter schieben. 
  6. Eine mögliche Einschränkung des Autoverkehrs ist im Hinblick auf die Verkehrssicherheit hinzunehmen.





Dachau soll für Hebertshausen 45 Millionen € zahlen

Die Dachauer SZ hat direkten Kontakt mit dem Straßenbauamt über den Bereichsleiter Herrn Weywadel aufgenommen und sie berichtet in ihrer gestrigen Ausgabe:


  • die Umfahrung kostet jetzt 45 Millionen € (siehe Kommentar links)
  • der ehemalige OB Bürgel hat die Ostumfahrung nicht weiterverfolgt
  • Die Einmündung Anschluss Hebertshausen wird über eine Schleife direkt an die Alte Römer Straße angebunden, damit der Anschluss nach Karlsfeld gewährleistet bleibt.

Die Haushaltsberatungen für die nächsten 10 Jahre kann sich der Stadtrat sparen, sollte er sich für die Umgehung entscheiden. So gesehen spart die Umgehung sogar Kosten.

Von Landrats Ankündigungen die Umgehung mit zu finanzieren ist nicht viel übrig geblieben.

Donnerstag, 18. September 2014

Mi 24.09.14 14:30h - Haupt- und Finanzausschuss

  • 1.
    Live-Stream ins Internet der öffentlichen Sitzungen des Stadtrats der Großen Kreisstadt Dachau;
    Antrag der ehemaligen Stadträtin Schilhabel vom 17.02.2014
  • 2.
    Regionalentwicklungsverein Dachau AGIL; Modalitäten einer Mitgliedschaft; Beteiligung der Stadt an konkreten Einzelprojekten
  • 3.
    Mitgliedschaft der Stadt in Vereinen und Verbänden
  • 4.
    Bericht der Wirtschaftsförderung zur Arbeit mit den Ergebnissen der Unternehmensbefragung 2013 und Tätigkeitsbericht
  • 5.
    Jahresrechnung 2013 für den Haushalt der Stadt Dachau
  • 6.
    Jahresrechnung 2013 für den Haushalt der Bürgerspitalstiftung
  • 7.
    Verschiedenes öffentlich

Montag, 15. September 2014

Fuß- und Radwegquerung Münchner Straße / Höhe Scheibner Schule, Stadtbücherei







die derzeitige Verkehrsführung und- situation in der Münchner Straße in Höhe der Einfahrt zur Scheibner Schule und der Bibliothek in Verbindung mit der Einmündung der Ludwig-Dill-Straße in die Münchner Straße sowie der Rechtsabbiegespur von der Münchner Straße in die Schleißheimer Straße in Verbindung mit der anschließenden Fahrradstraße ist derzeit nur sehr unbefriedigend gelöst. An dieser Stelle kreuzen viele Schüler auf dem Weg zur Schule die stark befahrene Münchner Straße, was immer wieder zu kritischen Situationen führt. 






Das Bündnis für Dachau stellt dazu folgenden

Antrag:

Die Stadt Dachau errichtet eine Fuß- und Radwegquerung in Höhe der Einfahrt zur Scheibner Schule und schließt die gegenüberliegende Zufahrt zur Schleißheimer Straße für den Autoverkehr. Die Fuß- und Radwegquerung kann entweder mittels eines Zebrastreifens mit Radfahrerfurten oder durch Versetzen der bestehenden Ampelanlage am Gasthaus Drei Rosen erfolgen. Der ADFC schlägt für einen Zebrastreifen mit Radfahrerfurten beispielhaft folgende Lösungsmöglichkeit vor (http://www.adfc.de/verkehr--recht/radverkehr-gestalten/radverkehrsfuehrung/adfc-position-zu-radfahrerfurten-neben-fussgaengerueberwegen):





Begründung:

1.      Die Schulwegsicherheit für Schüler der ansässigen Scheibner Schule wird wesentlich verbessert. Gleichzeitig wird damit eine sichere Radverbindung von Dachau Süd über die Ludwig-Dill-Straße und der bestehenden Fahrradstraße an der Schleißheimer Straße zu den Gymnasien hergestellt.

2.      Die Erreichbarkeit der Fachgeschäfte an der Inneren Münchner Straße und der Stadtbücherei von der Schleißheimer Straße kommend wird für Fußgänger und Radfahrer wesentlich verbessert und sicherer gestaltet, was in jeder Hinsicht auf das Leitbild Mobilität und Verkehr der Stadt Dachau passt.



Haushaltsauswirkung:

Noch zu Ermittelnde Kosten für die Errichtung eines Zebrastreifens mit Fahrradfuhrt bzw. Versetzung der Ampelanlage. Die Deckung der Kosten können kurzfristig durch Umschichtung der Mittel aus der Haushaltstelle 1.6303.95000 erfolgen bzw. neu in den Haushalt aufgenommen werden.


Michael Eisenmann
Stadtrat

Freitag, 12. September 2014

Ein Radweg ist wie eine Straße dafür da befahren zu werden - Und nicht um sein Rad darauf zu schieben.



Wie heute aus der Presse zu entnehmen war, stürze diese Woche ein Radfahrer auf dem viel befahrenen Radweg am Kalkberg in Fahrtrichung zur Amper. Der Radfahrer kam vermutlich an einer Stelle zu Fall, an der durch Bauarbeiten, die vor einigen Wochen stattgefunden haben, eine Kante bzw. Abbruch in der Wegoberfläche entstanden war.



Das passt nicht! Benutzungspflicht und absteigen.

Besonders ärgerlich ist, in der Presse wurde es so dargestellt, der Radfahrer sei gestürzt, weil er nicht auf den Befehl des Schildes „Radfahrer absteigen“ reagiert hat. Dies zu behaupten ist vermessen. Es ist eben keine ordentliche Absicherung einer Gefahrenstelle, einfach ein Schild aufzustellen, das Radfahrer nötigt abzusteigen.
Jedenfalls wird durch die Berichterstattung die Schuld oder Verantwortung dem Radfahrer zugewiesen und nicht denjenigen, die ein Schlagloch mitten auf einem Radweg belassen haben.
 

Warum hat das sogenannte Warnschild „Radfahrer absteigen“ keinerlei Aussagekraft.
Ein Radweg, insbesondere wenn er benutzungspflichtig ist, ist ein wichtiger und ernstzunehmender Verkehrsweg. Dh. er dient der innerstädtischen Mobilität und ist kein Freizeitpark. Ein Radweg ist wie eine Straße dafür da befahren zu werden und nicht um sein Rad darauf zu schieben.


Unsinn hoch zwei - Ein nicht-benutzungspflichtiger
Radweg wird zum "benutzungspflichtigen Schiebeweg".

Nehmen wir einmal an, ein Radweg ist in einem so schlechten Zustand, dass es nicht mehr möglich ist darauf zu fahren. Sei es durch eine Baustelle, durch Schäden oder Hindernisse. Dann so soll eigentlich eine vernünftige Möglichkeit geschaffen werden, die Problemstelle umfahren zu können. Richtig verstanden, zu umfahren. Es kommt auch niemand auf die Idee, bei Straßenarbeiten von Autofahren zu verlangen ihr Auto zu schieben. Doch davon sind wir offensichtlich meilenweit entfernt. Vielmehr ist es scheinbar bequemer und billiger, durch eine oft skurrile Beschilderung die Radfahrer zu fragwürdigen Handlungen zu nötigen. Der  Radfahrer darf raten, ob die Beschilderung rechtlich bindend ist oder ob er es nur mit einer „Wanderausstellung gemeiner Baustellenschilder“ zu tun hat. 



 


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